Anou­ar Bra­hem

Audio - - SPEZIAL › LESERWAHL 2018 -

So kon­se­quent wie in den neun Stü­cken auf „Blue Maqams“hat der tu­ne­si­sche Oud-Vir­tuo­se Anou­ar Bra­hem noch nie ara­bi­sche Mu­sik mit ak­tu­el­lem Jazz ver­schmol­zen. Dies mag an der Wahl sei­ner Part­ner lie­gen, denn je­der von ih­nen be­sitzt die Rei­fe, sei­ne Er­fah­rung, sei­nen Stil un­auf­dring­lich in das Ge­samt­pro­jekt ein­zu­brin­gen. Die Jaz­zer blei­ben ih­rer Her­kunft treu. Jack DeJoh­net­te greift die Rhyth­mik Bra­hems auf und ent­wi­ckelt sie mit sen­si­bel ge­setz­ten Schlä­gen in

Ren­aud Gar­cía-Fons: Mé­di­ter­ra­nées Rich­tung Jazz wei­ter. Ähn­lich fein­füh­lig wie er kor­re­spon­die­ren auch der Kon­tra­bas­sist Da­ve Hol­land und der Pia­nist Djan­go Ba­tes mit Bra­hems Spiel. Sie grei­fen die von Bra­hem ent­wi­ckel­ten The­men auf und pas­sen sich an des­sen Oud-Me­lo­di­en mit ih­rer vom Jazz ge­präg­ten Me­lo­dik und Har­mo­nik an. Bei all dem bleibt Bra­hem stets ge­nug Raum, um sei­ne ara­bi­sche Iden­ti­tät in un­be­glei­te­ten Ein­lei­tun­gen und in be­glei­te­ten So­li her­aus­zu­stel­len.

Wer­ner Stie­fe­le

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