Ulm ist un­auf­halt­sam

Bas­ket­ball Ge­gen Je­na ge­lingt der neun­te Bun­des­li­ga-Sieg in Fol­ge. Nur Bam­berg ist in die­ser Sai­son eben­falls noch un­ge­schla­gen, tat sich aber ge­gen Gie­ßen au­ßer­ge­wöhn­lich schwer

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Sport -

Ulm

Ein ein­zi­ges Pflicht­spiel ha­ben die Bas­ket­bal­ler von Ra­tio­pharm Ulm in die­ser Sai­son ver­lo­ren, das al­ler­dings deut­lich. Zum Auf­takt des Eu­ro­cup-Wett­be­werbs ging der deut­sche Vi­ze­meis­ter in Va­len­cia mit 58:95 un­ter. Die­se Schar­te kön­nen die Ul­mer im Rück­spiel ge­gen die Spa­nier am kom­men­den Mitt­woch (19.30 Uhr) aus­wet­zen – zu­zu­trau­en ist es ih­nen al­le­mal.

Beim Auf­stei­ger Je­na ge­wan­nen sie am Sams­tag mit 84:74, fei­er­ten da­mit den neun­ten Bun­des­li­ga­sieg in Se­rie und stell­ten ei­ne neue Ver­eins­best­mar­ke auf. Die wer­den die Ul­mer ge­gen die kom­men­den und we­nig furcht­ein­flö­ßen­den Geg­ner Ha­gen, Braun­schweig und Tü­bin­gen mit ho­her Wahr­schein­lich­keit noch wei­ter ver­bes­sern.

Die gan­ze Li­ga freut sich je­den­falls schon jetzt auf das Du­ell zwi­schen ei­nem un­ge­schla­ge­nen Vi­ze­meis­ter Ulm und ei­nem un­ge­schla­ge­nen Meis­ter Bam­berg am 11. De- in der längst aus­ver­kauf­ten Ra­tio­pharm-Are­na.

In Je­na ta­ten sich die Ul­mer al­ler­dings schwe­rer als in vie­len an­de­ren Bun­des­li­ga­spie­len. Nach ei­nem 22:0-Lauf la­gen sie im zwei­ten Vier­tel schon mit mehr als 20 Punk­ten vorn (42:21), lie­ßen den Geg­ner im Schluss­ab­schnitt aber wie­der bis auf ei­nen Zäh­ler her­an­kom­men. Dass es am En­de trotz­dem ein­mal mehr reich­te, lag auch an der Si­cher­heit von der Li­nie: Von 35 Frei­wür­fen tra­fen die Ul­mer 33.

Na­tio­nal­spie­ler Per Gün­ther war mit 16 Punk­ten bes­ter Schüt­ze der Gäs­te und über­nahm in den ent­schei­den­den Pha­sen die Ver­ant­wor­tung. Der Auf­bau­spie­ler war den­noch nicht ganz zu­frie­den, weil sein Team die zwi­schen­zeit­li­che kom­for­ta­ble Füh­rung aus der Hand ge­ge­ben hat­te. „Das ist das Kli­schee: Un­ter der Wo­che schlägst du den eu­ro­päi­schen Hoch­ka­rä­ter, dann kommst du nach Je­na, die per­fekt vor­be­rei­tet sind“, sag­te Gün­ther. Im Eu­ro­cup hat­ten die Ul­mer am Mitt­woch Je­ru­sa­lem klar be­siegt.

Je­na-Trai­ner Björn Harm­sen schwärm­te da­ge­gen: „Die Ul­mer ste­hen zu recht noch un­ge­schla­gen in der Spit­zen­grup­pe der Li­ga. Qua­li­tät und Tie­fe im Ka­der der Ul­mer er­mög­li­chen es ih­nen, über­ra­gend zu spie­len.“

Bam­berg, die zwei­te über­ra­gen­de Mann­schaft der Bun­des­li­ga, hat­te bis­her noch nie so dicht vor ei­ner Nie­der­la­ge ge­stan­den wie ge­gen die Gie­ßen 46ers. Bis in die Schluss­se­kun­den trotz­ten die­se dem Ti­tel­ver­tei­di­ger, aber mit dem letz­ten An­griff sorg­te Da­ri­us Mil­ler doch noch für den 79:77-Sieg der Fran­ken.

„Wir ha­ben kei­ne gu­te Par­tie ge­zem­ber zeigt, aber das ge­tan, was wir brau­chen, um den Sieg zu er­rin­gen“, bi­lan­zier­te Bam­bergs Trai­ner Andrea Trin­chie­ri nach dem neun­ten Sai­son­sieg. Zwei Ta­ge nach der Nie­der­la­ge in der Eu­ro­le­ague bei Da­rus­saf­a­ka Istan­bul er­wisch­ten die Bam­ber­ger in Gie­ßen ei­nen ka­ta­stro­pha­len Start und la­gen nach dem ers­ten Vier­tel mit 21 Punk­ten hin­ten. Dann stei­ger­ten die Gäs­te ge­gen die an­fangs wie ent­fes­selt spie­len­den Mit­tel­hes­sen um den über­ra­gen­den Ca­me­ron Wells (30 Punk­te) die In­ten­si­tät und fan­den noch ei­nen Weg, die Par­tie für sich zu ent­schei­den.

Weit we­ni­ger zit­tern muss­te der FC Bay­ern Mün­chen, der sich ge­nau ei­ne Wo­che nach dem 59:90 in Bam­berg in der Li­ga re­ha­bi­li­tier­te. Der Meis­ter von 2014 ge­wann vor ei­ge­nem Pu­bli­kum mit 103:78 (45:37) ge­gen die Eis­bä­ren Bre­mer­ha­ven. Bes­ter Wer­fer der Bay­ern war Nick John­son mit 15 Punk­ten, Ond­rej Bal­vin kam auf 14 Zäh­ler.

Per Gün­ther

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