Die Kraft der Selbst­hei­lung

Vie­le kör­per­li­che Be­schwer­den sind der Aus­druck von ur­al­ten Ver­let­zun­gen bis hin zu Trau­ma­ta: Uns schlägt et­was auf den Ma­gen, wir zer­bre­chen uns den Kopf oder kön­nen et­was nicht ver­dau­en. Frie­de­ri­ke Rath schreibt über ei­ne Me­tho­de, bei der uns die En­gel

Astrowoche - - Lebenshilfe Magie -

Al­le Er­fah­run­gen, die wir ge­macht ha­ben, po­si­ti­ve wie ne­ga­ti­ve, al­le Trau­ma­ta, die es in un­se­rem Le­ben ge­ge­ben hat, sind in un­se­rem Kopf in den Zwi­schen­räu­men zwi­schen den Ner­ven­zel­len ge­spei­chert. Wir kön­nen in die­sem Zu­sam­men­hang auch vom mor­phi­schen Feld spre­chen. Die­ses mor­phi­sche Feld wird nun an­dau­ernd dar­auf hin­ge­wie­sen, wo es noch et­was zu hei­len gibt. Die­ses so­ge­nann­te Trig­gern führt zu höchst un­an­ge­neh­men Ge­füh­len, so­lan­ge die Trau­ma­ta nicht ge­heilt wer­den. Je­des Mal, wenn es ge­trig­gert wird, ent­lädt sich das Trau­ma in den ge­sam­ten Kör­per. Be­trof­fen von die­ser Ent­la­dung sind zu­nächst die um­lie­gen­den Ner­ven­zel­len und von dort aus die Or­ga­ne. Bei dem ei­nen Men­schen ist es das Herz, beim nächs­ten die Haut oder ein an­de­res Or­gan. Wenn das über Jah­re so geht, schlägt sich die Fehl­rei­zung ir­gend­wo im Kör­per nie­der. Und wenn die fal­sche, an­dau­ern­de Span­nung im­mer wei­ter an­hält, wer­den Kör­per­zel­len über­reizt (so ent­ste­hen Herz­rhyth­mus­stö­run­gen), wird das Im­mun­sys­tem ge­schwächt (so ent­ste­hen stän­dig wie­der­keh­ren­de In­fek­ti­ons­krank­hei­ten und All­er­gi­en), ver­lie­ren Zel­len das Wis­sen über ih­re ei­gent­li­che Auf­ga­be im Kör­per (so ent­steht letzt­lich wohl Krebs). Wenn dein Im­mun­sys­tem oder sons­ti­ge Or­ga­ne stark ge­schwächt sind, heißt das, du soll­test nicht nur das Trau­ma hei­len, son­dern auch die aku­ten Be­schwer­den von ei­nem Arzt be­han­deln las­sen.

So oder so ähn­lich fühlt es sich an, wenn Trau­ma­ta sich in den Kör­per ent­la­den: – Ich ha­be Herz­ra­sen. – Ich ha­be oder be­kom­me re­gel­mä­ßig Hau­taus

schlag. – Ich ha­be Ma­gen­schmer­zen. – Ich ha­be Schmer­zen im Un­ter­bauch. – Ich be­kom­me kei­ne Luft mehr. – Ich ha­be Hals- oder Oh­ren­schmer­zen. – Ich ha­be To­des­angst.

Der al­les ent­schei­den­de Schritt – und den kannst nur du selbst tun, aus dei­nem frei­en Wil­len her­aus – ist der, über­haupt hin­zu­schau­en und fest­zu­stel­len: Ich ha­be da ein Pro­blem. Wenn du nicht er­kennst, dass es ein Pro­blem gibt, das die En­gel lö­sen kön­nen, dann wird nichts pas­sie­ren. Die­sen ei­nen, ent­schei­den­den Schritt kann dir nie­mand ab­neh­men. Es kann üb­ri­gens al­les Mög­li­che pas­sie­ren, bis du end­lich mal hin­schaust, was so in dei­nem Le­ben ei­gent­lich auf­ge­räumt wer­den soll­te. Vi­el­leicht be­kommst du von oben eins auf den De­ckel oder du stol­perst selbst. Wenn das al­les nichts nützt, wird ir­gend­wann ein mah­nen­der kör­per­li­cher Spie­gel kom­men: ei­ne Krank­heit.

