Die Po­li­zei soll fil­men

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Augsburg - VON MICHA­EL HÖR­MANN mo­eh@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Wer sich auf den Augs­bur­ger Som­mer­näch­ten über ei­nen län­ge­ren Zei­t­raum ver­gnügt, kann da­von aus­ge­hen, dass er da­bei von der Po­li­zei ge­filmt wird. Gro­ße Tei­le des Fest­be­reichs wer­den von neun Vi­deo­an­la­gen ab­ge­deckt. Die Ka­me­ras die­nen da­zu, et­wai­ge Straf­ta­ten zu ver­hin­dern oder bei ei­ner Auf­klä­rung zu hel­fen. Sie mö­gen zu­dem da­zu bei­tra­gen, dass das sub­jek­ti­ve Si­cher­heits­ge­fühl der Bür­ger er­höht wird. Das Ge­setz lässt die­se zeit­lich be­fris­te­te Re­ge­lung zu. Wich­tig da­bei ist, dass die Über­wa­chung kennt­lich ge­macht wer­den muss. Zum Bei­spiel durch ein Hin­weis­schild. Nicht je­der ist al­ler­dings über Vi­deo­über­wa­chung be­geis­tert. Auf­nah­men sind oh­ne Zwei­fel ein Ein­griff in die Pri­vat­sphä­re. Wer sich kon­se­quent ge­gen die Über­wa­chung aus­spricht, dem blie­be als letz­te Mög­lich­keit, dem Stadt­fest fern­zu­blei­ben.

Grund­sätz­lich stellt sich die Fra­ge, ob ei­ne Vi­deo­über­wa­chung auf dem Augs­bur­ger Stadt­fest nö­tig ist. Im Jahr 2016 war es ein Stadt­fest oh­ne nen­nens­wer­te Zwi­schen­fäl­le. Un­ab­hän­gig von der Not­wen­dig­keit ist die Vi­deo­über­wa­chung je­doch auf al­le Fäl­le zu­mut­bar.

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