Stadt sieht sich für Atom­un­fall schlecht ge­rüs­tet

Si­cher­heit Ein Un­glück in Gund­rem­min­gen könn­te mas­si­ve Fol­gen für Augs­burg ha­ben. Ex­per­ten be­fürch­ten, dass man die Be­woh­ner nicht rich­tig schüt­zen kann und Cha­os aus­bricht. Soll der Stadt­rat ein schnel­les Aus des Kraft­werks for­dern?

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Augsburg - VON JÖRG HEINZLE

Es ist der Wind, der für Augs­burg zu ei­nem gro­ßen Pro­blem wer­den könn­te. Soll­te es im rund 40 Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Atom­kraft­werk in Gund­rem­min­gen ein Un­glück ge­ben, dann wird es die Wind­rich­tung sein, die dar­über ent­schei­det, wie stark die über 500 000 Men­schen im Groß­raum Augs­burg von der Ka­ta­stro­phe be­trof­fen sind. Die Vor­zei­chen für ei­nen mög­li­chen Un­glücks­fall ste­hen nicht gut. Das Kraft­werk liegt von Augs­burg aus ge­se­hen im Wes­ten. Al­so ge­nau dort, von wo aus häu­fig der Wind weht.

Nach der Re­ak­tor­ka­ta­stro­phe vor fünf Jah­ren im ja­pa­ni­schen Fu­kus­hi­ma wuchs auch in der Augs­bur­ger Stadt­po­li­tik die Zahl je­ner, die sich we­gen der Nä­he zu Gund­rem­min­gen Sor­gen ma­chen. Schon rund zehn Ta­ge nach dem Ato­m­un­glück, im März 2011, for­der­te der Stadt­rat in ei­ner Re­so­lu­ti­on, die Si­cher­heit des Kraft­werks und des dor­ti­gen Zwi­schen­la­gers für Atom­müll neu

Ar­chiv­fo­to: Sil­vio Wy­szen­grad

Was pas­siert in Augs­burg, wenn sich im Kern­kraft­werk in Gund­rem­min­gen ein Un­glück er­eig­net? Ak­ti­vis­ten der Um­welt­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Gre­en­peace warn­ten vor drei Jah ren mit ei­ner Ak­ti­on auf dem Rat­haus­platz vor den mög­li­chen Fol­gen ei­nes Atom­un­falls.

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