Wie kann ich mei­ne Ide­en ver­wirk­li­chen?

Astrowoche - - Das Titelthema Der Woche -

Es gibt Zei­ten, da fal­len Ide­en vom Him­mel. Sie nis­ten sich im Kopf ein, ähn­lich ei­nem Ei in ei­nem Nest. Und so, wie ein Vo­gel dann die­ses Ei aus­brü­tet, da­mit dann ir­gend­wann ein glück­li­ches Vö­ge­lein ent­schlüp­fen kann, möch­ten wir Men­schen, dass un­se­re Ide­en aus­ge­brü­tet und Wirk­lich­keit wer­den. Im Mo­ment be­fin­det sich Mer­kur am En­de des Wid­der-Zei­chens und wird in Bäl­de in den Stier ein­zie­hen. Zu­gleich läuft am Him­mel ein Qua­drat zwi­schen Nep­tun und Mars. Da geht es in un­se­rem Kopf zu wie in ei­nem Bie­nen­schwarm.

Wid­der

Wid­der ha­ben ein in­ni­ges Ver­hält­nis zu ih­rem Kopf. Das ist auch der Grund, war­um sie von Ide­en re­gel­recht bom­bar­diert wer­den. Aber genau­so schnell, wie sie kom­men, ge­hen sie auch wie­der. Das ist scha­de, denn die­se Men­schen sind zu gro­ßen, kos­mi­schen Vi­sio­nen fä­hig, die al­ler­dings nicht hopplahopp um­ge­setzt wer­den kön­nen, son­dern Zeit und Ge­duld be­nö­ti­gen. Je äl­ter Wid­der wer­den, um­so eher brau­chen sie We­ge, um sich zu sam­meln. Am bes­ten sind Yo­ga und Me­di­ta­ti­on.

Stier

Stie­re sind Prak­ti­ker. Das zeigt sich auch da­rin, dass sie zwar eher we­ni­ger Ide­en ent­wi­ckeln, aber die­se da­für dann um­zu­set­zen wis­sen. Man hat bei ih­nen fast den Ein­druck, sie be­kom­men nur Ide­en, die fast schon ver­wirk­licht sind oder zu­min­dest, bei de­nen der Weg, wie sie zu ver­wirk­li­chen sind, gleich mit­ge­lie­fert wird. Das ist na­tür­lich äu­ßerst prak­tisch. Der Nach­teil lau­tet, dass die­sen Men­schen mit der Zeit et­was fehlt, was ihr Le­ben in­ter­es­sant und ab­wechs­lungs­reich macht, näm­lich neue Ide­en.

Zwil­lin­ge

Zwil­lin­ge sind mit dem Pla­ne­ten Mer­kur ver­bun­den. Er ist ihr Herr­scher­pla­net. Und die­ser Pla­net wie­der­um ist wie ein Schiff, das ih­re Ge­dan­ken trägt. In­so­fern ha­ben Zwil­lin­ge nicht nur ei­ne, auch nicht nur zwei Ide­en in ih­rem Kopf, son­dern ei­gent­lich un­end­lich vie­le. Au­to­ma­tisch er­gibt sich da­durch ers­tens das Pro­blem, wel­che Ide­en man an­pa­cken und rea­li­sie­ren soll, und zwei­tens, wie man sie um­set­zen kann. Was ih­nen hilft, ist, sich zu sam­meln, zum Bei­spiel durch Yo­ga und Me­di­ta­ti­on.

Krebs

Kreb­se ha­ben es raus, wie man Ide­en in die Tat um­setzt. Das be­ginnt schon da­mit, dass sie nicht un­un­ter­bro­chen von Ide­en heim­ge­sucht wer­den, son­dern an­schei­nend von vorn­her­ein schon ei­ne Aus­wahl ge­trof­fen wird. Des Wei­te­ren ver­fah­ren sie mit ei­ner Idee tat­säch­lich bei­na­he wie ein Vo­gel: Sie brü­ten sie aus, ha­ben da­bei ei­ne En­gels­ge­duld und das nö­ti­ge Selbst­be­wusst­sein, um er­folg­reich zu sein. Ein Pro­blem gibt es, näm­lich, dass Kreb­se selbst zu we­nig an ih­re Ide­en glau­ben.

Lö­we

Lö­wen sind Son­nen­ge­schöp­fe, d. h. ge­tra­gen von ei­ner in­ne­ren Ru­he und Aus­ge­gli­chen­heit. Das macht sich dann auch da­rin be­mer­kbar, wie sie mit Ide­en um­ge­hen. Zu­nächst ein­mal ist es so, dass sie nicht so vie­le Ide­en be­kom­men wie an­de­re Stern­zei­chen. Aber da­für sind sie wich­tig und et­was wert. Des Wei­te­ren be­han­deln sie dann ih­re kost­ba­ren Ide­en ent­spre­chend auf­merk­sam und kon­se­quent, was dann auch häu­fig da­zu führt, dass sie Rea­li­tät wer­den.

