So wich­tig sind Ih­re Freun­de

Das 11. Haus gilt als das Haus der Freund­schaf­ten. Es ver­rät, ob wir Men­schen sind, die viel­leicht nur we­ni­ge, da­für sehr gu­te Freun­de ha­ben, oder ob wir et­wa vie­le und un­ter­schied­li­che Kon­tak­te und Freund­schaf­ten pfle­gen. Es zeigt fer­ner an, ob wir eher

Astrowoche - - Allgeier’s Astrowissen - von Micha­el All­gei­er

as 11. Haus ent­spricht dem Tier­kreis­zei­chen Was­ser­mann. Da­durch ist es ein männ­li­ches, geist- und wil­len­be­ton­tes Haus. Es ist das Feld der Freun­de, der Wün­sche, der gro­ßen Hoff­nun­gen und Sehn­süch­te. Hier ver­geis­tigt sich die Lie­be und lässt uns nach ech­ten Freun­den Aus­schau hal­ten. Es lässt fer­ner auf den Cha­rak­ter der Freun­de schlie­ßen, die wir an­zie­hen, und auf die Ge­sell­schaft, in der wir uns be­we­gen. Wir kön­nen dar­aus er­se­hen, ob wir ei­ne har­mo­ni­sche oder dis­har­mo­ni­sche Ein­stel­lung zum Ge­sell­schafts­le­ben ha­ben. Das 11. Haus hat auch ei­nen en­gen Be­zug zu Wahl­ver­wandt­schaf­ten, Grup­pen­tä­tig­kei­ten, Ge­mein­schaf­ten, Bünd­nis­sen und Ver­ei­nen. Es ver­rät fer­ner den Grad un­se­rer Frei­heits- und Un­ab­hän­gig­keits­be­stre­bun­gen so­wie un­se­re Stel­lung­nah­me zu zeit­ge­mä­ßem Ge­sche­hen. Wie das 5. Haus hat auch das 11. Haus Be­zug zu Kin­dern, da je- des Kind für ei­ne gro­ße Hoff­nung steht und den Wunsch nach Nach­kom­men er­füllt. Für Men­schen, die vie­le Pla­ne­ten im 11. Haus ha­ben, sind die Freun­de mit das Wich­tigs­te im Le­ben. Ste­hen Son­ne, Ju­pi­ter, Ve­nus oder auch Ura­nus im 11. Haus, so ist das oft ein Zei­chen gu­ter Freund­schaf­ten so­wie so­zia­len Ver­hal­tens. Auch Freund­schaft und an­de­re ge­sell­schaft­li­che Kon­tak­te kom­men nor­ma­ler­wei­se nur da­durch zu­stan­de bzw. blei­ben er­hal­ten, in­dem man sie be­wusst pflegt. An­ge­grif­fe­ne Pla­ne­ten im 11. Haus las­sen auf schlech­ten Um­gang, aso­zia­les Ver­hal­ten oder auch un­treue Freun­de schlie­ßen. Ei­ne kar­mi­sche Auf­ga­be kann das sein, wenn et­wa Sa­turn im 11. Haus steht. Er legt in die­sem Be­reich den Fo­kus auf Freund­schaf­ten und Grup­pen und for­dert da­zu auf, die ei­ge­ne Hal­tung ge­gen­über Men­schen in die­sem Le­ben zu über­prü­fen. Ge­lingt es nicht, die­se von Sa­turn ge­stellt Auf­ga­be zu be­wäl­ti­gen, tref­fen wir häu­fig sehr ein­sa­me Men­schen an, die fast kom­plett iso­liert von ih­rer Um­welt le­ben. Steht Sa­turn bei un­se­rer Ge­burt nicht im 11. Haus, so wird er un­ser 11. Haus als so­ge­nann­ter Tran­sit­pla­net doch frü­her spä­ter auf sei­nem Lauf durch den Tier­kreis, der im­mer ca. 30 Jah­re be­nö­tigt, be­su­chen. Das ist ein sehr be­son­de­rer Zeit­ab­schnitt in un­se­rem Le­ben, der min­des­tens zwei Jah­re dau­ert und in dem wir von Sa­turn auf