So funk­tio­niert die URZL-Me­tho­de:

Schritt 1: Ist-Zu­stand Be­gin­ne mit dem Ist-Zu­stand. Was fühlst du in dei­nem Kör­per? Wo ist et­was nicht in Ord­nung? Wo tut dir et­was weh? Oder hast du ne­ben dei­ner Selbst­dia­gno­se schon ei­ne ärzt­li­che? Pro Or­gan oder Stel­le in dei­nem Kör­per lis­test du nun all dei­ne Pro­blem­zo­nen Punkt für Punkt auf. Wich­tig ist, dass du in dich hin­ein­spürst und her­aus­fin­dest, was dich be­las­tet und wie sich das an­fühlt. Wel­che Ängs­te, Zwei­fel lie­gen dir auf dem Her­zen? Was schlägt dir auf den Ma­gen? Was las­tet auf dei­nen Schul­tern, zer­bricht dir den Kopf, hast du dir ans Bein ge­bun­den? Was hast du noch nicht ver­daut? Was kannst du nicht los­las­sen (Bla­se)? Wo musst du die Zäh­ne zu­sam­men­bei­ßen? Bist du trau­rig (Nie­re), raufst du dir die Haa­re, kannst du was nicht hö­ren, willst du et­was nicht mehr schlu­cken (Schild­drü­se)? Usw.

Schritt 2: Ur­sa­che Be­schrän­ke dich bit­te nun im­mer auf ei­nen ein­zi­gen Punkt auf der Lis­te der Ist-Zu­stän­de, um die Ur­sa­che da­für zu su­chen. Stell dir zu dem Ist-Zu­stand ein paar Fra­gen: Hast du ei­ne ähn­li­che Si­tua­ti­on schon ein­mal er­lebt? Bei wel­chen Ge­le­gen­hei­ten? Was für Er­in­ne­run­gen kom­men dir, wenn du an die wie­der­hol­te Si­tua­ti­on denkst? Lass dir Zeit. Die En­gel tun nichts, was du nicht willst. Du ent­schei­dest, wann für dich der rich­ti­ge Zeit­punkt ist, um kör­per­li­che Be­schwer­den und ih­re Ur­sa­chen aus dei­nem Kör­per zie­hen zu las­sen.

Schritt 3: Lö­sung Wenn du so weit bist, bit­test du die En­gel dei­nes Ver­trau­ens, dir die er­kann­te Ur­sa­che her­aus­zu­zie­hen. Fra­ge dich: Wo in mei­nem Kör­per füh­le ich die Scho­ck­ener­gie? Wo sitzt die­ses ne­ga­ti­ve Ge­fühl, die­se Angst, die­ses Ver­hal­tens­mus­ter? Du fragst die En­gel, wie oft du lang­sam tief ein- und aus­at­men sollst. Sie wer­den dir ei­ne Zahl nen­nen. Du at­mest aus­schließ­lich durch die Na­se ein und aus, tief und ru­hig, wäh­rend sie die Ur­sa­che raus­zie­hen.

Schritt 4: Nach­kon­trol­le Es fühlt sich leich­ter, bes­ser an, die Be­schwer­den las­sen nach. In dei­nem Kör­per fühlst du dich fried­lich, ein­fach an­ders. Su­per, al­les gut. Es kommt ein Zwei­fel auf. Dann kann gleich der nächs­te Punkt ana­ly­siert wer­den. Schau dir den Zwei­fel ganz ge­nau an. Es kann im­mer wie­der pas­sie­ren, dass meh­re­re ge­spei­cher­te Si­tua­tio­nen ne­ben­ein­an­der lie­gen. Wenn jetzt die ers­te raus­ge­zo­gen ist, ver­än­dert sich das Gleich­ge­wicht im Kör­per und die Scho­ck­ener­gie-Nach­barn wol­len auch raus­ge­zo­gen wer­den. So ent­steht ei­ne wun­der­vol­le Ket­ten­re­ak­ti­on und die Ener­gie­po­ten­zia­le in dei­nem Kör­per dür­fen end­lich auf­hö­ren, im­mer wie­der die Trau­maSi­tua­ti­on nach­zu­spie­len. Sie dür­fen end­lich wie­der ins Licht mar­schie­ren.

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