Mit­spra­che: Stu­den­ten sind be­sorgt

Ge­plan­te Sitz­ver­tei­lung in Uni­ver­si­täts­rat stößt auf Kri­tik

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Campus Augsburg -

Die Grün­dung der Me­di­zi­ni­schen Fa­kul­tät an der Uni Augs­burg hat auch Aus­wir­kun­gen auf die Zu­sam­men­set­zung der uni­ver­si­tä­ren Gre­mi­en. Von den Stu­die­ren­den konmt jetzt Kri­tik an den Plä­nen, wer künf­tig wie vie­le Sit­ze er­hält. „Ak­tu­ell ent­schei­den im Uni­ver­si­täts­rat fünf Pro­fes­so­ren und je zwei Ver­tre­ter aus dem Mit­tel­bau und aus der Stu­die­ren­den­schaft mit. Bei der Er­wei­te­rung soll le­dig­lich ein wei­te­rer Platz für die Pro­fes­so­ren hin­zu­kom­men“, kri­ti­siert Omid Atai. Er ver­tritt die In­ter­es­sen der Stu­die­ren­den in der Er­wei­ter­ten Uni­ver­si­täts­lei­tung.

Das sei „be­son­ders är­ger­lich“, weil sich die Stu­den­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ei­nen zwei­ten Sitz er­kämpft hat­ten und ihr er­klär­tes Ziel ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis zwi­schen den Pro­fes­so­ren und den an­de­ren Ver­tre­tern im Gre­mi­um sei, so Atai. „Wir hal­ten die Er­hö­hung der Pro­fes­so­ren­stel­len für sinn­voll, schließ­lich muss die neue Fa­kul­tät in den Gre­mi­en ent­spre­chend re­prä­sen­tiert wer­den, das trifft aber auch auf die Stu­die­ren­den zu.“

Die Stu­den­ten be­für­wor­ten des­halb, dass bei­de Sei­ten ei­nen zu­sätz­li­chen Platz in dem Gre­mi­um er­hal­ten. Über das künf­ti­ge Stimm­ver­hält­nis wird in der Sit­zung des Uni­ra­tes am Don­ners­tag ent­schie­den. „Der vor­ge­schla­ge­nen Lö­sung wer­den wir nicht zu­stim­men. Der Rah­men, in dem stu­den­ti­sche Ak­ti­vi­tä­ten an der Uni­ver­si­tät statt­fin­den dür­fen, ist oh­ne­hin schon schwie­rig. Es gibt di­ver­se Ein­schrän­kun­gen. Das be­trifft un­ter an­de­rem die Nut­zung von Rä­um­lich­kei­ten oder das Auf­hän­gen von Pla­ka­ten“, sagt Atai.

Atai for­mu­liert im Zu­sam­men­hang mit der ge­plan­ten me­di­zi­ni­schen Fa­kul­tät wei­te­re For­de­run­gen. So müs­se von An­fang an ei­ne Nä­he zwi­schen den bei­den Cam­pus­sen im Uni­vier­tel und beim Kli­ni­kum ge­schaf­fen wer­den. „Ge­lingt das nicht, wird sich am neu­en Stand­ort ein Ei­gen­le­ben ent­wi­ckeln“, fürch­tet er. Ein rich­ti­ger Schritt wä­re aus sei­ner Sicht un­ter an­de­rem ei­ne Bus­ver­bin­dung, die kur­ze We­ge si­cher­stellt.

Lang­fris­tig müs­se aus Sicht der Stu­den­ten zu­dem ein An­ge­bot für die Aus­bil­dung der Pfle­ge­kräf­te so­wie ein Stu­di­en­an­ge­bot im Pfle­ge­be­reich in Augs­burg ge­schaf­fen wer­den. „Das ist ein ge­nau­so wich­ti­ger Be­stand­teil der Me­di­zin wie die Arzt­aus­bil­dung“, sagt der Stu­die­ren­den­ver­tre­ter.

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