Ge­fähr­li­che Kei­me! Wie Sie sich schüt­zen.

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Al­lein das Wort „Kei­me“lässt so man­chen von uns er­schre­cken. Et­wa acht Mil­lio­nen Deut­sche sind von mul­ti­re­sis­ten­ten Bak­te­ri­en be­fal­len.

Vi­ren, Pil­ze und Bak­te­ri­en kön­nen schwe­re Er­kran­kun­gen ver­ur­sa­chen. Um sie zu er­ken­nen und er­folg­reich zu be­han­deln, nimmt der Arzt Pro­ben von Kör­per­flüs­sig­kei­ten, Stuhl­pro­ben oder Wund­ab­stri­chen. Die ers­ten Hin­wei­se er­ge­ben schon Be­trach­tun­gen durchs Mi­kro­skop und spä­ter durch ge­nom­me­ne Pro­ben im La­bor. Ein Keim­nach­weis ist dann be­son­ders wich­tig, wenn meh­re­re Pa­ti­en­ten oder Men­schen aus Ge­mein­schafts­ein­rich­tun­gen an den glei­chen Sym­pto­men er­kran­ken. Dann kann ein Keim­nach­weis da­zu bei­tra­gen, die In­fek­ti­ons­we­ge auf­zu­de­cken. Denn wir le­ben in ei­ner Welt von Bak­te­ri­en, der Mensch ist Le­bens­raum für Mil­li­ar­den Bak­te­ri­en. Je­der von uns kann mit mul­ti­re­sis­ten­ten Er­re­gern be­sie­delt sein. Aber wir kön­nen auch vor­beu­gen und uns vor Kei­men schüt­zen. Hier ein paar ein­fa­che Re­geln: – Des­in­fi­zie­ren Sie Ih­re Hän­de. Nach je­dem Ein­kauf au­ßer Haus, un­be­dingt zu­nächst die Hän­de wa­schen. Auch zwi­schen den Fin­gern, und dann gut ab­trock­nen. Bei ei­nem Kran­ken­haus-Auf­ent­halt, sei es als Be­su­cher oder Pa­ti­ent, be­fin­den sich über­all im Kran­ken­haus Spen­der für Des­in­fek­ti­ons­mit­tel. Ver­rei­ben Sie min­des­tens 3ml-Flüs­sig­keit so lan­ge in der Hand, bis sie wie­der tro­cken ist. – Soll­ten Sie er­käl­tet sein, den­ken Sie auch an Ih­re Mit­men­schen. Durch Nie­sen und Hus­ten kön­nen Sie an­de­re an­ste­cken (Tröpf­chen­in­fek­ti­on). Al­so hal­ten Sie Ab­stand. Beim Hus­ten oder Nie­sen nie in die Hand, son­dern bes­ser in die Arm­beu­ge nie­sen. Ent­sor­gen Sie be­nutz­te Ta­schen­tü­cher am bes­ten in der Toi­let­te. – Auch Le­bens­mit­tel kön­nen Keim­über­trä­ger sein. Be­son­de­re Vor­sicht gilt bei Fleisch oder Ge­flü­gel. Be­nut­zen Sie an­de­re Mes­ser und Bret­ter, wenn Sie Sa­la­te oder ge­gar­te Le­bens­mit­tel schnei­den. Da­nach gründ­lich die Mes­ser und Bret­ter rei­ni­gen, das Was­ser soll­te min­des­tens 60 Grad ha­ben. Ein Tipp: Hy­gie­ni­scher sind Bret­ter mit glat­ter Ober­flä­che, in Ril­len könn­ten sich Kei­me ab­la­gern. – Soll­te Ih­nen der Arzt An­ti­bio­ti­ka

ver­schrie­ben ha­ben, hal­ten Sie

sich un­be­dingt an die vor­ge­schrie­be­ne Do­sis und Dau­er. Sonst wirkt das Mit­tel mög­li­cher­wei­se nur ge­gen ei­nen Teil der Er­re­ger und der Rest legt sich fürs nächs­te Mal ei­ne Ab­wehr­stra­te­gie (Re­sis­tenz) zu. – Al­le Le­bens­mit­tel soll­ten auch im Kühl­schrank in ge­schlos­se­nen Be­häl­tern oder voll­stän­dig ab­ge­deckt la­gern. Fleisch, Ge­flü­gel und Fisch ge­hö­ren am bes­ten ins un­ters­te Fach des Kühl­schranks. Zu­dem soll­te der Kühl­schrank nicht zu voll ge­packt sein, da­mit die küh­le Luft zwi­schen den Le­bens­mit­teln aus­rei­chend zir­ku­lie­ren kann.

Obst und Ge­mü­se vor dem Ver­zehr im­mer gut wa­schen

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