All­gei­ers Astro­wis­sen.

Der Schlüs­sel zu ei­nem ge­sun­den Le­ben.

Astrowoche - - Inhalt -

Das 6. Haus ist in­so­fern ein sehr wich­ti­ges Haus für uns, da wir aus ihm und sei­ner An­la­ge un­se­re Ge­sund­heit – ob eher stark oder schwach – er­se­hen kön­nen. In ihm ver­birgt sich kon­kret auch un­se­re größ­te Krank­heits­an­fäl­lig­keit. Da­ne­ben hat das 6. Haus mit dem An­ge­stell­ten­da­sein zu tun. Es ver­rät uns, ob wir loya­le Mit­ar­bei­ter sind, die sich gut in Ar­beits­pro­zes­se ein­fü­gen kön­nen und kol­le­gi­al sind oder ob wir Ty­pen sind, die sich we­ni­ger gut un­ter­ord­nen kön­nen, im­mer wie­der an­ecken und da­her auch bes­ser in ei­ner frei­be­ruf­li­chen Tä­tig­keit auf­ge­ho­ben wä­ren. Das 6. Haus hat nicht zu­letzt sehr viel mit Ver­ant­wor­tung zu tun.

Ei­nes ist klar: Wenn wir krank sind, dann kön­nen wir auch kei­ne gu­te Ar­beits­leis­tung brin­gen. Das ist der Grund, war­um dem 6. Haus die Ge­sund­heit wie die Ar­beits­kraft zu­ge­ord­net sind. In der Astro­lo­gie den­ken wir ja in den so­ge­nann­ten Ana­lo­gi­en, die über­haupt nicht na­tur­wis­sen­schaft­lich zu be­grün­den, aber den­noch un­ge­mein lo­gisch sind. Im 6. Haus sol­len wir un­se­re Ta­len­te, die wir im 5. Haus schöp­fe­risch zum Aus­druck brin­gen, mit un­se­rer Ar­beits­kraft ver­bin­den bzw. in un­se­re Ar­beit in­te­grie­ren. Ob wir im Le­ben zu et­was kom­men, ist na­tür­lich auch ganz eng mit un­se­rer Schaf­fens­kraft ver­knüpft. Vie­le Men­schen ha­ben tol­le Ta­len­te und kön­nen die­se nicht um­set­zen, weil ih­nen ent­we­der der Ver­wirk­li­chungs­sinn oder (und) die Kraft der Um­set­zung fehlt. Und wenn wir krank sind, um wie­der auf die Ge­sund­heit zu­rück­zu­kom­men, ist ein­fach al­les blo­ckiert. Un­ser Ver­lan­gen, et­was zu schaf­fen im Le­ben, er­hält dann ei­nen gro­ßen Dämp­fer, wird ab­rupt ge­stoppt. In die­sen für vie­le über­ra­schen­den Le­bens­um­stand ge­ra­ten ge­ra­de in un­se­rer mo­der­nen Zeit, in der nur Leis­tung, Leis­tung und noch­mals Leis­tung zäh­len, vie­le Men­schen. Sie ha­ben ver­ges­sen, et­was für ih­ren Kör­per und ih­re Psy­che zu tun, die im 12. Haus an­ge­sie­delt ist, das dem 6. Haus ge­gen­über­liegt. Wir kön­nen uns nicht nur aus­powern, oh­ne gleich­zei­tig neue Ener­gie zu ge­win­nen. Dem klas­si­schen Bu­si­ness-Men­schen, der im­mer be­schäf­tigt ist, der nie Zeit hat, kei­ne Pau­sen macht und die Nah­rung nur im Vor­über­ge­hen zu sich nimmt, der muss frü­her oder spä­ter an Bur­nout oder