So fin­den Sie den rich­ti­gen Rech­ner

Rat­ge­ber Wer ei­nen Com­pu­ter kau­fen will, soll­te sich vor­her Ge­dan­ken ma­chen. An­hand die­ser Check­lis­te lässt sich die Aus­wahl ein­gren­zen. War­um ein Note­book meist die bes­se­re Va­ri­an­te ist und es ein lang­sa­me­rer Pro­zes­sor oft auch tut

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Internet & Multimedia - VON OLAF WINKLER

Ein Com­pu­ter soll her. Mal als Er­satz für ein vor­han­de­nes Ge­rät, mal als erst­ma­li­ge An­schaf­fung. Wer sich zum Fach­händ­ler oder Elek­tro­nik­markt auf­macht, wird er­schla­gen von der Viel­zahl der Mög­lich­kei­ten. Da­her ist es wich­tig und rich­tig, sich vor dem Kauf Ge­dan­ken zu ma­chen, wie das Ge­rät künf­tig zum Ein­satz kom­men soll. Hier die wich­tigs­ten Fra­gen und Ant­wor­ten.

Desk­top-PC oder Note­book?

Lan­ge Zeit sprach der Preis für ei­nen sta­tio­nä­ren PC. Hin­zu ka­men die bes­se­re Tas­ta­tur und das grö­ße­re Dis­play. In­zwi­schen kos­tet ein preis­wer­tes Note­book aber auch nicht mehr als die Kom­bi­na­ti­on aus Desk­top-PC und Mo­ni­tor. Da­her spricht we­nig für die sta­tio­nä­re Va­ri­an­te.

Denn ein Note­book ist fle­xi­bler. Ein Ar­bei­ten ist an ver­schie­de­nen Or­ten mög­lich – oder auch nur in ver­schie­de­nen Räu­men. Auf­grund des ge­rin­ge­ren Tas­ten­hubs klagt man­cher Note­book-An­wen­der über die schlech­te­re Tas­ta­tur. Doch nichts spricht da­ge­gen, für die Nut­zung des Note­books zu Hau­se ei­ne zu­sätz­li­che Tas­ta­tur an­zu­schaf­fen, die sich an je­den Mo­bil-PC an­schlie­ßen lässt – schon ist die­ses Man­ko be­sei­tigt. Für das Note­book spricht nicht zu­letzt der ge­rin­ge­re Strom­ver­brauch, da hier im Re­gel­fall deut­lich en­er­gie­spa­ren­de­re Kom­po­nen­ten ein­ge­baut wer­den.

Nur wer wirk­lich si­cher ist, im­mer am glei­chen Platz zu ar­bei­ten und da­bei hin­sicht­lich Bild­schir­mGrö­ße und Tas­ta­tur kei­ne Kom­pro­mis­se ein­ge­hen will, ist mit ei­nem Desk­top-PC bes­tens be­ra­ten. Dann kann üb­ri­gens ein All-in-One-PC ei­ne in­ter­es­san­te Al­ter­na­ti­ve sein. Wer am Note­book das Un­kom­pli­zier­te und die nicht not­wen­di­ge Ver­ka­be­lung zwi­schen den ein­zel­nen Kom­po­nen­ten schätzt und am Desk­top-PC den gro­ßen Bild­schirm, der liegt hier rich­tig.

Win­dows oder MacOS?

Die Fra­ge, wel­ches Be­triebs­sys­tem zum Ein­satz kom­men soll, be­ant­wor­ten die meis­ten Käu­fer mit Win­dows. Für die­ses Sys­tem gibt es die meis­ten An­wen­dun­gen. Zu­dem sind Win­dows-Sys­te­me oft deut­lich preis­wer­ter zu be­kom­men als die Ge­rä­te mit MacOS, da es hier nur ei­nen An­bie­ter gibt: App­le. De­ren Ge­rä­te sind al­ler­dings sehr leis­tungs­fä­hig. Und die gän­gi­ge Soft­ware für Bü­ro-An­wen­dun­gen und In­ter­net gibt es auch für MacOS.

Wer Leis­tung und Wirt­schaft­lich­keit aus­klam­mert, der stößt ge­ra­de bei der Fra­ge nach dem Be­triebs­sys­tem schnell in den emo­tio­na­len Be­reich vor. „iMac“und „MacBook“gel­ten vie­len An­wen­dern als „cool“und die Ver­bin­dung zwi­schen ih­nen und den weit­ver­brei­te­ten „iPod“- und „iPho­ne“-Mo­del­len von App­le als un­kom­pli­ziert.

Schnel­ler oder lang­sa­mer Pro­zes­sor?

Die Zei­ten, in de­nen die Ge­schwin­dig­keit ei­nes Pro­zes­sors nur an­hand sei­ner Takt­fre­quenz zu de­fi­nie­ren war, sind vor­bei. In­zwi­schen sind auch die An­zahl der Pro­zes­sor-Ker­ne und ei­ne even­tu­ell er­gän­zen­de Gra­fik­kar­te ent­schei­dend. Vor al­lem aber gilt: Ein ver­meint­lich lang­sa­mer Pro­zes­sor muss nicht die schlech­tes­te Wahl sein. Denn auch mit zwei Pro­zes­sor-Ker­nen und ei­ner Takt­fre­quenz von 1,2 GHz lässt sich aus­rei­chend flott mit ei­ner Text­ver­ar­bei­tung schrei­ben oder im In­ter­net sur­fen. Ein sol­cher Pro­zes­sor ist preis­wer­ter als ei­ne schnel­le Va­ri­an­te mit 3 GHz oder mehr. Vor al­lem be­nö­tigt ein lang­sa­mer Pro­zes­sor we­ni­ger Strom, was die Ak­ku-Lauf­zeit ver­län­gert. Wer al­so kei­ne schnel­len 3-D-Be­rech­nun­gen oder Vi­deo­be­ar­bei­tung plant und auch nicht auf die neu­es­ten Spie­le steht, der braucht kei­nen schnel­len Pro­zes­sor.

