Deut­sche Staats­bür­ger

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Meinung & Dialog -

Zu „Er­do­gan will noch mehr Macht“(Sei te 1) vom 15. April: Mit ei­nem Ach­sel­zu­cken ak­zep­tie­ren wir, dass Deut­sche seit Ge­ne­ra­tio­nen in Deutsch­land le­ben, oh­ne Deutsch zu spre­chen. Eben­so ha­ben wir uns in ei­ni­gen deut­schen Städ­ten da­ran ge­wöhnt, dass die Ge­schäf­te in gan­zen Stra­ßen­zü­gen nicht mehr deutsch, son­dern tür­kisch oder ara­bisch be­schrif­tet sind.

Da­bei sind das Deut­sche, die kein Deutsch spre­chen. Es sind auch Deut­sche, die in Deutsch­land die Vor­zü­ge ei­ner of­fe­nen, auf­ge­klär­ten und de­mo­kra­ti­schen Ge­sell­schaft ge­nie­ßen. Es sind die­se deut­schen Staats­bür­ger, die in ih­rem Hei­mat­staat, des­sen Spra­che sie spre­chen, ei­nem De­s­po­ten per de­mo­kra­ti­scher Ab­stim­mung zur Macht ver­hel­fen dür­fen, der so­gleich die To­des­stra­fe ein­zu­füh­ren ge­denkt.

Nach deut­scher Recht­spre­chung ver­stößt dies ge­gen das Grund­ge­setz, was aber wohl nur für Deut­sche oh­ne zwei­ten Pass gilt.

Bin ich der Ein­zi­ge, der die­se Po­li­tik nicht mehr ver­steht? Dr. Kon­rad Bo­e­ge­lein,

West­er­heim

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