We­ni­ger Geld für Wen­del

Ge­richt kürzt Be­zü­ge des Bür­ger­meis­ters

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Neusäß, Stadtbergen Und Umgebung -

Ay­stet­tens Bür­ger­meis­ter Pe­ter Wen­del (FW) muss 30 Mo­na­te lang auf ein Zehn­tel sei­ner Be­zü­ge ver­zich­ten. So zu­min­dest hat es nach An­ga­ben ei­nes Ge­richts­spre­chers das Ver­wal­tungs­ge­richt in Mün­chen ent­schie­den. Dort wur­de über ei­ne Dis­zi­pli­nar­k­la­ge der Lan­des­an­walt­schaft ge­gen den Rat­haus­chef ver­han­delt.

Der Grund für die Kla­ge liegt in­zwi­schen mehr als fünf Jah­re zu­rück. En­de 2012 hat­te das Augs­bur­ger Amts­ge­richt den Po­li­ti­ker we­gen des Be­trugs an den So­zi­al­kas­sen und der Be­lei­di­gung ei­ner Staats­an­wäl­tin zu ei­ner Geld­stra­fe von ins­ge­samt 12 000 Eu­ro ver­ur­teilt. Wen­del, der die Be­lei­di­gung der Staats­an­wäl­tin stets be­strit­ten hat, hat­te das Ur­teil vom De­zem­ber 2012 erst nach meh­re­ren Mo­na­ten Be­denk­zeit ak­zep­tiert und sei­nen Ein­spruch zu­rück­ge­zo­gen. Die straf­recht­li­che Ver­ur­tei­lung zog dann das Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren nach sich.

Sei­ner Be­liebt­heit bei den Ay­stettern hat­te die Ver­ur­tei­lung nicht ge­scha­det: Bei den Kom­mu­nal­wah­len 2013 wur­de er sou­ve­rän in sei­nem Amt be­stä­tigt. Wen­del war 2008 erst­mals zum Chef im Rat­haus ge­wählt wor­den und hat­te dort im Jahr 2010 in der Ver­wal­tung ei­nen Pen­sio­när schwarz be­schäf­tigt, um krank­heits­be­ding­te Aus­fäl­le zu über­brü­cken. Durch ei­nen an­ony­men Hin­weis flog die Sa­che auf. Als im Zu­ge der Er­mitt­lun­gen Fahn­der das Rat­haus und die Wohn­räu­me Wen­dels durch­such­ten, äu­ßer­te er sich nach Über­zeu­gung des Ge­richts se­xu­ell be­lei­di­gend über die Staats­an­wäl­tin.

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