All­er­gi­en:

So hilft die Hyp­no­se-The­ra­pie.

Astrowoche - - Vorderseite -

Vier von fünf Pa­ti­en­ten be­schleicht Angst­ge­füh­le beim Ge­dan­ken an den fäl­li­gen Zahn­arzt­be­such. Um ih­nen die Be­hand­lung zu er­leich­tern, ver­set­zen im­mer mehr Zahn­ärz­te ih­re Pa­ti­en­ten in Hyp­no­se.

Mit­hil­fe der Hyp­no­se-The­ra­pie lin­dern Me­di­zi­ner neu­er­dings so­gar man­che All­er­gi­en. Hyp­no­se hat sich auch be­währt bei psy­chi­schen Pro­ble­men und Blut­hoch­druck so­wie Mi­grä­ne, Reiz­ma­gen und Durch­blu­tungs­stö­run­gen.

Für man­che Pa­ti­en­ten ist die Hyp­no­se-The­ra­pie ei­ne Art ma­gi­sche Me­di­zin. Vie­le Men­schen den­ken da­bei an Show-Hyp­no­ti­seu­re und neh­men an, dass man durch ma­gi­sche Bil­der oder Zau­ber­for­meln in ei­ne Art Be­wusst­lo­sig­keit fällt und dann auf Be­fehl des Hyp­no­ti­seurs von sei­nen Lei­den ge­heilt ist. Aber das ist al­les Un­sinn. Die The­ra­peu­ten be­to­nen im­mer wie­der, dass bei der me­di­zi­ni­schen Hyp­no­se kei­ner­lei Ma­gie im Spiel ist.

In Hyp­no­se be­steht ein Zu­stand in­ten­siv nach in­nen ge­rich­te­ter Auf­merk­sam­keit, er­klä­ren die Ex­per­ten. Mit Be­wusst­lo­sig­keit hat das nichts zu tun. Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät Man­ches­ter ha­ben die Mög­lich­kei­ten der Hyp­no­seThe­ra­pie in meh­re­ren Stu­di­en un­ter­sucht und die er­staun­li­che Heil­wir­kung bei den be­reits er­wähn­ten Krank­hei­ten nach­ge­wie­sen.

Bei ei­ner me­di­zi­ni­schen Hyp­no­se ver­setzt der The­ra­peut sei­nen Pa­ti­en­ten mit ru­hi­ger Stim­me in ei­nen Zu­stand tie­fer Ent­span­nung. Er malt vor dem in­ne­ren Au­ge sei­nes Pa­ti­en­ten be­stimm­te Bil­der, die an­ge­neh­me As­so­zia­tio­nen aus­lö­sen. Der Pa­ti­ent ge­rät kei­nen Au­gen­blick in wil­len­lo­se Tran­ce, wie das oft bei Büh­nen­shows der Fall ist. Bei der me­di­zi­ni­schen Hyp­no­se ist es wich­tig, dass der Pa­ti­ent mit sei­nem The­ra­peu­ten spre­chen kann. Denn die Hei­lung, zu der man ihn an­regt, kann der Pa­ti­ent am En­de nur selbst er­rei­chen. Das ge­schieht je­doch, in­dem er sei­ne Le­bens­si­tua­ti­on emo­tio­nal ganz neu er­lebt und dann wo nö­tig än­dert.

Auf die­se Wei­se be­kommt der The­ra­peut nicht nur psy­chi­sche Lei­den, son­dern auch or­ga­ni­sche Er­kran­kun­gen in den Griff, wie zum Bei­spiel schwer heil­ba­re Haut­lei­den und All­er­gi­en.

Un­ter dem Ein­fluss der me­di­zi­ni­schen Hyp­no­se wird die kör­per- ei­ge­ne Pro­duk­ti­on haut­schä­di­gen­der Bo­ten­stof­fe deut­lich re­du­ziert und die Ent­zün­dun­gen klin­gen da­durch bes­ser ab.

Die Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät Man­ches­ter fan­den bei ih­ren Stu­di­en her­aus: Wenn die Psy­che des Pa­ti­en­ten wie­der in Ord­nung kommt, kann oh­ne Wei­te­res auch all­er­gi­sches Haut­ju­cken und so­gar Asth­ma deut­lich ge­lin­dert wer­den.

Das soll­ten Sie be­ach­ten: Ei­ne Hyp­no­se-The­ra­pie wird von den ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­sen nur in Aus­nah­me­fäl­len auf An­trag über­nom­men. Auch bei den Pri­vat­kas­sen sind die Kos­ten­über­nah­me­re-

Die er­staun­li­che Heil­wir­kung ei­ner Hyp­no­sethe­ra­pie wur­de bei be­stimm­ten Krank­hei­ten wis­sen­schaft­lich nach­ge­wie­sen

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