En­gel­kon­takt.

Gibt es En­gel wirk­lich?

Astrowoche - - Inhalt -

Ich ha­be die En­gel im let­zen Jahr sehr in­ten­siv ge­spürt und ha­be den Kon­takt nun wie­der ver­lo­ren. Gibt es En­gel wirk­lich oder war es nur ei­ne In­tui­ti­on?

Ein En­gel als Schwin­gung der Lie­be, als Bo­te Got­tes ist ei­ne ei­ge­ne Schwin­gungs­prä­senz. Die Lie­bes­fä­hig­keit, die wir in uns spü­ren, sind wir selbst. Je­de See­le, je­der Mensch hat sei­nen Schutz­en­gel an sei­ner Sei­te, der sei­ne See­le be­hü­tet, in der Form, dass er ihm stets durch sei­ne Acht­sam­keit, durch ei­nen in­ne­ren Ruf den Weg auf­zeigt zu ei­ner lie­be­vol­len Ent­wick­lung. Denn in der Lie­be ist der größ­te Schutz. Um En­gel wahr­neh­men zu kön­nen, muss man zu­erst ler­nen, sich selbst in tie­fer Lie­be zu be­geg­nen, sich selbst licht­voll zu spü­ren. Des­halb ist es als ers­te Schu­lung wich­tig, sich Zeit zu neh­men, sich selbst wahr­zu­neh­men – über sei­nen Atem, über sei­ne Lie­be, über sei­ne Klar­heit – und so zur Ru­he zu kom­men. Stel­le die Lie­be über al­les, was dich in dem Mo­ment be­wegt, sprich ein Ge­bet, so kannst du lie­be­vol­len Kon­takt mit dei­nem Schutz­en­gel be­kom­men, ent­we­der durch Hell­sich­tig­keit, Hell­füh­lig­keit oder durch in­ne­res Wis­sen. Und die­se Fä­hig­keit wird dir in al­len Le­bens­la­gen hel­fen. Es ist wich­tig, den Kon­takt zu himm­li­schen Sphä­ren zu be­wah­ren, denn das er­füllt mit Sinn­haf­tig­keit, mit Freu­de und gro­ßer Kraft. Al­so, spü­re die Lie­be in dir! Wenn das für dich nicht so ein­fach ist, dann un­ter­stüt­ze sie da­durch, dass du dich in der Na­tur auf­hältst und die Men­schen an­lä­chelst. Die Lie­be ist näm­lich über­all, wo du bist, weil du in dei­ner gött­li­chen See­le Lie­be bist.

Ich ha­be Kon­takt mit ei­nem En­gel: Ich schrei­be an die Wand und kom­mu­ni­zie­re so mit ihm. Kann man au­ßer dem Schrei­ben ei­nen En­gel auch spü­ren?

Man kann ei­nem En­gel nicht schrei­ben, man kann ei­nen En­gel nur er­le­ben durch spü­ren oder be­trach­ten. Ein sol­cher Aus­tausch kann aber mit dem ei­ge­nen hö­he­ren Selbst ge­sche­hen, das Kon­takt zum Welt­ge­dächt­nis be­sitzt und von dort In­spi­ra­tio­nen er­fährt. Es gibt meh­re­re For­men des Zu­gangs zu En­geln. Vie­le Men­schen sind vi­su­ell bis hell­sich­tig be­gabt, an­de­re auf der emo­tio­na­len Ebe­ne, an­de­re wie­der­um be­kom­men die Bot­schaft eher durch ihr hö­he­res Selbst wie ein kla­res, in­ne­res Wis­sen ver­mit­telt. Es ist ab­so­lut wich­tig, ge­nau un­ter­schei­den zu kön­nen, mit wel­cher Qu­el­le man ar­bei­tet. Got­tes Qu­el­le und die der En­gel ist im­mer die All-Lie­be, die man als tie­fe Lie­be spürt, die man sieht, die man er­lebt. Es gibt aber auch an­de­re Qu­el­len. So kön­nen zum Bei­spiel Ver­stor­be­ne Bot­schaf­ten ge­ben. Die ab­so­lu­te Klar­heit ist ei­ne gro­ße Vor­aus­set­zung im Um­gang mit den geis­ti­gen Wel­ten und im Um­gang mit sei­ner ei­ge­nen star­ken mensch­li­chen In­tui­ti­on. Wenn du das, was du tust, als voll­kom­men licht­voll, nicht eu­pho­risch, son­dern fried­voll emp­fin­dest, und das, was ge­schieht, auch nach­voll­zie­hen kannst mit kla­rem Ver­stand, wenn es kla­re Aus­sa­gen sind, es al­so nicht wirr ist, es für dich in dei­nem All­tag um­setz­bar ist, al­so dir dien­lich ist in ei­nem kraft­vol­len, ak­ti­ven Le­ben, wenn al­so die­se drei Über­prü­fungs­re­geln Um­setz­bar­keit, Nach­voll­zieh­bar­keit, Lie­bes­fä­hig­keit wirk­lich al­le zu be­ja­hen sind, dann kannst du dich auf dei­ne In­tui­ti­on ver­las­sen.

