Pro­ble­me ei­ner rei­chen Stadt

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Nördlicher Landkreis - VON GE­RALD LIND­NER Gerst­ho­fer Fi­nan­zen »

Auch wenn die Stadt Gersthofen künf­tig Straf­zin­sen für ihr Ver­mö­gen zah­len müss­te – Mit­leids­trä­nen sind den­noch fehl am Platz: Nach wie vor er­rei­chen die Ein­nah­men land­kreis­wei­te Spit­zen­wer­te. Und mit den 78 Mil­lio­nen auf der ho­hen Kan­te könn­te die Stadt – rein rech­ne­risch – drei Vier­tel des Ei­gen­an­teils der Stadt Augs­burg an der Thea­ter­sa­nie­rung be­strei­ten. Wo an­de­re Kom­mu­nen müh­sam je­den Eu­ro zu­sam­men­krat­zen müs­sen, muss der Gerst­ho­fer Käm­me­rer den Über­fluss ka­na­li­sie­ren. Das Geld wä­re da, um bei­spiels­wei­se die in die Jah­re ge­kom­me­ne Goe­the­schu­le auf den ak­tu­el­len Stand zu brin­gen – aber die per­so­nel­len Ka­pa­zi­tä­ten rei­chen nicht aus. Geht das so wei­ter, dann könn­te „Gerst­ho­fens Gol­de­ne Mit­te“, wie In­ves­tor Peter Plet­scha­cher sie vor­hat, noch ei­ne wei­te­re Be­deu­tung er­hal­ten – falls der an­ste­hen­de Bür­ger­ent­scheid kei­ne Mehr­heit für den Er­halt der Stras­ser-Vil­la er­gibt. Dann könn­te der „Gol­de­ne Wür­fel“, der die Vil­la bei ei­ner Be­bau­ung des Gerst­ho­fer Lochs er­set­zen soll, als Spei­cher die­nen. Hier könn­te die Stadt ihr vie­les Geld völ­lig straf­zins­frei bun­kern. Ver­mu­tun­gen, dass dann Bür­ger­meis­ter Michael Wör­le wie Da­go­bert Duck ein Bad im Geld neh­men wür­de, muss an die­ser Stel­le al­ler­dings en­er­gisch wi­der­spro­chen wer­den.

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