Haus­mit­tel der Wo­che.

Lin­den­blü­ten stop­pen den Reiz­hus­ten.

Astrowoche - - Inhalt -

Die Linde ist in Eu­ro­pa hei­misch. Sie wächst be­vor­zugt dort, wo sie von Men­schen an­ge­pflanzt wird, auf Dorf­plät­zen, an Stra­ßen, Al­le­en und Parks oder auf Wie­sen. Wild kommt die Linde eher sel­ten vor. Es gibt vie­le Lin­den­ar­ten. In Mit­tel­eu­ro­pa sind Som­mer­lin­de und Win­ter­lin­de die häu­figs­ten Ar­ten. Die Som­mer­lin­de ist die Lin­den­art, die be­vor­zugt als Heil­pflan­ze an­ge­wen­det wird. Die Win­ter­lin­de und an­de­re Lin­den­ar­ten kann man je­doch auch zu Heil­zwe­cken ein­set­zen. Der Baum wird bis zu vier­zig Me­ter hoch. Die Blät­ter der Som­mer­lin­de sind groß, bis zu 15 cm breit und lang. Die Blät­ter der Win­ter­lin­de sind deut­lich klei­ner, et­wa 6 cm breit und 5 cm lang. Die in Trug­dol­den hän­gen­den Blü­ten er­schei­nen zwi­schen Ju­ni und Ju­li. Sie sind sehr be­liebt bei Bie­nen und wer­den eif­rig um­schwirrt. Aus der Lin­den­blü­te ent­wi­ckeln sich ku­ge­li­ge Früch­te mit Rip­pen. Lin­den­bäu­me kön­nen sehr alt wer­den, oft vie­le hun­dert Jah­re alt. Die in Lin­den­blü­ten ent­hal­te­nen Schleim­stof­fe kön­nen tro­cke­nen Reiz­hus­ten lin­dern. Denn wenn sie auf die Schleim­haut in Mund und Ra­chen ge­lan­gen, le­gen sie sich wie ei­ne Art Schutz- schicht dar­über. Das be­ru­higt die ge­reiz­te Schleim­haut. Lin­den­blü­ten­tee soll au­ßer­dem schweiß­trei­bend wir­ken. Wer er­käl­tet ist und Fie­ber hat, soll da­mit den grip­pa­len In­fekt „aus­schwit­zen“kön­nen. Lin­den­blü­ten kom­men in zahl­rei­chen Er­käl­tungs­tees vor, zie­hen Sie aber bei stär­ke­ren oder an­hal­ten­den Be­schwer­den den Arzt hin­zu.

Die­se In­halts­stof­fe ma­chen die Linde so wert­voll:

Als pflanz­li­che Me­di­zin kom­men die Lin­den­blü­ten zum Ein­satz. Sie ent­hal­ten et­wa ein Pro­zent Fla­vo­no­ide – vor al­lem die Sub­stan­zen Qu­er­ci­trin, Ru­tin und As­tra­ga­lin. Au­ßer­dem fin­den sich dar­in bis zu zehn Pro­zent Schleim­stof­fe, vor­wie­gend so­ge­nann­te Ara­bi­no­g­a­lac­ta­ne. In ge­rin­gen Men­gen kommt äthe­ri­sches Öl vor, das sich un­ter an- de­rem aus den Stof­fen Li­na­lool, Gera­ni­ol und Eu­ge­nol zu­sam­men­setzt.

An­wen­dung:

Linde kann man in­ner­lich, als Tee oder Tink­tur ge­gen Er­käl­tun­gen und Grip­pe ein­set­zen. Die häu­figs­te Art, Lin­den-Blü­ten an­zu­wen­den ist der be­rühm­te Lin­den­blü­ten­tee. Man kann ihn auch in Tee­mi­schun­gen ge­gen Er­käl­tung ver­wen­den. Für ei­nen Lin­den­blü­ten­tee über­gießt man ein bis zwei TL Lin­den­blü­ten mit ei­ner Tas­se ko­chen­dem Was­ser und lässt ihn zehn Mi­nu­ten zie­hen. An­schlie­ßend ab­sei­hen und in klei­nen Schlu­cken trin­ken. Von die­sem Tee trinkt man ein bis drei Tas­sen täg­lich. Au­ßer­dem hilft Linde ge­gen Ver­dau­ungs­be­schwer­den und Stö­run­gen des Ner­ven­sys­tems wie Kopf­schmer­zen oder Schlaf­stö­run­gen.

Frü­her war sie der Mit­tel­punkt ei­ner Ort­schaft: die Dor­f­lin­de. Sie galt als Sym­bol für Frie­den, Treue und Ge­rech­tig­keit

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