Je­der Traum ist ei­ne Bot­schaft des Uni­ver­sums

Was ha­ben Sie in der ver­gan­ge­nen Nacht ge­träumt? Konn­ten Sie flie­gen? Leb­ten Sie in ei­nem an­de­ren Land? Tauch­ten Men­schen aus der Ver­gan­gen­heit auf? In Träu­men ver­ar­bei­tet nicht nur un­ser Un­ter­be­wusst­sein Er­leb­tes, son­dern Träu­me sind auch ei­ne Qu­el­le uns

Astrowoche - - Lebenshilfe Magie -

Die Träu­me ha­ben schon im­mer die Men­schen fas­zi­niert. Sie ha­ben sie als Bot­schaf­ten von Gott an­ge­se­hen, als Aus­druck des Un­ter­be­wusst­seins, als Ent­rüm­pe­lungs­me­cha­nis­mus für die un­zäh­li­gen Sin­nes­ein­drü­cke und die In­for­ma­ti­ons­flut, der das Ge­hirn tag­täg­lich aus­ge­setzt ist, oder als to­ta­len Blöd­sinn. In un­se­rer mo­der­nen Welt igno­rie­ren die meis­ten Men­schen ih­re Träu­me, oder noch schlim­mer: Vie­le träu­men nicht ein­mal mehr. Das ist trau­rig, denn un­se­re Träu­me sind so viel mehr als nur Bot­schaf­ten des Un­ter­be­wusst­seins. Sie sind Bot­schaf­ten des Be­wusst­seins selbst, des uni­ver­sel­len Fel­des, das uns al­le mit­ein­an­der ver­bin­det. In Träu­men wur­den Men­schen wun­der­schö­ne Sym­pho­ni­en, er­he­ben­de Poe­sie und wis­sen­schaft­li­che Er­fin­dun­gen ge­ge­ben. Träu­me sind mehr als nur sym­bo­li­sche Bot­schaf­ten, Träu­me sind ma­gisch. Durch Ar­bei­ten mit den Träu­men kön­nen wir so­gar un­se­re Rea­li­tät ver­än­dern.

In vie­len al­ten Kul­tu­ren wur­de die Welt der Träu­me als echt an­ge­se­hen, als ei­ne se­pa­ra­te Welt, de­ren Re­geln von de­nen der im Wach­zu­stand er­leb­ten Welt ab­wi­chen, die aber auf ih­re ei­ge­ne Wei­se ge­nau­so echt war. In scha­ma­nis­ti­schen Kul­tu­ren wer­den Träu­me oft als Bot­schaf­ten vom Gro­ßen Geist an­ge­se­hen und war­nen vor Ge­fah­ren oder zei­gen dem Scha­ma­nen, wo Nah­rung oder Wild für den Stamm zu fin­den sind. Manch­mal zeigt sich ein Kraft­tier erst in ei­nem Traum, be­vor es zum dau­er­haf­ten Be­schüt­zer wird. Un­ter Scha­ma­nen ist der Glau­be weit ver­brei­tet, dass man den Traum der kol­lek­ti­ven Er­fah­rung ver­än­dern und ei­ne an­de­re, bes­se­re Rea­li­tät durch Träu­men ins Le­ben ru­fen kann. Nach der Yo­gaPhi­lo­so­phie sind der Wach- und der Traum­zu­stand glei­cher­ma­ßen re­al, oder ge­nau­er ge­sagt, glei­cher­ma­ßen un­re­al. Man könn­te sa­gen, das Le­ben ist ein Traum. Im traum­lo­sen Schlaf­zu­stand ist man der Wahr­heit und sei­nem wah­ren Selbst am nächs­ten, doch ist dies ein Zu­stand der Träg­heit, in dem der Schlei­er der Un­wis­sen­heit im­mer noch exis­tiert und des­halb wird ei­nem in die­sem Zu­stand auch nicht die wah­re Na­tur der Rea­li­tät und des Be­wusst­seins of­fen­bart. Wenn man be­ginnt das Le­ben als Traum zu se­hen und Träu­me als Wirk­lich­keit, dann ver­schiebt man sein Be­wusst­sein und be­kommt ei­ni­ge sehr tie­fe Ein­sich­ten.

Do­ro­thea So­ler hat in ih­rem Traum­deu­tungs-Buch ein paar in­ter­es­san­te Fak­ten zu­sam­men­ge­tra­gen: Wir ver­brin­gen un­ge­fähr ein Drit­tel un­se­res Le­bens schla­fend. Pro Nacht träu­men wir da­bei ein bis zwei St­un­den und ha­ben da­bei vier bis sie­ben ver­schie­de­ne Träu­me. So­mit ver­brin­gen wir al­so ca. sechs Jah­re un­se­res Le­bens in ei­ner an­de­ren Welt! Träu­me sind laut So­ler kei­ne Pro­phe­zei­un­gen: Es ist klar, dass du nicht stirbst, wenn du in ei­nem Traum von ei­nem Traum fällst. Wenn du träumst, dass je­mand stirbt, der dir na­he steht, ist dies auch kei­ne War­nung. Die Träu­me sa­gen nicht die Zu­kunft vor­aus. Je­doch kön­nen sie zur Selbst­er­kennt­nis ver­hel­fen. Sie un­ter­stüt­zen uns im Um­gang mit Si­tua­tio­nen, in de­nen wir rat­los oder un­ent­schlos­sen sind.

Träu­me sind ei­ne Qu­el­le der In­spi­ra­ti­on und in­ne­ren Kraft. Was nachts zu uns spricht, ist das uni­ver­sel­le Be­wusst­sein oder wenn Sie es lie­ber an­ders be­nen­nen wol­len: Gott/Göt­tin/Al­les-was-exis­tiert. Der Sinn der Träu­me ist, uns mit spi­ri­tu­el­ler Weis­heit zu seg­nen, da­mit wir spi­ri­tu­ell wach­sen kön­nen und dem Eins­sein nä­her kom­men, zu Wahr­heit, per­sön­li­cher Macht, Er­leuch­tung und zum Göt­tin/Al­lem-was-exis­tiert ge­führt wer­den. Je­de Nacht spricht das Uni­ver­sum mit uns, in un­se­ren Her­zen, in un­se­ren Träu­men. Es liegt an uns ihr zu­zu­hö­ren. Eben­so liegt es an uns Ge­hirn und Herz zu ge­brau­chen, um die tie­fe­re Be­deu­tung des im Traum Ge­zeig­ten zu er­grün­den.

Des­halb las­sen Sie die­se wich­ti­gen Bot­schaf­ten nicht ent­wi­schen. Füh­ren Sie ein Traum­ta­ge­buch, in das Sie so­fort Ih­re Traum-Er­leb­nis­se no­tie­ren, so­bald Sie auf­wa­chen. Wenn Sie zu­erst du­schen oder früh­stü­cken, ist der Traum schon so ver­blasst, dass Sie sich kaum noch oder gar nicht mehr dar­an er­in­nern.

Es gibt kei­ne sinn­lo­sen Träu­me. Je­der Traum ist ei­ne Bot­schaft!

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