Düs­te­re Pro­gno­se für die nächs­ten Jahr­zehn­te

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Politik -

Pro­zent Pfle­ge­diens­te und 48,8 Pro­zent Pfle­ge durch An­ge­hö­ri­ge kaum Auf­fäl­lig­kei­ten im Bun­des­ver­gleich.

Die teils er­heb­li­chen Un­ter­schie­de be­grün­det Bar­mer-Chef St­raub mit po­li­ti­schen, fi­nan­zi­el­len und kul­tu­rel­len Fak­to­ren. „In Schles­wig-Hol­stein wur­den eben vie­le Hei­me ge­baut, im Os­ten eher zu we­nig.“In Re­gio­nen mit nied­ri­gen Ein­kom­men sin­ke die Wahr­schein­lich­keit ei­ner Un­ter­brin­gung im Heim – weil die Zu­zah­lun­gen vie­le An­ge­hö­ri­ge über­for­dern. Wo Fa­mi­lie und Re­li­gi­on noch ei­ne ver­gleichs­wei­se gro­ße Rol­le spie­len, wer­de häu­fi­ger da­heim ge­pflegt.

Für die Zu­kunft sagt die Bar­mer­Stu­die ei­nen er­heb­li­chen An­stieg der Zahl der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen vor­aus – von jetzt 2,7 Mil­lio­nen auf gut 4,5 Mil­lio­nen im Jahr 2060. Doch auch in die­ser Pro­gno­se gibt es ge­wal­ti­ge re­gio­na­le Un­ter­schie­de. Für die ost­deut­schen Bun­des­län­der wer­den Rück­gän­ge vor­her­ge­sagt – Fol­gen von Übe­r­al­te­rung und Ab­wan­de­rung heute. Be­son­ders stark stei­gen wer­de die Zahl der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen da­ge­gen in Bay­ern und Ba­den-Würt­tem­berg. Grund: Im wirt­schaft­lich star­ken Sü­den wächst die Be­völ­ke­rung, auch durch Zu­zug. Folg­lich wer­den dort in ei­ni­gen Jahr­zehn­ten be­son­ders vie­le Men­schen Pfle­ge brau­chen.

Fo­to: Oli­ver Berg, dpa

In Bay­ern le­ben Pfle­ge­be­dürf­ti­ge sel­te ner in ei­nem Heim.

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