Mit Mars und Ve­nus: So fin­den Sie den Men­schen, der zu Ih­nen passt.

Astrowoche - - Vorderseite -

Auf ei­ner St­ein­ta­fel, die man in der Nä­he von Bag­dad aus­ge­gra­ben hat, steht un­ge­fähr fol­gen­der Satz: „Jetzt lau­fen Mars und Ve­nus Hand in Hand über den Him­mel und be­güns­ti­gen die Lie­be“. Nun, die­se Aus­sa­ge stammt nicht aus un­se­rer heu­ti­gen Zeit, son­dern wur­de be­reits 2000 Jah­re vor Chris­ti Ge­burt ge­schrie­ben. Aber sie gilt noch heu­te. Mars und Ve­nus di­ri­gie­ren die Lie­be. Da­bei küm­mert sich Mars um den Mann und Ve­nus um die Frau. Aber bei­de, Mann und Frau, müs­sen im­mer auch vom an­de­ren Pla­ne­ten Kennt­nis ha­ben.

Wid­der

Gleich, ob Frau oder Mann, der Wid­der ver­hält sich über­wie­gend mar­sisch, über­nimmt al­so die Initia­ti­ve. Ve­nu­sisch sein, al­so pas­siv sein und ab­war­ten kön­nen, ge­hört nicht zu sei­nem Re­per­toire. Es ist häu­fig so, dass so­gar ei­ne Wid­der-Frau die Initia­ti­ve er­greift. Das ist si­cher aus­ge­spro­chen reiz­voll, aber es hat sich in un­zäh­li­gen Bei­spie­len im­mer wie­der ge­zeigt, dass ei­ne Wid­der-Frau, die zu mar­sisch, al­so zu „männ­lich“auf­tritt, Män­ner in die Flucht treibt. Sie muss ih­re ve­nu­si­sche Sei­te stär­ken.

Stier

Stie­re sind in ers­ter Li­nie an Ve­nus ori­en­tiert, egal ob sie männ­lich oder weib­lich sind. Ein Stier-Mann tut sich da­her schwer, die Initia­ti­ve zu er­grei­fen, um ei­ne Frau, wie es so schön heißt, an­zu­ma­chen. Er war­tet. Bei ei­ner Frau ist die­ser Zug noch aus­ge­präg­ter. Sie war­tet – und manch­mal war­tet sie ihr gan­zes Le­ben. Stie­re müs­sen al­so ler­nen, ein biss­chen mar­si­scher zu wer­den, al­so auch ein­mal die Initia­ti­ve zu über­neh­men, mit die­ser Sei­te we­nigs­tens zu spie­len. Das macht sie so­gar äu­ßerst in­ter­es­sant.

Zwil­lin­ge

Zwil­lin­ge sind aus­ge­spro­che­ne All­round-Ty­pen, die so­wohl die mar­si­sche wie die ve­nu­si­sche Ver­füh­rungs­va­ri­an­te per­fekt be­herr­schen. Sie kön­nen im Null­kom­ma­nichts von ei­ner zur an­de­ren wech­seln. Das macht sie zu Men­schen, die, wenn sie es nicht wol­len, sel­ten al­lein sind. Trotz­dem gibt es ein Pro­blem, näm­lich, dass sie auf Dau­er dann doch zu we­nig ge­schlech­ter­spe­zi­fisch – al­so als Frau ve­nu­sisch und als Mann mar­sisch – auf­tre­ten.

Krebs

Kreb­se ha­ben es schwer im Be­zie­hungs­spiel. Im Grun­de sind sie we­der groß be­gabt dar­in, mar­sisch, al­so ak­tiv und for­dernd, noch ve­nu­sisch und ver­füh­re­risch auf­zu­tre­ten. Sie grei­fen zu schnell nach dem Mond, ih­rem per­sön­li­chen Re­gen­ten. Das be­deu­tet, dass sie ver­su­chen, an­de­ren et­was Gu­tes zu tun. Das kommt aber oft ganz falsch an, weil die­se sich an ih­re Mut­ter er­in­nert füh­len, was nicht im­mer von Vor­teil ist. Kreb­se müs­sen ein biss­chen in die Lie­bes­schu­le und ler­nen, wie man mar­sisch (als Mann) und ve­nu­sisch (als Frau) ver­führt.

Lö­we

Lö­wen set­zen sich au­to­ma­tisch in Sze­ne. Es ist ihr Kar­ma. Ent­spre­chend schnell zie­hen sie mensch­li­ches In­ter­es­se auf sich. Aber geht es dann zur Sa­che, sprich, es ge­fällt ih­nen je­mand, dann fehlt es ih­nen so­wohl an mar­si­scher als auch an ve­nu­si­scher Be­ga­bung. Frau­en wis­sen al­so nicht, wie man ve­nu­sisch ver­führt und Män­ner ha­ben zu we­nig Rou­ti­ne mit mar­si­schen Stra­te­gi­en. Das ist der Grund, war­um die­se tol­len Lö­we-Men­schen doch häu­fig auch al­lei­ne sind. Hier be­steht Lern­be­darf.

