As­tro-Se­rie

Die Lie­bes­ak­te „Krebs“.

Astrowoche - - Inhalt -

Die Krebs-Frau ist sanft und se­xy zugleich – das ist kein Wi­der­spruch, son­dern ein Mond-Ge­schenk. Von sei­nem Wech­sel, sei­nen Kräf­ten wird die Krebs-Frau be­herrscht. Sie wird es kaum schaf­fen, Ge­fühl und Ver­stand zu tren­nen. Das Ge­fühl wird sie­gen. Sie ist nicht in Ge­fahr, dem Mann mit „Mein Haus – mein Pferd – mein-Au­to“Sprü­chen zu ver­fal­len, son­dern er­hört den, der ihr im Mond­schein die schöns­ten Lie­bes­wor­te zu­flüs­tert, der ei­nem Kind spon­tan über den Kopf streicht, der mit ihr wei­nen und la­chen kann. Er muss ein war­mes, mit­lei­den­des Herz ha­ben. Ein Mann, schnell und be­rech­nend wie ei­ne Re­gis­trier­kas­se, hat kei­ne Chan­ce. Sie liebt Sex plus Ge­fühl. Sie ist bei den Stern­zei­chen die Strei­chel- und Ku­schelmeis­te­rin. Sie gibt sich voll und ganz hin. Sie will kei­nen Über­fall-Sex, kei­ne schnel­le Num­mer. Die Krebs-Frau will Lie­bes­ge­ständ­nis­se im Bett, sie will hö­ren, dass sie ge­liebt wird. Und sie muss es spü­ren. Wer bei ihr den rich­ti­gen Ge­fühls­knopf drückt, den er­war­tet ein wun­der­vol­les Er­leb­nis. Denn dann fal­len bei ihr al­le Ta­bus. Sie er­war­tet Ver­ständ­nis. Bloß kei­ne Sex-Ath­le­ten, de­nen nur der ei­ge­ne Or­gas­mus die Welt be­deu­tet. Sie er­war­tet Rück­sicht, sie er­war­tet die lang­sa­me Stei­ge­rung, sie er­war­tet die rich­ti­ge At­mo­sphä­re. Sie will ge­strei­chelt wer­den, will, dass er sie in Stim­mung bringt. Ge­lingt ihm das, dann wird ihr gan­zer Kör­per zur ero­ge­nen Zo­ne, dann ver­ei­ni­gen sich Ge­fühl und Se­xua­li­tät zu ei­ner Wo­ge der Lust.

Ihr ge­hei­mer Part­ner­fak­tor: Sie kann nur von ei­nem Ge­fühls-Mann er­obert wer­den. Denn tief in ih­rem In­ne­ren lau­ert im­mer die Angst: „Ich wer­de gar nicht ge­liebt.“Sie fällt we­der auf Ma­chos noch auf Sof­ties rein, auf kei­nen Auf­schnei­der und auch nicht auf den „Big Spen­der“. Aber sie wird schwach, wenn sie auf ei­nen Mann stößt, der das Spiel der Ge­füh­le be­herrscht. Sie schmilzt da­hin, wenn sie merkt, dass er ihr Herz sucht.

Ihr Part­ner soll ihr stän­dig Lie­bes­be­wei­se ge­ben. Er soll Ge­füh­le ha­ben, Ge­füh­le zei­gen, zu sei­nen Ge­füh­len ste­hen. Er darf wei­nen, wenn sein Hund stirbt. Er soll zu ihr kom­men, wenn er Kum­mer hat, er soll ih­re war­me, wei­che Nä­he su­chen, wenn er Angst hat. Er soll ih­re Wün­sche er­ken­nen, auf sie ein­ge­hen. Sie braucht nicht Aus­dau­er, son­dern Ein­füh­lungs­ver­mö­gen. Oh­ne Treue kommt er nicht weit, ob­wohl sie die gro­ße Beicht­sze­ne mit an­schlie­ßen­der Ver­söh­nung im Bett auch ganz ger­ne hat. Ei- nes aber muss er un­be­dingt: Er muss Kin­der wol­len. Und er muss sie ge­gen schlech­te Ein­flüs­se ver­tei­di­gen kön­nen. Au­ßer­dem soll er auch gu­te Va­ter­qua­li­tä­ten ha­ben und sich lie­be­voll um die Kin­der küm­mern, mit ih­nen spie­len und to­ben.

Die Krebs-Frau und die Ra­che: Wenn ih­re Ge­füh­le be­tro­gen wur­den, setzt sie auf die Macht der Trä­nen. Sie wird zur stil­len Dul­de­rin; sie macht dem Be­trü­ger ein schlech­tes Ge­wis­sen, bis er selbst glaubt: „Mensch, was bin ich doch für ein Schwein.“Sie be­setzt sei­ne Ge­fühls­welt so tief, dass er bei ei­ner an­de­ren Frau tat­säch­lich zum Ver­sa­ger wird, weil er den Ge­dan­ken an die Krebs-Frau nicht los wird. Sie ist ei­ne Mond­frau und sie kann Ge­füh­le ver­he­xen.

FRA­GEN ZUR KREBS-FRAU:

Ei­ne Krebs­Frau wird bei ei­nem ge­fühl­vol­len und warm­her­zi­gen Mann schwach.

Ist sie ein sanf­tes Lämm­chen? Nein! Sie braucht zwar die Wär­me des trau­ten Heims, aber auch die Hit­ze über­bor­den­der Ge­füh­le im Bett. Wenn das Gleich­ge­wicht nicht stimmt, wird sie al­les ver­su­chen, um das Feu­er der Lie­be wie­der an­zu­fa­chen. Um di­ver­se Ver­füh­rungs­spiel­chen ist sie nicht ver­le­gen. Kann sie auch mal fremd­ge­hen? Ja! Wenn sie auf den Flü­geln der Lie­be ge­tra­gen wird, wenn die Stim­mung glück­se­lig und lie­bes­trun­ken wird, lässt sie ih­re Hem­mun­gen fal­len. Be­wahrt die­sen Sei­ten­sprung wie ei­nen kost­ba­ren ge­hei­men Schatz.

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