Kom­mu­nen und ih­re „Hei­li­ge Kuh“

Bür­ger fi­nan­zie­ren nicht über­all mit

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Bayern - VON CHRIS­TI­AN LICH­TENS­TERN

Aichach An die­sem Wor­t­un­ge­tüm kommt kein Kom­mu­nal­po­li­ti­ker vor­bei. Ent­we­der es gibt be­reits ei­ne Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zung und Sa­nie­rungs-Kos­ten wer­den zum Teil auf An­lie­ger um­ge­legt, was in Stadt­oder Ge­mein­de­rä­ten oft für Dis­kus­sio­nen sorgt. Denn mit Kos­ten­be­schei­den macht sich ei­ne Ver­wal­tung kei­ne Freun­de un­ter ih­ren Bür­gern. Oder es gibt noch kei­ne und über ih­re Ein­füh­rung wird ge­strit­ten.

Et­wa je­de vier­te der 2056 Ge­mein­den in Bay­ern hat noch kei­ne sol­che Sat­zung, schätzt der Ge­mein­de­tag, der ges­tern in ei­nem Schrei­ben sei­nen Mit­glie­dern riet, „sich der The­ma­tik zu nä­hern“. Die größ­ten „Sat­zungs­lü­cken“gibt es in Nie­der­bay­ern. Die Schwa­ben ha­ben re­la­tiv ge­se­hen die meis­ten Sat­zun­gen er­las­sen. Ein Bei­spiel ist der Land­kreis Aichach-Fried­berg, wo 21 von 24 Kom­mu­nen ge­re­gelt ha­ben, wie An­lie­ger ei­ne Stra­ßen­er­neue­rung mit­fi­nan­zie­ren müs­sen. Der Weg ist un­ter­schied­lich: In der Markt­ge­mein­de Pöttmes gibt es sie schon seit 1952.

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