Grob­schnitt Grob­schnitt, Bal­ler­mann, Jum­bo (deut­sche Tex­te) Black & Whi­te Edi­ti­ons

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Uni­ver­sal (je­weils Dop­pel- LPs)

Ei­ne Schan­de: Kein „Rock­le­xi­kon“, kein „Rock­mu­sik-Le­xi­kon Eu­ro­pa“wür­di­gen sie ei­nes Ein­trags. Da­bei ha­ben Grob­schnitt aus Ha­gen nun wirk­lich Re­le­van­te­res ab­ge­lie­fert als vie­le fehl­bar Ge­fei­er­te. Für die gro­ße Fan­ge­mein­de ha­ben die Jungs um Drum­mer Eroc, Sän­ger Wild­schwein und Gi­tar­rist Lu­po ih­ren gro­ßen Back­ka­ta­log und Ra­ri­tä­ten- Fun­dus schon treff­lich aus­ge­wei­det, jetzt gibt’s die vol­le Dröh­nung für Vi­nyl­fans: Als „Black & Whi­te Edi­ti­ons“kom­men sämt­li­che 14 Al­ben 1972 bis 1989 neu auf Dop­pel-LP, die ers­te mit dem re­mas­ter­ten Ori­gi­na­l­al­bum in Schwarz, die zwei­te mit Zu­satz­ma­te­ri­al (teils schon im Box-Set „79:10“auf CD) in Weiß. Aus­nah­me: „Bal­ler­mann“, das 1974 schon lan­ge vor Mallor­ca-Dumpf­ba­cken-Sau­sen als Dop­pel-LP her­aus­kam. Die­ses Ju­wel deut­schen Krau­trock­schaf­fens sei hier al­len, die noch Fans wer­den wol­len, drin­gendst ans Herz ge­legt, ent­hält es doch die 33-mi­nü­ti­ge Stu­dio­ver­si­on von „So­lar Mu­sic“, dem Grob­schnitt-Ham­mer schlecht­hin. Für al­le, die lan­ge, im­pro­vi­sa­ti­ons­strot­zen­de, freud­vol­le Mu­sik­rei­sen lie­ben, ist das ein Muss. Vor­for­men gab es schon auf dem gleich­na­mi­gen Grob­schnitt-De­büt von 1972 in Form des „Sun Trip“. Und der vier­sät­zi­gen „Sym­pho­ny“, der auf der Bo­nus-LP noch „Ano­ther Sym­pho­ny“bei­ge­fügt wird. „Jum­bo“kam 1976 auch mit deut­schen Tex­ten, dar­un­ter der Knal­ler „Va­ter Schmidt’s Wan­der­tag“. Erocs Re­mas­te­ring ist ei­ne Klas­se für sich, die Aus­stat­tung mit viel zeit­ge­nös­si­schem Bild- und Text­ma­te­ri­al auf je zwei vier­sei­ti­gen Bei­le­gern im Klapp­co­ver vor­bild­lich – und die Press­qua­li­tät top. Wahr­lich kei­ne Schan­de!

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