Ge­wit­ter: Air­line muss bei Ver­spä­tung zah­len

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Reise-journal -

Dass ein Flug­zeug we­gen Ge­wit­ter nicht pünkt­lich ab­he­ben kann, kommt nicht häu­fig vor – aber es kann pas­sie­ren. Er­reicht der Flug­gast sein Ziel we­gen des Un­wet­ters mit gro­ßer Ver­spä­tung, steht ihm ei­ne Aus­gleichs­zah­lung nach EURecht zu. Die Air­line kann sich dann nicht auf au­ßer­ge­wöhn­li­che Um­stän­de be­ru­fen. Ein Ge­wit­ter sei zwar un­ge­wöhn­lich – den­noch müs­se ei­ne Flug­ge­sell­schaft da­mit stets rech­nen, ur­teil­te das Amts­ge­richt Köln (Az.: 114 C 208/15). Wann ei­ne Air­line bei Ver­spä­tung ent­schä­di­gen muss, dar­über ent­brennt im­mer wie­der Streit. Bis zu 600 Eu­ro pro Pas­sa­gier kön­nen fäl­lig wer­den – je nach Dis­tanz. In dem ver­han­del­ten Fall ging es um ei­nen Flug von Wi­en über Frankfurt nach Sin­ga­pur und da­mit um die Höchst­sum­me. Weil sich der Zu­brin­ger auf­grund ei­nes Ge­wit­ters ver­spä­te­te, er­reich­te der Klä­ger sein Ziel mit 21 St­un­den Ver­spä­tung. Die Air­line ar­gu­men­tier­te mit au­ßer­ge­wöhn­li­chen Um­stän­den – oh­ne Er­folg. Vor Ge­richt be­kam der ver­spä­te­te Flug­gast Recht. (dpa)

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