Jung­frau

Wenn es dar­um geht, ei­ne Be­zie­hung zu be­gin­nen, ge­hö­ren Jung­frau­en zu den hilf­lo­sen Men­schen. Sie sind aus­ge­spro­che­ne Lai­en, so­wohl im Um­gang mit Mars als auch mit Ve­nus. Sie ver­has­peln sich, re­den den Neu­en mit dem Vor­na­men von ih­rem Ex an – um nur zwei Bei­spie­le zu nen­nen. Für Jung­frau­en wä­re tat­säch­lich so et­was wir ei­ne Lie­bes­schu­le an­ge­bracht. Zum Trost: Die eher holp­ri­ge Ver­füh­rungs­ma­sche von Jung­frau­en hat auch ih­ren Charme. Das ist der Grund, war­um die­se Men­schen dann doch häu­fig in ei­ner Part­ner­schaft lan­den.

Waa­ge

Die Waa­ge ist die per­so­ni­fi­zier­te Ve­nus. Al­les an ihr ist ve­nu­sisch. Selbst wenn sie es gar nicht be­ab­sich­tigt, zeigt sie et­was vom Charme die­ser gött­li­chen Schön­heit. Ent­spre­chend wild ist das an­de­re Ge­schlecht hin­ter ihr her. Schlecht ist die an­de­re Sei­te,

die mar­si­sche, bei ih­nen ent­wi­ckelt. Das führt da­zu, dass in Si­tua­tio­nen, in de­nen es nö­tig ist, die Initia­ti­ve zu er­grei­fen, die Waa­ge ver­sagt. Für die Mar­sSei­te braucht sie Nach­hil­fe­un­ter­richt.

Skor­pi­on

Skor­pio­ne ver­fü­gen über ei­ne ganz be­son­de­re Mi­schung aus Mars und Ve­nus. Sie ist ak­tiv und pas­siv zugleich. Ent­spre­chend hoch ist Ih­re Er­folgs­quo­te im Be­zie­hungs­spiel. Man ge­rät bei Ih­nen buch­stäb­lich in ei­nen Rausch, wird süch­tig. Ein Pro­blem gibt es den­noch: Skor­pio­ne sind letzt­end­lich doch zu ak­tiv. Zwi­schen­durch braucht ei­ne Lie­bes­be­zie­hung auch mal Pau­sen, Ent­span­nung, ja, das auch, Ru­he vom an­dern. Das er­lebt dann ein Skor­pi­on schnell als Lie­bes­ent­zug.

Schüt­ze

Der Schüt­ze ist der klas­si­sche Ver­füh­rer mit ei­nem Pot­pour­ri aus mar­si­scher Of­fen­si­ve und ve­nu­si­scher Hin­ga­be. Egal, ob Mann oder Frau, was sie brin­gen, ge­hört mit zum Bes­ten. Sie sind auch durch­aus in der La­ge, an­de­ren, die nicht so ta­len­tiert und ge­schickt sind wie sie, Hil­fe­stel­lung zu leis­ten. Über­haupt soll­te man, wenn man sel­ber un­si­cher ist, ob man al­les rich­tig macht, Schüt­zen zu­ra­te zie­hen.

St­ein­bock

St­ein­bö­cke sind wun­der­ba­re Men­schen mit ei­nem star­ken Cha­rak­ter und gro­ßen Fä­hig­kei­ten, aber aus­ge­spro­che­ne Di­let­tan­ten beim Lie­bes­spiel. Hin- zu kommt, dass sie in al­ler Re­gel nicht be­reit sind, sich selbst in­fra­ge zu stel­len und zu ler­nen, wie man es bes­ser macht. Sie zie­hen ih­ren Stie­fel durch, der oft schlicht­weg bes­ten­falls un­be­hol­fen ist: Ent­we­der sie tra­gen zu dick auf oder sind schüch­tern und scheu. Sie ge­hö­ren ein­deu­tig zu den Stern­zei­chen, für die ei­ne Lie­bes­schu­le an­ge­bracht ist.

Was­ser­mann

Was­ser­män­ner sind ge­nia­le Ver­füh­rer. Sie ha­ben so­wohl ei­nen gu­ten Draht zu Mars als auch zu Ve­nus. In­so­fern ha­ben sie kei­ner­lei Pro­ble­me beim Flir­ten. Was ih­nen fehlt, sind die tie­fe­ren Tö­ne. Sie wir­ken oft auf­ge­setzt. Es fehlt an Re­so­nanz. Man glaubt ih­nen nicht recht. Das liegt si­cher dar­an, dass Was­ser­män­ner ganz ge­ne­rell mit tie­fe­ren Ge­füh­len ih­re Pro­ble­me ha­ben. Da­zu soll­ten sie sich selbst er­mun­tern: Ge­füh­le sind gut beim Lie­bes­spiel und ma­chen al­les noch schö­ner.

Fi­sche

Nep­tun, der Herr­scher von Fi­sche-Ge­bo­re­nen, gilt als hö­he­re Ok­ta­ve von Ve­nus. In­so­fern ist von vorn­her­ein klar, dass die­ses Stern­zei­chen die bes­ten und größ­ten Ver­füh­re­rin­nen und Ver­füh­rer sind. Manch­mal ent­steht tat­säch­lich der Ein­druck, sie be­sä­ßen ei­ne Art Ma­gie, die den­je­ni­gen, der ih­nen ge­fällt, hilf­los macht, bis er in ih­ren Ar­men liegt. We­ni­ger gut ist ih­re mar­si­sche Sei­te aus­ge­bil­det, was vor al­lem für männ­li­che Fi­sche ein Pro­blem wer­den kann: Sie füh­len sich hilf­los.

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