Mehr Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten in Din­kel­scher­ben

Zwei In­ves­to­ren wol­len an der Augs­bur­ger Stra­ße wei­te­re Märk­te bau­en. So weit sind die Plä­ne

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Holzwinkel, Roth- Und Zusamtal -

Ede­ka, Net­to und Lidl gibt es in Din­kel­scher­ben schon, nun soll ein wei­te­rer Le­bens­mit­tel­markt da­zu­kom­men. Und zwar di­rekt ne­ben den bei­den Dis­coun­tern an der Augs­bur­ger Stra­ße. Die Plä­ne für ei­nen Rewe dort wer­den kon­kre­ter. Doch es soll nicht nur ein Su­per­markt ent­ste­hen, son­dern da­zu noch ein Fach­markt­zen­trum. Be­vor ge­baut wer­den kann, muss der Ge­mein­de­rat al­ler­dings den Flä­chen­nut­zungs­plan für die Wie­se zwi­schen Lidl und Um­spann­werk än­dern und ei­nen Be­bau­ungs­plan auf­stel­len.

Im Mai 2015 hat­te der Ge­mein­de­rat zu­ge­stimmt, die­ses Ver­fah­ren in Gang zu brin­gen. Und zwar für den Su­per­markt und ein an­gren­zen­des Fach­markt­zen­trum mit Dro­ge­rie­markt, Schuh- und Tex­til­ge­schäft. Knapp ein Jahr spä­ter stell­te der In­ves­tor noch ei­nen An­trag: Der Gel­tungs­be­reich soll­te auf den Le­bens­mit­tel­markt re­du­ziert wer­den. Doch der Ge­mein­de­rat lehn­te das ab: Die Mehr­heit der Rä­te sah den Mehr­wert der An­sied­lung vor al­lem in den Fach­märk­ten. Ih­re Vor­ga­be: Rewe gibt es nur im Dop­pel­pack mit dem Fach­markt­zen­trum.

Nach der Sit­zung im Ju­ni war zu­nächst nicht klar, ob die bei­den In­ves­to­ren ih­re Plä­ne un­ter die­sen Be­din­gun­gen wei­ter ver­fol­gen wür­den. Denn für den Le­bens­mit­tel­markt gibt es zwar schon kon­kre­te Plä­ne, für die Fach­märk­te aber nur lo­se Kon­tak­te. In der jüngs­ten Mark­t­rats­sit­zung teil­te Bür­ger­meis­ter Ed­gar Kalb nun mit, dass die In­ves­to­ren sich da­für ent­schie­den ha­ben, den Be­bau­ungs­plan kom­plett um­zu­set­zen. Ar­chi­tekt Michael Leh­ni aus Lau­in­gen stell­te die Ent­wür­fe vor. Der Rewe-Markt soll di­rekt im An­schluss an Lidl ge­baut wer­den und mit Back­shop und Ca­fé ei­ne Ver­kaufs­flä­che von 1600 Qua­drat­me­tern ha­ben. Da­für ge­be es schon ei­nen un­ter­schrie­be­nen Vor­ver­trag mit dem Le­bens­mit­tel­kon­zern. Öst­lich da­von sei ein Ge­wer­be­ge­biet ge­plant, in dem vor­ran­gig ein Dro­ge­rie­markt an­ge­sie­delt wer­den soll, er­klär­te der Ar­chi­tekt. Da­zu wird es zu­sätz­lich ei­nen Ver­trag mit der Ge­mein­de ge­ben, in dem zum Bei­spiel fest­ge­legt wird, in wel­chem Zei­t­raum das Are­al be­baut wer­den muss. In der Re­gel sei­en dies sie­ben bis zehn Jah­re, sag­te Leh­ni. In die­sem Ver­trag kön­ne die Ge­mein­de auch „si­cher­stel­len, dass rein­kommt, was wir wol­len“, er­klär­te der Bür­ger­meis­ter. Ei­ne Tank­stel­le oder Wa­sch­an­la­ge wol­le man zum Bei­spiel nicht. Spiel­hal­len sind schon im Be­bau­ungs­plan aus­ge­schlos­sen.

Zu den Park­plät­zen ist ei­ne neun Me­ter brei­te Zu­fahrt von der Augs­bur­ger Stra­ße vor­ge­se­hen. Die Ge­mein­de hat den Pla­ner auch schon dar­auf auf­merk­sam ge­macht, dass am öst­li­chen Rand des Are­als even­tu­ell ein­mal die Orts­um­fah­rung ge­baut wer­den könn­te. Des­halb wer­de die­ser Teil nicht be­baut, er­klär­te Kalb. Im Ver­trag mit dem In­ves­tor wer­de dann auch ste­hen, dass er die Flä­chen an die Ge­mein­de ab­ge­ben muss, falls die Um­ge­hung kommt.

Der Mark­t­rat hat den Ent­wür­fen für Flä­chen­nut­zungs- und Be­bau­ungs­plan ein­hel­lig zu­ge­stimmt. Sie wer­den nun öf­fent­lich aus­ge­legt und die Trä­ger öf­fent­li­cher Be­lan­ge be­tei­ligt.

Sym­bol­fo­to: Bernhard Weizenegger

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