Die Na­mens Re­vo­lu­ti­on

Neu­re­ge­lung Spa­nier ha­ben künf­tig die Wahl

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Panorama -

Nur ins­ge­samt zehn Nach­na­men ste­hen je­weils mehr als ei­ne Mil­li­on Mal in den Re­gis­tern Spa­ni­ens. Al­lei­ne drei Mil­lio­nen der 46,5 Mil­lio­nen Spa­nier hei­ßen Gar­cía mit Nach­na­men. Doch das könn­te sich deut­lich än­dern. Und zwar von Ju­li an. Mög­lich macht dies ei­ne neue Ver­wal­tungs­vor­schrift. Sie soll für mehr Viel­falt bei den Fa­mi­li­en­na­men in Spa­ni­en sor­gen – und für mehr Gleich­be­rech­ti­gung.

Da­zu muss man wis­sen, dass je­der Spa­nier gleich zwei Fa­mi­li­en­na­men hat, an ers­ter Stel­le den des Va­ters und an zwei­ter den der Mut­ter. Man be­hält sie ein Le­ben lang bei, auch ei­ne Hei­rat än­dert dar­an nichts. Im all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch ver­wen­den die meis­ten Spa­nier al­ler­dings nur ih­ren ers­ten Nach­na­men.

Nun müs­sen El­tern Neu­ge­bo­re­ner bin­nen drei­er Ta­ge ent­schei­den, wel­cher Nach­na­me bei der Re­gis­trie­rung ih­res Kin­des vor­ne ste­hen soll. Ent­ge­gen der Tra­di­ti­on kann das der der Mut­ter sein. Soll­ten sie sich nicht ei­ni­gen kön­nen, ent­schei­det der zu­stän­di­ge Stan­des­be­am­te.

Was nach ei­ner klei­nen Än­de­rung klingt, be­deu­tet ei­ne klei­ne Re­vo­lu­ti­on, er­klä­ren Sta­tis­ti­ker. Bei künf­ti­gen Ge­ne­ra­tio­nen wür­den sich die Na­men jetzt bes­ser ver­tei­len. Fe­mi­nis­tin­nen spre­chen vom En­de for­mel­ler Dis­kri­mi­nie­rung.

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