War­um wir noch viel äl­ter wer­den könn­ten

Astrowoche - - Einfachgesund -

Das hat meh­re­re Grün­de: Zum ei­nen trägt das An­ti­bio­ti­kum, das erst nach dem zwei­ten Welt­krieg ein­ge­führt wur­de, da­zu bei, dass zum Bei­spiel nie­mand mehr an Tu­ber­ku­lo­se ster­ben muss. Auch das Wis­sen um ei­ne bes­se­re Er­näh­rung sorgt für ei­ne län­ge­re durch­schnitt­li­che Le­bens­er­war­tung. Frü­her muss­ten die Men­schen viel här­ter ar­bei­ten, das ließ ih­ren Kör­per schnel­ler ver­schlei­ßen und sie star­ben da­durch frü­her. Ei­ne neue Sta­tis­tik zeigt, dass die Le­bens­er­war­tung von Jahr zu Jahr steigt. Wur­den Män­ner durch­schnitt­lich im Jah­re 1960 bis zu 68 Jah­re und Frau- en 72 Jah­re alt, wer­den Män­ner heu­te, 2017, bis zu 78 und Frau­en im Durch­schnitt bis zu 82 Jah­re alt. For­scher ha­ben be­rech­net, dass im Jah­re 2050 die durch­schnitt­li­che Le­bens­er­war­tung hier­zu­lan­de bei 86 Jah­ren lie­gen wird. Denn der Co­de der ewi­gen Ju­gend soll in un­se­rem Erb­gut ste­cken, und die­sen Co­de ver­su­chen Wis­sen­schaft­ler aus al­ler Welt jetzt zu ent­schlüs­seln. – Nach Mei­nung von Mo­le­ku­lar­bio­lo­gin und Pro­fes­so­rin Eliz­a­beth Black­burn, sind die so­ge­nann­ten Te­lo­me­re (auch „An­ti-Aging-Ge­ne“ge­nannt) die Haupt­ur­sa­che für die mensch­li­che Zel­lal­te­rung, ge­nau­er ge­sagt ih­re Län­ge. Te­lo­me­re sit­zen am En­de der Chro­mo­so­men und sind Trä­ger un­se­rer Erb­in­for­ma­tio­nen. Sie ver­hin­dern das Her­aus­lö­sen des DNA-Stran­ges aus den Chro­mo­so­men. Wis­sen­schaft­ler kön­nen im La­bor die Län­ge be­stimm­ter Chro­mo­so­men­ab­schnit­te mes­sen und das gibt ih­nen Hin­wei­se auf die Le­bens­er­war­tung. – Un­se­re Ge­ne be­stim­men nicht nur die Län­ge der Te­lo­me­re, son­dern auch das Tem­po, wie schnell oder lang­sam sie wach­sen oder sich ver­kür­zen. – Stu­di­en welt­weit zei­gen, dass wir ein­grei­fen und bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad be­ein­flus­sen kön­nen, wie lang oder ro­bust un­se­re Te­lo­me­re sind. – Ein ge­sun­der Le­bens­stil hält Te­lo­me­re mög­lichst lan­ge sta­bil. „Ge­ne­rell legt die Ge­ne­tik zwar fest, wel­ches Al­ter ein Mensch ma­xi­mal er­rei­chen kann, in­ner­halb die­ser ge­ne­ti­schen Aus­stat­tung kön­nen wir aber durch­aus un­se­re Le­bens­dau­er be­ein­flus­sen,“er­klärt Prof. Schu­ma­cher vom In­sti­tut für Ge­nom­sta­bi­li­tät in Al­te­rung und Er­kran­kung an der Uni Köln.

Dank An­ti­bio­ti­ka kann man vie­le Krank­hei­ten schnel­ler hei­len

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