Ein­fach ge­sund.

Bla­sen­ent­zün­dung – was da­ge­gen hilft.

Astrowoche - - Inhalt -

Vie­le Frau­en ha­ben die­se un­an­ge­neh­me Er­fah­rung schon ge­macht – bren­nen und Schmer­zen beim Was­ser­las­sen. Das sind die ers­ten Sym­pto­me ei­ner Bla­sen­ent­zün­dung, auch Zys­ti­tis ge­nannt. Män­ner sind eher sel­ten da­von be­trof­fen. Bei ei­ner Bla­sen­ent­zün­dung han­delt es sich üb­li­cher­wei­se um ei­ne In­fek­ti­on der Harn­we­ge durch Bak­te­ri­en oder in sel­te­ne­ren Fäl­len durch Vi­ren, Pa­ra­si­ten oder Pil­ze. Kei­me ge­lan­gen meist von au­ßen über die Harn­röh­re in die Bla­se und füh­ren dort zu ei­ner Ent­zün­dung. Manch­mal ge­nü­gen bei ei­ner aku­ten Zys­ti­tis schon Haus­mit­tel, in an­de­ren Fäl­len hel­fen nur noch An­ti­bio­ti­ka. Aber das ent­schei­det dann der be­han­deln­de Arzt. – Lei­den Sie un­ter ei­ner Bla­sen­ent­zün­dung, sind aber sonst kern­ge­sund, trin­ken Sie zwei bis drei Li­ter pro Tag. Das häu­fi­ge ent­lee­ren der Bla­se schwemmt so die Kei­me schnel­ler aus. Da­zu gibt es in der Apo­the­ke Nie­ren- und Bla­sen­tees. Las­sen Sie sich be­ra­ten. – Auch Wär­me hilft, die Bla­se zu ent­las­ten und die Ent­zün­dung zu lin­dern. Ei­ne Wärm­fla­sche, war­me Sitz­bä­der oder feucht­war­me Um­schlä­ge im Bla­sen­be­reich kön­nen gut­tun. Sie ent­span­nen die glat­te Mus­ku­la­tur der Bla­se und mil­dern so die Schmer­zen. Wer im­mer wie­der un­ter ei­ner Bla­sen­ent­zün­dung lei­det, kann aber auch vor­beu­gen: – Re­gel­mä­ßig zur Toi­let­te ge­hen und nicht erst, wenn die Bla­se prall voll ist. – Vor al­lem viel trin­ken. Je öf­ter die Bla­se ge­spült wird, um­so ge­rin­ger ist die Ge­fahr, dass sich Kei­me oder Vi­ren in der Bla­se fest­set­zen und aus­brei­ten kön­nen. – Baum­woll­un­ter­wä­sche tra­gen und sie bei min­des­tens 60 Grad wa­schen. Das tö­tet die Kei­me ab. Die Un­ter­wä­sche soll­te nicht zu eng sit­zen, um ei­ne Rei­zung des Scham­be­reichs zu ver­mei­den. – Wich­tig ist auch die Hy­gie­ne im Scham­be­reich. Am bes­ten nur mit war­mem Was­ser wa­schen. – Kal­te Fü­ße ver­mei­den und feuch­te Ba­de­an­zü­ge gleich nach dem Schwim­men aus­zie­hen. So beu­gen Sie ei­ner Ver­küh­lung vor. Soll­ten mehr als drei Harn­weg­sin­fek­tio­nen im Jahr auf­tre­ten, ist ei­ne dau­er­haf­te An­ti­bio­ti­ka-The­ra­pie die bes­te Lö­sung. Das ent­schei­det dann der Arzt. Auch über die Dau­er der The­ra­pie. Man­che Frau­en nei­gen nach den Wech­sel­jah­ren ver­mehrt zu Harn­weg­sin­fek­tio­nen. Ei­ne mög­li­che Ur­sa­che da­für ist ein Östro­gen­man­gel, der die Schleim­haut emp­find­li­cher für Bak­te­ri­en macht. In die­sem Fall kann ei­ne Be­hand­lung mit Östro­gen­prä­pa­ra­ten un­ter Um­stän­den hel­fen. Manch­mal kann es auch sinn­voll sein, den Urin an­zu­säu­ern, um Harn­weg­sin­fek­tio­nen vor­zu­beu­gen. Ob die­se Maß­nah­me bei Ih­nen Nut­zen ver­spricht, ent­schei­det Ihr Arzt.

Nas­se Ba­de­an­zü­ge soll­ten nach dem Schwim­men gleich aus­ge­zo­gen wer­den

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