Kaum Kon­tak­te zu Kun­ba­ja und Brun­statt

Ha­ben Din­kel­scher­ber Städ­te­part­ner­schaf­ten ei­ne Zu­kunft?

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Holzwinkel, Roth- Und Zusamtal -

Din­kel­scher­ben Seit 20 Jah­ren be­steht die Städ­te­part­ner­schaft zwi­schen Din­kel­scher­ben und Kun­ba­ja in Sü­dun­garn. Kürz­lich war wie­der ei­ne klei­ne Grup­pe von 14 Din­kel­scher­bern dort zu Be­such. Un­ter ih­nen war aber nur ein Ge­mein­de­rat. Grund für Bür­ger­meis­ter Ed­gar Kalb (UW 14), in der jüngs­ten Ge­mein­de­rats­sit­zung die Fra­ge zu stel­len: „Wel­chen Stel­len­wert ha­ben un­se­re Städ­te­part­ner­schaf­ten über­haupt noch?“Schließ­lich hät­ten so vie­le Rä­te ab­ge­sagt, man­che hät­ten sich auch gar nicht ge­mel­det. Kalb mach­te deut­lich: Er selbst ha­be kei­nen Be­zug zu den Part­ner­städ­ten Kun­ba­ja (Un­garn) und Brun­statt (El­sass), die sei­ne Vor­gän­ger ge­grün­det hat­ten, und er sei auch nicht be­reit, hier die trei­ben­de Kraft zu sein: „Al­le schau­en nur zu mir. Aber nicht der Bür­ger­meis­ter ist die Städ­te­part­ner­schaft.“Da­für sei 1992 der För­der­ver­ein für die Part­ner­schaf­ten ge­grün­det wor­den. Zur­zeit ist noch der ehe­ma­li­ge Bür­ger­meis­ter Pe­ter Bau­meis­ter der Vor­sit­zen­de, bald ste­hen Neu­wah­len an.

Jo­sef Grohs (FW) war beim jüngs­ten Be­such in Kun­ba­ja der ein­zi­ge Ge­mein­de­rat, der da­bei war. Er er­zähl­te, dass die Din­kel­scher­ber sehr herz­lich emp­fan­gen wor­den sei­en, bald sei auch wie­der ein Schü­ler­aus­tausch ge­plant. „Die wä­ren äu­ßerst trau­rig, wenn wir die Part­ner­schaft ein­schla­fen las­sen wür­den.“Rein­hard Pentz (SPD) pflich­te­te ihm bei. Er und vie­le wei­te­re Din­kel­scher­ber hät­ten fa­mi­liä­re Wur­zeln dort, be­rich­te­te er und be­ton­te: „Wir sind ge­wählt wor­den, und da ge­hört es auch da­zu, dass wir die Part­ner­schaf­ten pfle­gen.“Meh­re­re Ge­mein­de­rä­te plä­dier­ten da­für, erst ein­mal die Neu­wah­len beim För­der­ver­ein ab­zu­war­ten. An­de­re sag­ten aber auch, sie hät­ten als Ge­mein­de­rä­te und Eh­ren­amt­li­che schon in der Hei­mat ge­nug zu tun.

Gar kei­nen Kon­takt gibt es seit meh­re­ren Jah­ren mehr zu Brun­statt. Die Part­ner­schaft be­steht seit 1980, üb­rig sind nur noch ein paar pri­va­te Kon­tak­te. Die fran­zö­si­sche Bür­ger­meis­te­rin ha­be der­zeit kein In­ter­es­se an ei­nem Aus­tausch, wuss­te Wil­li­bald Gleich (CSU). „Aber sie jetzt ganz zu be­gra­ben ist doch auch nicht nö­tig.“

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