Am Zug ist der In­nen­mi­nis­ter

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Bayern - VON ULI BACH­MEI­ER Stra­ßen­aus­bau-Bei­trä­ge jub@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Dass der Rich­ter­spruch im Streit um die Stra­ßen­aus­bau-Bei­trä­ge vor Ort wirk­lich Frie­den schafft, steht noch nicht fest. Der Grund da­für liegt auf der Hand: Die Gleich­be­hand­lung al­ler Haus- und Grund­stücks­ei­gen­tü­mer in Bay­ern, de­ren Orts­stra­ße vor der Haus­tür sa­niert wer­den muss, ist im­mer noch ein Ziel, aber noch längst nicht Wirk­lich­keit.

Da­für muss jetzt der In­nen­mi­nis­ter als obers­ter Chef der Rechts­auf­sichts­be­hör­den in Bay­ern sor­gen. Herr­mann hat es in der Hand, über die Re­gie­run­gen und Land­rats­äm­ter auf je­ne Städ­te und Ge­mein­den ein­zu­wir­ken, die auf die Er­he­bung von Stra­ßen­aus­bau-Bei­trä­gen – aus wel­chen Grün­den auch im­mer – ver­zich­ten. Das ist kein an­ge­neh­mer Job, aber es ist not­wen­dig, weil es an­ders kei­ne Gleich­be­hand­lung gibt. Aber auch die Bür­ger­meis­ter, Stadt- und Ge­mein­de­rä­te wer­den ih­ren Teil da­zu bei­tra­gen müs­sen. Ih­nen hilft das Ur­teil des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs. Sie kön­nen ge­gen­über ih­ren Bür­gern jetzt dar­auf ver­wei­sen, dass sie kei­nen Spiel­raum mehr ha­ben.

Den­noch ist es frag­lich, ob es funk­tio­niert. Es muss den Bür­gern im­mer noch er­klärt wer­den, war­um es Aus­nah­men ge­ben kann.

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