Mei­ne klei­ne Toch­ter sieht die Au­ra von Men­schen und En­gel. Sie stößt da­bei je­doch bei an­de­ren auf Ab­leh­nung. Wie kann ich sie un­ter­stüt­zen?

Al­le Kin­der ha­ben ei­nen sehr star­ken Be­zug zu den licht­vol­len Sphä­ren, weil sie noch stark in ih­rer See­le, ih­rer Herz­lich­keit und Her­zens­kraft ru­hen. Es gibt Kin­der, die bis zum Al­ter von acht Jah­ren noch viel von ver­gan­ge­nen Le­ben träu­men und sich teil­wei­se noch dar­an er­in­nern. Je mehr die Ra­tio er­wacht, um­so stär­ker kon­zen­trie­ren sie sich auf das ir­di­sche Sein und das Fein­geis­ti­ge schläft lang­sam et­was ein. Mit dem wei­te­ren Fort­schrei­ten des Al­ters nimmt die ra­tio­na­le Be­trach­tung der Din­ge zu, der Mensch ver­nach­läs­sigt sei­ne Ge­fühls­welt. Es gibt aber auch Kin­der, die in ih­rer ho­hen Sen­si­bi­li­tät ei­ne Be­ru­fung ha­ben und bei de­nen die Hell­sich­tig­keit er­hal­ten bleibt. Das bringt auch Her­aus­for­de­run­gen mit sich. Die­se Kin­der sind oft wie Be­ob­ach­ter in der Welt, sie se­hen vie­le an­de­re Din­ge, wir­ken da­durch ver­träumt und wer­den von an­de­ren in ih­rem So-Sein sel­ten ak­zep­tiert. Die Un­ter­stüt­zung sol­cher Kin­der muss vor al­lem dar­in be­ste­hen, in das ir­di­sche Ge­sche­hen in­te­griert zu wer­den. Sie müs­sen ler­nen, dass sie auf ih­re Mit­schü­ler zu­ge­hen, an­statt sie nur zu be­ob­ach­ten, da­mit Freund­schaf­ten ent­ste­hen kön­nen. Denn der so­zia­le Kon­takt er­det die­se Kin­der. Es ist wich­tig, die­sen Kin­dern kei­ne spi­ri­tu­el­len Fra­gen zu stel­len, son­dern ih­nen nur auf die Fra­gen zu ant­wor­ten, die sie selbst stel­len. Auch wenn die­se Kin­der oft­mals viel zu be­wäl­ti­gen ha­ben, soll­ten sie die­sen Schatz der Hell­sich­tig­keit als be­son­de­res Ge­schenk be­wah­ren. Man muss sie aber da­bei un­ter­stüt­zen, dass sie nicht da­von aus­ge­hen kön­nen, dass je­der mit ih­rer Fä­hig­keit um­ge­hen kann – es ist für sie oft­mals bes­ser, es nicht je­dem zu er­zäh­len.

Li­te­ra­tur­an­ga­ben: „Dem Weg des Her­zens fol­gen - Ant­wor­ten auf Fra­gen, die uns be­we­gen“Ja­na Haas Ver­lag: Trini­ty ISBN: 978 3 95550 2225

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