Ein zau­ber­haf­ter Som­mer­be­ginn!

Am 21. Ju­ni wech­selt die Son­ne in den Krebs. Wir ha­ben Som­mer­sonn­wen­de, die von vie­len schö­nen Vor­zei­chen be­glei­tet wird. Wir soll­ten die­ses mys­ti­sche Fest un­be­dingt fei­ern. Es kann uns sehr viel Kraft ge­ben und auf ei­nen Som­mer ein­stim­men, in dem wir auf

Astrowoche - - Der Lichtkreis Der Woche - Ihr Micha­el All­gei­er

Am 21. Ju­ni wech­selt die Son­ne in den kar­di­na­len Krebs. Da­mit be­ginnt der Som­mer. Im Chris­ten­tum wur­de in die­sen Ta­gen einst das Hoch­fest von Jo­han­nes dem Täu­fer be­gan­gen, der Je­sus Chris­tus am Jor­dan tauf­te und dem Sohn Got­tes sei­nen Weg eb­ne­te. Die längs­ten Tage des Jah­res sym­bo­li­sie­ren den Sieg des Lichts über die Dun­kel­heit. Seit je­her gilt die Som­mer­son­nen­wen­de als ei­ne sehr mys­ti­sche Zeit. Bei uns fin­den in die­ser Nacht Feu­er, Fes­te und al­ler­lei Frei­luft­ver­an­stal­tun­gen statt, so­fern das Wet­ter passt. Im Grun­de ge­nom­men wür­di­gen wir die­sen gro­ßen Mo­ment aber viel zu we­nig. In Schwe­den et­wa ist Mit­som­mer nach Weih­nach­ten das größ­te Fest über­haupt. Am Abend der Mitt­som­mer­nacht wird dort ein mit Blät­tern und Blu­men ge­schmück­ter Baum auf­ge­stellt, der Mitt­som­mer­stan­ge ge­nannt wird. Um die­sen Baum her­um wird aus­ge­las­sen und fröh­lich ge­tanzt. Frau­en und Mäd­chen ha­ben meist wei­ße oder ge­blüm­te Klei­der an, vie­le bin­den Krän­ze aus Bir­ken und Blu­men und set­zen sie sich und ih­ren Kin­dern auf; al­les ist auf Le­ben und Fröh­lich­keit aus­ge­rich­tet. Das ein­fa­che, aber reich­li­che Es­sen schmeckt, und ge­le­gent­lich fließt auch der Schnaps in Strö­men. Es ist die Nacht, in der nach al­ter Über­zeu­gung die Na­tur mit uns fei­ert, die El­fen mit uns um das Feu­er tan­zen und auch die Trol­le ver­steckt hin­ter den Bäu­men dem bun­ten Trei­ben bei­woh­nen. Die­se Nacht ist ein­fach ma­gisch und es heißt auch, dass der Mor­gen­tau der wei­ßen Näch­te – so wer­den die­se Som­mer­näch­te auch be­zeich­net – kran­ke Men­schen und Tie­re hei­len kann. Ein be­son­ders schö­ner Brauch ist fer­ner der von jun­gen, un­ver­hei­ra­te­ten Frau­en, die in der Nacht sie­ben ver­schie­de­ne wil­de Blu­men von sie­ben ver­schie­den Wie­sen pflü­cken und die­sen Strauß spä­ter beim Schla­fen­ge­hen un­ter ihr Kopf­kis­sen le­gen. Die Über­lie­fe­rung be­sagt, dass sie dann von dem Mann träu­men, den sie hei­ra­ten wer­den. Vor­aus­set­zung ist je­doch, dass sie beim Pflü­cken der Blu­men kei­nen Laut von sich ge­ben und am nächs­ten Tag nie­man­dem er­zäh­len, von wem sie ge­träumt ha­ben. Nur so wird der Traum auch in Er­fül­lung ge­hen. Das gro­ße Le­ben der Mitt­som­mer­nacht lässt auch bei uns die Lie­be er­blü­hen. Ve­nus be­fin­det sich der­zeit im Stier und steht dort für be­son­ders gro­ße Le­bens­lust und Sinn­lich­keit. In den Ta­gen um den 20. bil­det sie ein Sex­til zu Nep­tun, das die­se Tage in ein Meer der Lie­be tau­chen könn­te. Ein­fach schön! Wir soll­ten die­sen Som­mer­an­fang fei­ern und in vol­len Zü­gen ge­nie­ßen!

Al­les Gu­te!

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.