Ein Kan­di­dat mit Pro­fil

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Augsburger Land - VON JA­NA TALLEVI Bun­des­tags­wahl jah@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Her­bert Wo­er­lein hat in den ver­gan­ge­nen drei Jah­re ge­schafft, was gar nicht so leicht ist: Als drit­ter Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter sei­ner Par­tei, der SPD, im Land­kreis Augs­burg ist es ihm ge­lun­gen, sich ein ei­ge­nes Pro­fil zu er­ar­bei­ten. Wo­er­lein zeigt sich prä­sent rund um sein Wahl­kreis­bü­ro in Fi­schach und be­setzt sei­ne The­men, vor al­lem den Tier­schutz, in Mün­chen glaub­haft und auch recht er­folg­reich.

Der Um­zug vom Land- in den Bun­des­tag nach Berlin wä­re für ihn per­sön­lich die Krö­nung ei­ner kur­zen (im­mer­hin ist er erst seit 2008 Par­tei­mit­glied), und so ge­se­hen ra­sant stei­len Po­li­ti­ker­kar­rie­re. Auf der an­de­ren Sei­te wä­re ei­ne zwei­te Stim­me aus dem Augs­bur­ger Land (neh­men wir rea­lis­ti­scher­wei­se Hans­jörg Durz von der CSU als ge­setzt an) auch gut für den Land­kreis. Denn dort, ge­hen wir der Ein­fach­heit hal­ber ak­tu­el­le Mehr­heits­ver­hält­nis­se als Grund­la­ge an, wä­re der SPD-Mann auch in der völ­lig neu­en Si­tua­ti­on ei­ner Be­tei­li­gung an der Re­gie­rung.

Noch ist Berlin für Wo­er­lein nicht un­er­reich­bar, je­doch ist der Ein­zug in den Bun­des­tag nun für ihn recht schwer. Ver­lo­ren hat er den­noch nicht. Schlägt er sich mit ei­nem acht­ba­ren Er­geb­nis, wird es schwer wer­den, an ihm als er­neu­ten Kan­di­da­ten für die Land­tags­wahl vor­bei­zu­kom­men.

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