sonst wie er­kran­ken. Blut­hoch­druck und Herz­er­kran­kun­gen sind die ganz ty­pi­schen Aus­wüch­se un­se­rer Leis­tungs­ge­sell­schaft, in der wir eben im­mer un­ter Druck ste­hen und in der un­ser Le­ben zu­neh­mend un­na­tür­li­che Zü­ge an­nimmt. Wenn Blut­hoch­druck und Herz­rhyth­mus­stö­run­gen auf­tau­chen, be­gin­nen die ei­nen um­zu­keh­ren und sich auf ei­nen ge­sun­den Le­bens­wan­del zu be­sin­nen, wäh­rend die an­de­ren ge­nau­so wei­ter­ma­chen wie bis­her und ih­re An­fäl­lig­kei­ten ein­fach mit mo­der­ner Me­di­zin un­ter­drü­cken und in Schach hal­ten. In un­se­rer Zeit ent­ste­hen fort­wäh­rend rie­si­ge Wirt­schafts­zwei­ge, die uns hel­fen sol­len, wie­der auf ei­nen ge­sun­den Weg zu­rück­zu­füh­ren. Es gibt zahl­rei­che Fit­ness­stu­di­os, Yo­ga-In­sti­tu­te, un­zäh­li­ge Heil­prak­ti­ker, Er­näh­rungs­be­ra­ter und, und, und. Der letz­te Schrei mo­men­tan ist das ve­ga­ne Es­sen. Al­les gu­te Din­ge, die uns tat­säch­lich hel­fen kön­nen. Aber, zäu­men wir da­bei nicht das Pferd von hin­ten auf? Im as­tro­lo­gi­schen Sin­ne geht es in Hin­blick auf das 6. Haus und un­se­re Ge­sund­heit in ers­ter Li­nie im­mer um die Le­bens­füh­rung und um Le­bens­ge­wohn­hei­ten, die manch­mal ge­än­dert wer­den müs­sen. Be­tritt z. B. Sa­turn im Tran­sit un­ser 6. Haus, dann ist die­se von kos­mi­scher Sei­te ein Hin­weis, ja noch mehr ei­ne deut­li­che War­nung, dass wir ge­sund­heit­lich nun end­lich et­was tun müs­sen, in­dem wir et­wa un­se­re Er­näh­rung um­stel­len, wie­der mehr Sport trei­ben usw. Das Groß­ar­ti­ge an der Astro­lo­gie ist, dass uns das in­di­vi­du­el­le Horoskop dann auch noch fes­te An­halts­punk­te da­für lie­fert, was genau ge­tan wer­den muss, da­mit die Ge­sund­heit bes­ser wird bzw. sta­bil bleibt. Na­tür­lich soll auch das Horoskop nie­mals den Arzt oder Heil­prak­ti­ker er­set­zen. Heut­zu­ta­ge gibt es aber wie­der zu­neh­mend Al­ter­na­tiv­me­di­zi­ner, die sich das kost­ba­re Wis­sen der Astro­lo­gie zu­nut­ze ma­chen, um ih­ren Pa­ti­en­ten zu hel­fen. Vie­le Ärz­te er­lern­ten in der Blü­te­zeit der Astro­lo­gie, die im­mer­hin bis zur Ära des Ba­rock im 17. Jahr­hun­dert an­dau­er­te und dann all­mäh­lich von der Epo­che der Auf­klä­rung zu­rück­ge­drängt wur­de, be­reits wäh­rend ih­res Stu­di­ums die Gr­und­zü­ge der Astro­lo­gie und ih­re An­wen­dung im me­di­zi­ni­schen Be­reich. Pa­ra­cel­sus (1493 – 1541), der Weg­be­rei­ter der mo­der­nen Me­di­zin, präg­te ja da­mals auch den be­rühm­ten Aus-