Gro­ßer oder klei­ner Bild­schirm?

Die­se Fra­ge stellt sich bei ei­nem Desk­top-PC kaum. Hier kommt ein zu­sätz­li­cher Bild­schirm zum Ein­satz, des­sen Preis bei ei­ner gän­gi­gen Grö­ße von 21 oder 24 Zoll kaum va­ri­iert. Nur wer mehr Platz auf der Ober­flä­che be­nö­tigt, um bei­spiels- wei­se meh­re­re Fens­ter ne­ben­ein­an­der zu plat­zie­ren, soll­te ei­nen Bild­schirm mit 27-Zoll-Dia­go­na­le oder noch grö­ßer wäh­len – was sich dann auf den Preis aus­wirkt.

Ganz an­ders sieht es bei den Note­books aus. Hier be­steht ein Zu­sam­men­hang zwi­schen Bild­schir­mund Ge­rä­te-Grö­ße. Je klei­ner der Bild­schirm, des­to klei­ner auch die ein­ge­bau­te Tas­ta­tur. Das Stan­dar­dMaß für ein All­zweck­ge­rät ist der­zeit ei­ne Dia­go­na­le von 15,4 Zoll. Ist der Bild­schirm klei­ner, dann wird zwar das Note­book klei­ner, leich­ter und da­mit ins­ge­samt hand­li­cher. Die Darstel­lung ist aber un­ter Um­stän­den zu klein – und die Tas­ta­tur ist es oh­ne­hin. Misst der Bild­schirm bei­spiels­wei­se 17 Zoll in der Dia­go­na­len, so gibt es hin­sicht­lich der Tas­ta­tur kei­ne Ein­schrän­kun­gen. Im Ge­gen­teil: Meist ver­fü­gen die­se Ge­rä­te dann auch über ei­nen se­pa­ra­ten Zah­len­block.

Fest­plat­te oder SSD?

Über vie­le Jah­re war ei­ne Fest­plat­te die ein­zi­ge Op­ti­on als Mas­sen­spei­cher. In­zwi­schen sind auch So­lid Sta­te Dri­ves (SSD) ei­ne ernst­haf­te Al­ter­na­ti­ve. Sie ver­fü­gen über kei­ner­lei be­weg­li­che Bau­tei­le, was sie un­emp­find­lich ge­gen­über Er­schüt­te­run­gen macht. Zu­dem ver­fü­gen sie über Flash­spei­cher, wie er bei­spiels­wei­se auch bei Spei­cher­kar­ten vor­han­den ist.

Der Vor­teil: Der Zu­griff auf die Da­ten er­folgt in deut­lich hö­he­rer Ge­schwin­dig­keit. So­mit star­ten Com­pu­ter­sys­te­me mit ei­ner SSD deut­lich schnel­ler als je­ne mit Fest­plat­te. Nicht zu­letzt sind sie auch strom­spa­ren­der, was bei Note­books zu ei­ner län­ge­ren Ak­ku-Lauf­zeit führt. Es gibt al­ler­dings ei­nen ent­schei­den­den Punkt, der für ei­ne Fest­plat­te spricht: den Preis. Noch im­mer gibt es bei Fest­plat­ten deut­lich mehr Spei­cher­vo­lu­men je Eu­ro.

Op­ti­sches Lauf­werk – oder nicht?

CD, DVD oder Blu-Ray: Op­ti­sche Da­ten­trä­ger ge­hö­ren seit zwei Jahr­zehn­ten zum Com­pu­ter. Und doch ver­zich­ten im­mer mehr Her­stel­ler auf den Ein­bau ei­nes ent­spre­chen­den Lauf­wer­kes. Das muss kein Man­ko sein. Di­en­ten CDs frü­her der In­stal­la­ti­on von Soft­ware, so kommt die­se heut­zu­ta­ge oh­ne­hin meist über das In­ter­net. Als Spei­cher­me­di­um wa­ren CDs oder DVDs oh­ne­hin nie die rich­ti­ge Wahl, denn die Da­ten­trä­ger sind oft schon nach we­ni­gen Jah­ren schad­haft und die Da­ten so­mit ver­lo­ren. Und Flash­spei­cher ist heu­te preis­wert ge­nug, um bei­spiels­wei­se USBS­ticks für den Da­ten­aus­tausch mit an­de­ren Com­pu­tern zu nut­zen. Wer nach dem Kauf ei­nes Com­pu­ters oh­ne op­ti­sches Lauf­werk fest­stellt, dass es doch nicht oh­ne geht, kann ein ex­ter­nes Lauf­werk kau­fen und an­schlie­ßen.

Fo­to: Asus Fo­to: Le­no­vo Fo­to: App­le

Der klas­si­sche Desk­top PC wie die­ses Mo­dell von Asus ist heu­te in ei­nem To­wer Ge­häu­se un­ter­ge­bracht, das sich auch un­ter die Tisch­plat­te stel­len lässt. Trag­bar und oh­ne ex­ter­ne Kom po­nen­ten zu nut­zen: Das No­te book ist für vie­le An­wen­der der idea­le PC. Je nach Aus stat­tung, va­ri­ie­ren die Prei se da­für deut­lich. Der iMac von App­le ist ein All in One PC: Er ver­eint Mo­ni­tor und PC Kom po­nen­ten wie Ar­beits­spei­cher und Pro zes­sor in ei­nem Ge­häu­se.

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