Vie­le schö­ne Mo­men­te!

Astrowoche - - Die Geburtstage Der Woche -

Ei­ne gu­te Wo­che, in der es in­ner­lich bei vie­len Men­schen krib­belt. Man ist ir­gend­wie un­ter Strom, will et­was be­we­gen, in Gang set­zen, ver­wirk­li­chen. Ei­ne ge­wis­se Auf­bruch­stim­mung ist spür­bar, was wir vor al­lem dem tol­len Tri­gon zwi­schen Son­ne und Ura­nus zu ver­dan­ken ha­ben. Von zwei Sei­ten zeigt sich al­ler­dings Mer­kur.

Ja, Mer­kur taucht ge­ra­de et­was un­be­re­chen­bar auf. Wie schon ver­gan­ge­ne Wo­che be­rich­tet, ist er die ge­sam­te Vor­weih­nachts­zeit rück­läu­fig. Erst in den Mor­gen­stun­den des 23. De­zem­bers läuft er wie­der nach vor­ne und wird so wie­der be­re­chen­ba­rer für uns. Im Mo­ment deu­tet sei­ne Rück­läu­fig­keit noch auf vie­le Un­wäg­bar­kei­ten hin. Vie­le Din­ge lau­fen bzw. ent­wi­ckeln sich ge­ra­de ein­fach nicht so, wie wir das viel­leicht er­war­ten. In wich­ti­gen Vor­ha­ben, sei­en sie nun be­ruf­lich oder pri­vat, ist ir­gend­wie „der Wurm“drin, und bei vie­len lau­fen auch die Ge­schäf­te nicht so gut wie er­war­tet. Ge­ra­de in der Weih­nachts­zeit et­was är­ger­lich. Aber, die­se kos­mi­sche Brem­se wird sich bald wie­der lö­sen. Auf­pas­sen müs­sen wir nach wie vor mit all­zu teu­ren Ge­schen­ken, die jetzt er­stan­den wer­den. Sie könn­ten schad­haft sein, schnell ka­putt­ge­hen oder ein­fach nicht den er­hoff­ten An­klang fin­den. Das rich­ti­ge Ge­schenk zu fin­den ist jetzt kein ein­fa­ches Un­ter­fan­gen un­ter die­sem Mer­kur, was na­tür­lich nicht heißt, dass es völ­lig un­mög­lich ist. Aber viel­leicht soll­ten wir ge­ra­de die­sen tü­cki­schen Mer­kur zum An­lass neh­men, um Ab­stand von der weih­nacht­li­chen „Ma­te­ri­al­schlacht“zu fin­den und um das Schen­ken, das ja zu den schöns­ten mensch­li­chen Din­gen ge­hört, wie­der mehr zur Her­zens­sa­che zu ma­chen. Das heißt, nicht der Preis ei­nes Ge­schen­kes soll­te im Vor­der­grund ste­hen, son­dern eben das Herz. Wenn wir spü­ren, dass sich ein na­her Mensch be­son­ders vie­le Ge­dan­ken bei ei­nem Ge­schenk ge­macht hat, weil er uns ein­fach liebt und schätzt, dann be­rührt uns doch ge­ra­de die­se Be­mü­hung. Sie trifft uns mit­ten ins Herz. Und wenn das pas­siert, dann ist es auch völ­lig egal, ob wir die­ses Ge­schenk ge­ra­de ge­brau­chen kön­nen oder nicht. Wenn ein klei­ner Jun­ge sei­ner Mut­ter ein Par­fum schenkt, das viel­leicht nicht ge­ra­de das Bes­te ist, weil er nur ein paar Eu­ro Ta­schen­geld hat, dann wird die­ses Par­fum für die Mut­ter trotz­dem das Groß­ar­tigs­te über­haupt sein. Die Kunst des Schen­kens ist, sein Ge­fühl für den an­de­ren da­mit zu ver­bin­den. Das al­les hat nichts mit viel oder we­nig Geld zu tun. Und so kann uns das rich­ti­ge Schen­ken auch noch un­ter dem rück­läu­fi­gen Mer­kur ge­lin­gen. Ist doch ei­gent­lich auch egal, ob ein Ge­schenk um­ge­tauscht wer­den muss. Wich­tig ist doch nur, dass wir ver­sucht ha­ben, dem an­de­ren ei­ne Freu­de zu ma­chen. Mit die­ser Ein­stel­lung kom­men wir dem ur­sprüng­li­chen Sinn von Weih­nacht, dem Ver­brei­ten und Schen­ken von Lie­be, wie­der ein Stück nä­her.

Ich wün­sche Ih­nen ei­ne schö­ne Vor­weih­nachts­zeit!

Ihr Micha­el All­gei­er

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