Tie­re und Hob­bys

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Meinung & Dialog -

Zu „Braucht mein Kind ein Haus­tier?“(Die Welt un­se­rer Kin­der) vom 21. Ju­ni: Es ist wun­der­schön und auch grund­sätz­lich för­der­lich fürs Kin­des­wohl, wenn Tie­re und Kin­der zu­sam­men auf­wach­sen dür­fen. Da­mit könn­te man ei­nem Kind Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein bei­brin­gen. Lei­der sind die Zei­ten aber schnell­le­big ge­wor­den. So man­ches Kind fin­det heu­te ein Haus­tier cool, mor­gen schon ist es un­in­ter­es­sant und wird den El­tern auf­ge­bür­det – die dem Kind dann den nächs­ten Wunsch er­fül­len. Viel­leicht braucht es ja jetzt drin­gend ein Schlag­zeug, weil ein Freund halt auch ge­ra­de ei­nes trak­tiert, in der Hoff­nung, der nächs­te Star zu wer­den, und dar­um fehlt die er­for­der­li­che Zeit, die so ein Tier braucht. Es ist eben ein Le­be­we­sen und kein to­tes Teil wie ei­ne Bass­gi­tar­re oder ein Schlag­zeug. Dar­um soll­te an die Ver­nunft der El­tern plä­diert wer­den, sich die An­schaf­fung ei­nes Haus­tie­res wirk­lich gut zu über­le­gen. Hat man das Tier­chen erst an­ge­schafft und gibt dem neu­en Wunsch des Kin­des nicht so­fort nach, ist es mei­nes Erach­tens nicht sel­ten, dass die Kin­der an­fan­gen, die Haus­tie­re zu quä­len, weil sie ja jetzt in de­ren Au­gen der neu­en Wun­sch­er­fül­lung im We­ge ste­hen.

Su­san­ne M. Weit­lauff, Ben­nin­gen

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