Jung­frau

Jung­frau­en sind wie Zwil­lin­ge mit dem Pla­ne­ten Mer­kur aufs Engs­te ver­bun­den. Er ist ihr Herr­scher­pla­net. Das ga­ran­tiert von vorn­her­ein ei­ne re­gel­rech­te Flut von Ide­en. Da die­se Men­schen vom Ele­ment her Er­de sind, sind sie in der La­ge, ih­re Ide­en auch in die Tat um­zu­set­zen. Al­ler­dings schei­tern Jung­frau­en an ei­ner Art „Über­flu­tung“. Sie ver­su­chen näm­lich nicht nur ei­ne, son­dern gleich meh­re­re Ide­en in die Tat um­zu­set­zen, was na­tür­lich in al­ler Re­gel zum Schei­tern ver­ur­teilt ist. Sie müs­sen ler­nen, be­schei­den vor­zu­ge­hen.

Waa­ge

Die Waa­ge ist be­kannt da­für, dass sie sich schwer ent­schei­den kann. Das macht sich ganz be­son­ders dann be­mer­kbar, wenn es dar­um geht, aus den vie­len Ide­en, die die­se Men­schen er­hal­ten, ei­ne aus­zu­wäh­len. Al­ler­dings ist es dann genau­so schwer, sich

für ei­nen Ver­wirk­li­chungs­weg zu ent­schei­den. Sie blei­ben al­so häu­fig auf hal­bem Weg zum Ziel ste­cken. Was ih­nen hilft, sind an­de­re Men­schen, mit de­nen sie dann ge­mein­sam leich­ter ei­ne Po­si­ti­on be­zie­hen kön­nen.

Skor­pi­on

Skor­pio­ne sind ähn­lich wie Krebs-Ge­bo­re­ne aus­ge­spro­chen gut in der La­ge, ih­re Ide­en zu ver­wirk­li­chen. Das be­ginnt schon da­mit, dass an­schei­nend ei­ne Art kos­mi­sche Vor­aus­wahl exis­tiert, die nur wich­ti­ge und gu­te Ide­en an sie her­an­lässt. Dann ver­fah­ren sie, wie es bei Krebs-Ge­bo­re­nen be­reits be­schrie­ben wur­de: Sie las­sen sich Zeit und „brü­ten“ih­re Ide­en aus.

Schüt­ze

Der Schüt­ze ist der ge­bo­re­ne Ide­en-Pro­du­zent. Bei­na­he un­un­ter­bro­chen ge­hen ihm neue (und durch­aus auch al­te) Ide­en durch den Kopf. Selbst, wenn er ver­sucht, sich ge­gen die­se Flut von Ide­en ab­zu­schot­ten, ge­lingt ihm das kaum. Und na­tür­lich wol­len sie al­le – oder we­nigs­tens ih­re bes­ten – Ide­en auch so­fort um­set­zen und ver­wirk­li­chen. Ge­nau dann taucht ih­re Schwä­che auf, näm­lich, dass sie we­nig Aus­dau­er ha­ben und da­her meis­tens auf hal­bem Weg zum Ziel ste­hen blei­ben und schei­tern. Sie müs­sen ler­nen, sich auf ein Ziel zu kon­zen­trie­ren und nicht auf­zu­ge­ben, be­vor sie es er­reicht ha­ben. Was ih­nen hilft, sind Yo­ga und Me­di­ta­ti­on.

St­ein­bock

St­ein­bö­cke sind Rea­lis­ten, die im Lau­fe ih­res Le­bens im­mer per­fek­ter da­rin wer­den, ih­re Ide­en zu rea­li­sie­ren. Es scheint auch so, dass sie von vorn­her­ein, nur sol­che Ide­en be­kom­men, die auch rea­li­sier­bar sind. Das ist mit ein Grund, war­um die­se Men­schen so er­folg­reich sind. Es gibt aber auch ei­nen Nach­teil, näm­lich, das ihr Le­ben lang­wei­lig und ein­tö­nig wird.

Was­ser­mann

Was­ser­män­ner sind ähn­lich wie Schüt­ze-Ge­bo­re­ne mit ei­ner Qu­el­le im Kos­mos ver­bun­den, aus der bei­na­he stän­dig Ide­en „spru­deln“. Ihr Pro­blem ist eher, nicht ab­schal­ten zu kön­nen. Sie tun sich dann aber auch schwer, ih­re Ide­en zu ver­wirk­li­chen. Es fehlt ih­nen an der nö­ti­gen Aus­dau­er, und sie las­sen sich leicht ab­len­ken.

Fi­sche

Fi­sche-Ge­bo­re­ne sind be­son­ders sen­si­bel, was auch da­zu führt, dass sie manch­mal von Ide­en re­gel­recht über­schwemmt wer­den. Ei­ne Fi­sche-Frau sag­te mir ein­mal: „manch­mal er­trin­ke ich fast in mei­nen Ide­en.“Es fällt dann auch schwer, ein­zel­ne Ide­en zu rea­li­sie­ren. An­de­rer­seits ist es aber auch so, dass die­se Men­schen über ei­ne be­son­de­re Ga­be ver­fü­gen: Wich­ti­ge Ide­en ver­wirk­li­chen sich wie von selbst, oh­ne ihr Zu­tun. Ei­gent­lich kön­nen die­se Men­schen dar­auf ver­trau­en, dass al­les, was wirk­lich wich­tig für sie ist, auch ein­tritt.

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