Wie St­ein­mei­er sei­ne Mut­ter über­rasch­te

„Wir hat­ten mit Po­li­tik nichts zu tun“

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Politik -

Frau St­ein­mei­er, war Ih­nen im­mer schon klar, dass Ihr Sohn ei­ne Po­li­ti­ker-Kar­rie­re ma­chen wür­de?

Frü­her hat sich das nicht so ge­zeigt. In der Schu­le hat­te er kei­ne be­son­de­re Füh­rungs­rol­le, und wir hat­ten auch mit Po­li­tik nichts zu tun. Frank-Wal­ter hat ja dann Ju­ra stu­diert. Ich hät­te mir vor­ge­stellt, dass er Rechts­an­walt mit ei­ge­ner Kanz­lei wird. Dass er auch Po­li­tik stu­diert, ha­be ich erst spä­ter er­fah­ren.

Ur­su­la St­ein­mei­er:

Mit der Kar­rie­re als Rechts­an­walt wur­de es nichts. Sind Sie ent­täuscht?

Nein, über­haupt nicht. Nur wenn er im­mer in die Kri­sen­ge­bie­te muss, denkt man, ob er nicht was an­de­res hät­te ma­chen sol­len.

St­ein­mei­er:

Se­hen Sie Ih­ren Sohn trotz sei­ner vie­len Rei­sen ab und zu?

Er kommt mich re­gel­mä­ßig be­su­chen. Manch­mal ruft er an, wenn er ei­nen Ter­min in der Nä­he hat und sagt: „Setz schon mal Kaf­fee auf.“Und er ist auch mit den Ver­ei­nen im Ort ver­bun­den. Er kommt im­mer zu den Fes­ten, wenn es mög­lich ist. Und zu Fa­mi­li­en­fei­ern kommt er auch im­mer.

St­ein­mei­er:

Was wün­schen Sie ihm?

Ge­sund­heit, und dass er das al­les gut über die Büh­ne kriegt. Aber da zweif­le ich nicht an ihm. Wir sind al­le stolz auf ihn, die gan­ze Fa­mi­lie! O

Ur­su­la St­ein­mei­er, 87, lebt noch im­mer in dem 1000-Ein­woh­nerOrt Bra­kel­siek, in dem Frank-Wal­ter St­ein­mei­er auf­ge­wach­sen ist.

St­ein­mei­er: Zur Per­son

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