Fäl­lung trotz Brut­zeit

Na­tur War­um die Stadt ei­ne Aus­nah­me mach­te

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Augsburg -

In der Vo­gel­b­rut­zeit ab 1. März dür­fen ei­gent­lich kei­ne Bäu­me ab­ge­holzt wer­den. Des­halb hat ei­ne Baum­fäl­lung in der In­nen­stadt An­woh­ner alar­miert. Der ge­fäll­te Ahorn­baum in der Frö­lich­stra­ße fiel au­ßer­dem un­ter die Baum­schutz­ver­ord­nung. Wie Um­welt­re­fe­rent Rei­ner Er­ben mit­teilt, war die Fäll­ak­ti­on von der Stadt ge­neh­migt.

Er­ben zu­fol­ge er­folg­te die Fäl­lung auf Pri­vat­grund und wur­de be­reits im ver­gan­ge­nen Jahr ge­neh­migt. Ein Gut­ach­ten sei zu dem Er­geb­nis ge­kom­men, dass der Baum vom Brand­krus­ten­pilz be­fal­len ist, der die Wur­zeln zer­setzt. Auch auf öf­fent­li­chem Grund wür­de ein sol­cher Baum aus Si­cher­heits­grün­den be­sei­tigt wer­den, so der Re­fe­rent – auch wenn er un­ter die Augs­bur­ger Baum­schutz­ver­ord­nung fällt.

Mit der Fäll­ge­neh­mi­gung sei die Auf­la­ge ver­bun­den, dass ei­ne Er­satz­pflan­zung er­fol­gen muss, so Er­ben. „Die Grün­flä­che muss er­hal­ten blei­ben.“Ei­ne wei­te­re Auf­la­ge war, dass der Baum nach dem Be­ginn der Vo­gel­b­rut­zeit am 1. März nur um­ge­schnit­ten wer­den darf, wenn er vor­her auf tie­ri­sche Be­woh­ner un­ter­sucht wur­de und kei­ne ge­fun­den wur­den. Er­ben sagt je­doch, es wä­re bes­ser ge­we­sen, wenn Nach­barn vor der pri­va­ten Fäll­ak­ti­on in­for­miert wor­den wä­ren. Er wer­de ei­ne In­for­ma­ti­ons­pflicht vor­schla­gen.

Fo­to: Sil­vio Wy­szen­grad

In der Frö­lich­stra­ße wur­de ein Ahorn ge fällt.

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