Töd­li­ches Plas­tik

Jähr­lich ver­en­den wohl mehr als ei­ne Mil­li­on See­vö­gel, weil sie Kunst­stoff­müll ge­fres­sen ha­ben. Nun be­gin­nen For­scher zu ver­ste­hen, war­um die Tie­re Ab­fall mit Nah­rung ver­wech­seln

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Wissen -

Die Zah­len sind ge­wal­tig: Ge­schätzt rund 300 Mil­lio­nen Ton­nen Kunst­stoff wer­den welt­weit je­des Jahr pro­du­ziert. Je nach Rech­nung zwi­schen 4,8 und 12,7 Mil­lio­nen Ton­nen da­von lan­den jähr­lich als Ab­fall in den Mee­ren. So steht es in ei­nem Be­richt der Um­welt­or­ga­ni­sa­ti­on der Ver­ein­ten Na­tio­nen UNEP. Flüs­se und Bä­che schwem­men Plas­tik ins Meer, ent­we­der in der Form von Müll oder als Mi­kro­plas­tik – Teil­chen, die klei­ner sind als 5 Mil­li­me­ter –, das et­wa in Dusch­gels und Kos­me­ti­ka ent­hal­ten ist und von Klär­an­la­gen nicht her­aus­ge­fil­tert wer­den kann.

Auch der Wind bläst un­ge­si­cher­ten Plas­tik­müll ins Meer, Schif­fe ent­sor­gen ih­ren Ab­fall auf ho­her See, Fi­scher ver­lie­ren Net­ze, Lei­nen und Kis­ten, acht­lo­se Tou­ris­ten hin­ter­las­sen Plas­tik­tü­ten, -fla­schen und -ver­pa­ckun­gen am Strand. Ge­schätzt drei Vier­tel des Mülls im Meer ist Plas­tik­müll. Das Pro­blem ist längst so groß, dass es nicht mehr durch „Rei­ni­gungs­ak­tio­nen“in den Griff zu be­kom­men ist. Nicht nur, weil so gut wie al­le Küs­ten be­trof­fen sind, son­dern vor al­lem, weil der al­ler­größ­te Teil des Plas­tiks in klei­ne­re Tei­le zer­fal­len ist und in tie­fe­ren

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