Herz und Nie­ren be­züg­lich un­se­res so­zia­len Ver­hal­tens ge­prüft wer­den. Es ist ei­ne Zeit, in der auch Freund­schaf­ten aus­ge­siebt wer­den. Ei­ne sehr be­deu­ten­de kar­mi­sche Stel­lung hat im 11. Haus ne­ben Sa­turn der auf­stei­gen­de Mond­kno­ten, der hier be­sagt, dass man in Vor­le­ben zu sehr sich selbst und sei­ne ei­ge­nen Ta­len­te ge­lebt hat und da­bei we­nig Rück­sicht auf an­de­re Men­schen nahm. Auch das führt letzt­lich in die Iso­la­ti­on. Das 11. Haus ver­bin­det uns mit den an­de­ren Men­schen, schenkt uns Le­bens­sinn und Hoff­nung und kann uns die Ge­wiss­heit ge­ben, dass wir nicht al­lei­ne sind, auch in ei­nem rein geis­ti­gen Sin­ne. Nach al­ter Über­lie­fe­rung wird dem 11. Haus näm­lich auch un­ser Schutz­geist, un­ser Schutz­en­gel, zu­ge­ord­net. Wie ge­sagt hat das 11. Haus ura­ni­schen Cha­rak­ter und Ura­nus ist die hö­he­re Ok­ta­ve von Mer­kur, dem der In­tel­lekt, die In­tui­ti­on, die blitz­ar­ti­ge Er­kennt­nis, die hö­he­re Ein­ge­bung wie et­wa durch den hei­li­gen Geist, zu­ge­ord­net wer­den. Wer spi­ri­tu­ell le­ben will, wird au­to­ma- tisch ei­ne be­son­de­re Be­zie­hung zu sei­nem 11. Haus auf­neh­men. Das 11. Haus steht, wie er­wähnt, für die Freund­schaft. Aber, es hat auch sehr viel mit Lie­be bzw. mit der Fä­hig­keit zu tun, ei­ne er­folg­rei­che Be­zie­hung füh­ren zu kön­nen. Im Ide­al­fall ist der Part­ner näm­lich nicht nur Ehe­mann bzw. Ehe­frau, son­dern eben auch ein Freund, mit dem man Pfer­de steh­len kann. Und wir brau­chen in je­der Be­zie­hung au­ßer­dem ein ge­wis­ses Maß an so­zia­lem Ver­hal­ten, das ja eben­falls dem 11. Haus ent­spricht. Auch die Hoff­nun­gen, Wün­sche und die Be­reit­schaft Neu­es im Le­ben an­zu­vi­sie­ren, hat in letz­ter Kon­se­quenz mit dem 11. Haus zu tun. Ein Mensch, der ein stark be­setz­tes 11. Haus hat, der kann in der Lie­be über­haupt kei­ne Ab­hän­gig­keit und kei­nen Zwang er­tra­gen, für ihn muss die Lie­be im­mer frei­wil­lig blei­ben. Auch braucht er ei­nen Part­ner, der ihm sei­ne Freun­de und sein le­ben­di­ges Ge­sell­schafts­le­ben lässt und der im­mer wie­der be­reit ist, mit ihm zu­sam­men im Le­ben neue Ide­en zu ent­wi­ckeln und zu ver­wirk­li­chen. Man kann letzt­lich die Be­deu­tung von Freund­schaf­ten und des 11. Hau­ses gar nicht hoch ge­nug ein­schät­zen. Sie sind wie ein Netz, das uns auf­fängt, wenn wir im Le­ben ins Strau­cheln ge­ra­ten. Ei­nem ech­ten Freund dür­fen wir auch un­se­re größ­ten Ge­heim­nis­se an­ver­trau­en, in dem Wis­sen, dass er uns zu ver­ste­hen ver­sucht und dass er die an­ver­trau­ten Ge­heim­nis­se bei sich be­hält. Ge­gen­über ei­nem ech­ten Freund dür­fen wir so sein, wie wir sind, wir brau­chen uns nicht zu ver­stel­len.

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