War­um Rausch und Sucht Mas­sen­phä­no­me­ne sind

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Die Dritte Seite -

● Be­trof­fe­ne Fast 20 Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land kon­su­mie­ren laut Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um re­gel­mä­ßig Rausch­mit­tel. Den mit Ab­stand größ­ten An­teil bil­den Rau­cher (15 Mil­lio­nen, Stand 2012). Da­hin­ter fol­gen Me­di­ka­men­ten­ab­hän­gi­ge (2,3 Mil­lio­nen) und Al­ko­hol­kran­ke (1,8 Mil­lio­nen). ● Al­ko­hol­sucht Wo liegt die Gren­ze zwi­schen dem Ver­lan­gen, sich zu be­rau­schen, und ei­ner Sucht? Nach Ein­schät­zung von Pro­fes­sor Martin Keck vom Max-Planck-In­sti­tut für Psych­ia­trie zeich­net sich ei­ne Al­ko­hol- sucht un­ter an­de­rem da­durch aus, dass Be­trof­fe­ne es ex­trem schwer ha­ben, nach dem Kon­sum ei­nes al­ko­ho­li­schen Ge­tränks mit dem Trin­ken auf­zu­hö­ren. Wird die Be­schaf­fung von Al­ko­hol zum zen­tra­len Punkt des All­tags, sei das eben­falls ein deut­li­ches An­zei­chen. ● Män­ner­krank­heit Nach Stu­di­en der Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­li­che Auf­klä­rung sind mehr als dop­pelt so vie­le Män­ner von ei­ner Al­ko­hol­krank­heit be­trof­fen wie Frau­en. Das liegt laut Keck auch dar­an, dass das Trin­ken von Al­ko­hol bei Män­nern eher ak­zep­tiert wird. (la­re)

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