Mu­sik­re­zen­sio­nen

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Die für uns in­ter­es­san­tes­ten neu­en Schei­ben für Blues, Jazz und Klas­sik fin­den Sie hier.

Als All­round­ta­lent, was ihr Re­per­toire an er­zeug­ten Klän­gen bzw. Sound an­geht, be­nutzt Kid Be Kid das Kla­vier für Bass­li­nes, Ak­kor­de und Me­lo­di­en. An­de­re Ef­fek­te er­zeugt sie nur mit ih­rem Mund. Sie beat­bo­xed und singt. Kei­ne Over­dubs, kei­ne Lo­ops, kei­ne Pre­re­cor­dings. Sie webt den Ge­sang in die Beat­box mit ein. Zu je­dem Song exis­tiert ein Vi­deo. Hier wur­den die in­ti­men Mo­men­te der Auf­nah­men fest­ge­hal­ten. Das ge­wis­ser­ma­ßen vi­su­el­le Er­leb­nis für den Hö­rer. „Sold Out“ist ein sehr per­sön­li­ches, war­mes So­lo­al­bum, wel­ches un­ge­schönt und nah an uns her­an­tritt. Un­ge­schönt al­ler­dings nicht im Sin­ne von un­schön, son­dern als pu­re ana­lo­ge Mu­sik ver­ste­hend. In ei­ner Zeit, in der die Mög­lich­kei­ten di­gi­ta­ler Ef­fek­te gren­zen­los er­schei­nen, nutzt Kid Be Kid le­dig­lich die ihr phy­sisch zur Ver­fü­gung ste­hen­den Kräf­te für die Mu­sik. Die Songs auf „Sold Out“sind krea­tiv und spon­tan. Mit viel Ru­he und Poe­sie ent­stan­den 8 Stü­cke, die mi­ni­ma­lis­tisch und kom­plex zu­gleich sind. An drei Songs durf­ten be­freun­de­te Künst­ler, die Krea­tiv­köp­fe und Mu­si­ker Ju­lia Ka­del, Beat­den­ker so­wie Bern­hard ‚Ab­bo‘ Stieh­le mit­wir­ken. Ne­ben al­len Ex­pe­ri­men­ten be­ein­druckt ins­be­son­de­re die künst­le­ri­sche Leis­tung am Pia­no. Vir­tu­os, luf­tig und mit gro­ßer Leich­tig­keit zeigt Kid Be Kid, dass Sie ne­ben ins­be­son­de­re auch ei­ne gro­ße Pia­nis­tin ist. Mit „Sold Out“tritt die Mu­si­ke­rin in die Öf­fent­lich­keit, be­reit, ein brei­te­res Pu­bli­kum zu er­obern.

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