Die Es­ka­pa­den des Prin­zen sind le­gen­där

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Reise-journal -

Schwes­ter der Stief­mut­ter, Prin­zes­sin Loui­se. Sol­che Ge­schich­ten wür­den heu­te sei­ten­wei­se die Klatsch­pres­se fül­len. Da­mals war man dis­kre­ter. Denn der deut­sche Ad­li­ge galt auf dem In­sel­chen we­gen sei­ner Ver­diens­te um die Ar­chi­tek­tur als fei­ner Herr, ja als Held. Bei Aus­bruch des Ers­ten Welt­kriegs muss­ten die Blü­chers trotz­dem Herm ver­las­sen. Die Walla­bys, die Prinz Blü­cher im­por­tiert hat­te, ver­schwan­den spur­los.

Im Zwei­ten Welt­krieg wur­den die Ka­nal­in­seln – ne­ben Gu­ern­sey sind das noch Jer­sey, Al­der­ney und Sark so­wie neun wei­te­re teil­wei­se win­zi­ge Ei­lan­de – von deut­schen Trup­pen ok­ku­piert. 1940 re­kla­mier­ten Na­zi-Sol­da­ten Herm für das Drit­te Reich. Fünf Jah­re spä­ter wur­de auch die klei­ne In­sel be­freit und zur Pacht frei­ge­ge­ben. Al­ler­dings müs­sen sich die Päch­ter ver­pflich­ten, Herm von Son­nen­auf- bis Son­nen­un­ter­gang für die Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich zu hal­ten und die na­tür­li­che Schön­heit der In­sel zu be­wah­ren.

Die En­g­län­de­rin Les­ley Bai­ley kam vor 22 Jah­ren mit Mann und drei Kin­dern nach Herm. „Ich ha­be mich gleich in die In­sel ver­liebt“, er­in­nert sie sich. Auch wenn es ei­ne Um­stel­lung war vom quir­li­gen Stadt­le­ben zur be­schau­li­chen In­selCom­mu­ni­ty. An­de­rer­seits war Les-

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