Lie­ber Fuchs statt Hor­ror­clown

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Sport Im Augsburger Land | Nachbarschaft - VON MICHAEL LIND­NER re­dak­ti­on@schwab­mu­ench­ner-all­ge­mei­ne.de

Nied­lich sieht er schon ir­gend­wie aus, wie er da mit sei­nen gro­ßen Au­gen schüch­tern hin­ter ei­nem Baum her­vor­schaut oder neu­gie­rig durch die Stadt läuft. Dass sich vor al­lem Kin­der über den ku­sche­li­gen Fuchs in Schwab­mün­chen freu­en, ist ver­ständ­lich. Es mag aber nicht ver­wun­dern, dass manch ein Er­wach­se­ner den als Tier ver­klei­de­ten Mann arg­wöh­nisch be­trach­tet. Oder so­gar vor ihm er­schrickt, denn all­täg­lich ist solch ei­ne Be­geg­nung mit ei­nem Fuchs nicht. Und ein kos­tü­mier­ter Mann in ei­ner Bank könn­te den Ver­dacht na­he­le­gen, dass dort ein Über­fall statt­fin­den soll. Zum Glück war das am ver­gan­ge­nen Frei­tag in Schwab­mün­chen nicht der Fall. Das Po­si­ti­ve ist, dass der 36-Jäh­ri­ge nie­man­dem et­was Bö­ses will – an­ders als die Hor­ror­clowns, die in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten in Deutsch­land um­her­ge­zo­gen sind und Un­be­tei­lig­te er­schreckt oder so­gar tät­lich an­ge­grif­fen ha­ben.

Die in Tier­kos­tü­men ver­klei­de­ten Fur­ries möch­ten schein­bar nur Freu­de schen­ken und den Men­schen ein Lä­cheln ins Ge­sicht zau­bern. Ein er­stre­bens­wer­tes Ziel, auch wenn die Um­set­zung nicht je­dem ge­fällt. Es soll­te ei­nem aber zu den­ken ge­ben, wenn es sich Men­schen schon zur Auf­ga­be ma­chen, das freund­li­che Mit­ein­an­der zu för­dern.

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