Ein­fach ge­sund.

Lak­to­se. Was Sie dar­über wis­sen soll­ten

Astrowoche - - Inhalt -

Rund 12 Mil­lio­nen Deut­sche lei­den an Lak­to­se-In­to­le­ranz. Vie­le Be­trof­fe­ne wis­sen an­fangs gar nicht, dass sie ei­ne Un­ver­träg­lich­keit ha­ben. Sie hal­ten die kramp­far­ti­gen Schmer­zen nach Ge­nuss von milch­hal­ti­gen Spei­sen zu­erst für ei­ne vor­über­zie­hen­de Ver­dau­ungs­stö­rung. Lak­to­se-In­to­le­ranz be­trifft aber haupt­säch­lich Er­wach­se­ne. Im Kin­des­al­ter wird Milch in der Re­gel gut ver­tra­gen. Soll­ten die Bauch­schmer­zen im­mer wie­der­keh­ren, wenn man ein Milch­pro­dukt ver­zehrt hat, soll­te un­be­dingt ein Arzt zu Ra­te ge­zo­gen wer­den. Der kann mit ei­nem Test schnell fest­stel­len, ob man an Lak­to­se-In­to­le­ranz lei­det. – Das be­deu­tet Lak­to­se: Das Wort Lak­to­se setzt sich aus dem latei­ni­schen Wort lac­tis = Milch und der En­dung -ose für Zu­cker zu­sam­men: Milch­zu­cker. Lak­to­se ist der na­tür­lich ent­hal­te­ne Zu­cker­an­teil in Milch­pro­duk­ten. – Das ge­schieht in un­se­rem Kör­per: Da­mit un­ser Kör­per den Milch­zu­cker ver­wer­ten kann, muss er bei der Ver­dau­ung in Ein­fach­zu­cker ge­spal­ten wer­den. Da­zu wird das En­zym Lak­ta­se be­nö­tigt, das in den Schleim­zel­len des Dünn­darms ge­bil­det wird. Wird zu we­nig Lak­ta­se pro­du­ziert, ge­langt die Lak­to­se un­ver­än­dert in den Dick­darm. Dort wird der Milch­zu­cker von Bak­te­ri­en zer­setzt und ver­daut. Da­durch ent­steht, ein­fach aus­ge­drückt, ein Gä­rungs­pro­zess, der hef­ti­ge Ver­dau­ungs­be­schwer­den aus­löst. – Die Sym­pto­me: Übel­keit, Bauch­schmer­zen, Bauch­ko­li­ken, Blä­hun­gen, Durch­fall, Mü­dig­keit, Glie­der­schmer­zen, Kopf­schmer­zen, Schlaf­stö­run­gen, Ab­ge­schla­gen­heit. – Ein wirk­sa­mes Mit­tel ge­gen das Lei­den gibt es lei­der noch nicht. Aber man kann viel tun, um das Lei­den zu lin­dern. – Und das kann man tun: Vor al­lem ist es not­wen­dig, sich milch­zu­cker­arm zu er­näh­ren. – Le­sen Sie un­be­dingt die Auf­lis­tung der In­halts­stof­fe auf den Nah­rungs­mit­tel­ver­pa­ckun­gen. Denn es ist ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben, dass al­le In­halts­stof­fe ge­nannt wer­den müs­sen. – Mei­den Sie Pro­duk­te mit Lak­to

se, Milch­zu­cker, Milch, Mol­ke- pul­ver. Bei un­ver­pack­ten Le­bens­mit­teln in der Bä­cke­rei oder beim Metz­ger, soll­ten Sie un­be­dingt nach­fra­gen, ob bei der Ver­ar­bei­tung Milch­pro­duk­te ver­wen­det wur­den. – Da Sie nicht ganz auf Milch ver­zich­ten soll­ten, denn der Kör­per braucht Kal­zi­um für Kno­chen und Zäh­ne, gibt es in fast al­len grö­ße­ren Le­bens­mit­tel­ge­schäf­ten lak­to­se­freie Milch oder Voll­milch, Kä­se, Quark, Jo­ghurt, Pud­ding, But­ter oder Spei­se­eis. Lak­to­se­freie Pro­duk­te er­kennt man an der Be­zeich­nung „Mi­nusL“oder „lak­to­se­frei“. – Möch­ten Sie auf Milch ver­zich­ten, sor­gen fri­sche Kräu­ter wie Pe­ter­si­lie, Schnitt­lauch oder Kres­se für ei­nen ho­hen Ge­halt an Kal­zi­um. Da­zu ge­hört auch fri­sches Ge­mü­se.

Da man nicht ganz auf Milch ver­zich­ten soll, gibt es mitt­ler­wei­le auch lak­to­se­freie Milch­pro­duk­te

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