spruch: „Wer will denn ein Arzt sein, der den äu­ße­ren Him­mel nicht kennt? Aus dem äu­ße­ren Him­mel muss der Arzt den in­ne­ren ein­se­hen, um dar­aus für sei­nen Kran­ken zu bil­den das in­ne­re Fir­ma­ment ( die Arz­nei).“Pa­ra­cel­sus ist im­mer­hin ein Arzt und Hei­ler ge­we­sen, der durch sein groß­ar­ti­ges Wis­sen bis in die heu­ti­gen Ta­ge hin­ein nicht an Ak­tua­li­tät ver­lo­ren hat. In der Epo­che der Auf­klä­rung ver­schwan­den die Astro­lo­gie und da­mit ihr kost­ba­res Wis­sen völ­lig von der Bild­flä­che. Dem me­di­zi­ni­schen Fort­schritt ha­ben wir in­zwi­schen zu ver­dan­ken, dass heut­zu­ta­ge aku­te le­bens­be­droh­li­che Si­tua­tio­nen durch No­tope­ra­tio­nen usw. sehr oft ab­ge­wen­det wer­den kön­nen. Die Tech­nik und der me­di­zi­ni­sche Fort­schritt sind so gut, dass auch un­ter „fal­schen“as­tro­lo­gi­schen Da­ten noch ei­ni­ger­ma­ßen gu­te Er­geb­nis­se er­zielt wer­den kön­nen. Fas­sen wir zu­sam­men: Das 6. Haus ent­spricht dem ver­än­der­li­chen Erd­zei­chen Jung­frau. Da­durch ist es ein weib­li­ches, see­lisch-trieb­be­ton­tes Haus. Das 6. Haus zeigt un­se­re Ein­stel­lung zur Ar­beit an, zu Ar­beits­kol­le­gen, Vor­ge­setz­ten und Un­ter­ge­be­nen, ob wir Glück im An­ge­stell­ten­ver­hält­nis ha­ben oder bes­ser frei­be­ruf­lich tä­tig wer­den soll­ten. Aus ihm kön­nen wir fer- ner un­se­re Leis­tungs­fä­hig­keit er­se­hen und wie wir mit un­se­rer Ar­beit zu­recht­kom­men, ob sie uns gro­ße Mü­he be­rei­tet oder eher lo­cker von der Hand geht. Da die Ar­beits­leis­tung Hand in Hand mit der kör­per­li­chen Ver­fas­sung geht, kön­nen wir aus die­sem Be­reich auch den Grad un­se­rer Ge­sund­heit und die ei­ne oder an­de­re Krank­heits­an­fäl­lig­keit er­se­hen. Es gibt uns Aus­kunft über die Din­ge und Be­ge­ben­hei­ten im Le­ben, die uns krank ma­chen kön­nen. Au­ßer­dem ver­rät es uns, was wir ver­mei­den soll­ten, um ge­sund zu blei­ben. Das 6. Haus hat auch viel mit Kör­per­pfle­ge, Hy­gie­ne und Er­näh­rung zu tun. Da­ne­ben hat es ei­nen star­ken Be­zug zur Heil­kunst. Je­der Arzt oder auch Heil­prak­ti­ker soll­te in die­sem Be­reich güns­ti­ge Pla­ne­ten­kon­stel­la­tio­nen auf­wei­sen. Über enor­me Heil­kräf­te ver­fü­gen oft Men­schen, die Plu­to in Haus 6 ha­ben, da Plu­to, der Herr­scher des Skor­pi­ons, mit ma­gne­ti­schen, eben hei­le­ri­schen Kräf­ten ver­knüpft ist und au­ßer­dem für die Trans­for­ma­ti­on und Re­ge­ne­ra­ti­on steht. Kri­ti­sche 6.-Haus-Be­set­zun­gen zei­gen oft schwie­ri­ge Ar­beits­ver­hält­nis­se an und ma­chen stän­dig krank. Wer mit ei­nem pro­ble­ma­tisch be­set­zen 6. Haus beim Astro­lo­gen er­scheint, wird des­halb in ers­ter Li­nie von ihm den Rat be­kom­men, in ei­nen Frei­be­ruf zu wech­seln. Grund­sätz­lich wägt der Astro­lo­gie im­mer das 6. ge­gen­über dem 10. Haus ab und ver­sucht da­durch her­aus­zu­fin­den, ob eben ei­ne selbst­stän­di­ge Tä­tig­keit (10. Haus) oder ein An­ge­stell­ten­da­sein (6. Haus) für den Be­trof­fe­nen güns­ti­ger ist. Fin­det sich z. B. Re­bell Ura­nus im 6. Haus, dann ha­ben wir es mit ei­nem Men­schen zu tun, der sich nur schwer an­pas­sen kann und des­halb für fes­te An­stel­lun­gen nicht un­be­dingt ge­eig­net ist. Wer sehr vie­le Pla­ne­ten im 6. Haus hat, ist von kos­mi­scher Sei­te zum Di­enst am Men­schen auf­ge­ru­fen. Manch­mal ist ei­ne star­ke 6.-HausBe­to­nung auch ein Hin­weis auf ei­ne groß­ar­ti­ge Be­ga­bung, um im al­ter­na­ti­ven ge­sund­heit­li­chen Be­reich zu ar­bei­ten. Da das 6. Haus der ir­di­sche Spie­gel der Jung­frau ist, be­sit­zen Men­schen mit ei­ner star­ken und vor­wie­gend po­si­ti­ven Be­to­nung des 6. Hau­ses im­mer auch die Fä­hig­keit, sich De­tail­wis­sen an­zu­eig­nen. Sie sind oft eben­so prag­ma­tisch und kopf­be­tont wie die ty­pi­schen Jung­frau­en, die per­ma­nent dar­um be­müht sind, sich prak­ti­sches Wis­sen an­zu­eig­nen. Oft­mals ha­ben Men­schen mit ei­nem auf­fal­lend star­ken 6. Haus auch ei­ne gu­te, de­tail­ge­naue Wahr­neh­mung, was in the­ra­peu­ti­schen, be­ra­ten­den Be­ru­fen von Vor­teil sein kann. Sehr span­nend, die­ses 6. Haus, das der Schlüs­sel zu ei­nem ge­sun­den Le­ben ist.

Von Micha­el All­gei­er

Wer Ura­nus im sechs­ten Haus hat, der neigt oft zu Un­ru­he. Die Kraft der Na­tur hilft ei­nen Aus­gleich zu schaf­fen

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