Bür­ger­rechts­be­we­gung zeigt sich ge­schockt

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Politik -

nicht nach­wei­sen kön­nen. Flücht­lin­gen wird dar­über hin­aus für 120 Ta­ge die Ein­rei­se in die USA ver­wei­gert. Do­nald Trump will den Bann nun bin­nen 72 St­un­den in die Pra­xis um­set­zen. In bei­den Fäl­len hat­te der Prä­si­dent ar­gu­men­tiert, die Re­gie­rung be­nö­ti­ge die Zeit, um ih­re Ver­fah­ren zur Über­prü­fung der Un­be­denk­lich­keit ei­ner Vi­sa-Er­tei­lung un­ter die Lu­pe zu neh­men. Da die­se Frist im Ok­to­ber bei An­hö­rung der Ar­gu­men­te durch das Ver­fas­sungs­ge­richt ab­ge­lau­fen ist, be­hält sich das Ge­richt aus­drück­lich vor zu prü­fen, ob sich der Fall zu die­sem Zeit­punkt er­le­digt hat.

Die Bür­ger­rechts­be­we­gung ACLU zeig­te sich ge­schockt über die vor­über­ge­hen­de Aus­set­zung von Aspek­ten der Einst­wei­li­gen Ver­fü­gun­gen. „Trumps so­ge­nann­ter Rei­se­bann ist ein Bann, der Mus­li­me ins Vi­sier nimmt“, klagt der Vor­sit­zen­de Ant­ho­ny Ro­me­ro. Der ACLU wer­de sich für die voll­stän­di­ge Auf­he­bung die­ses dis­kri­mi­nie­ren­den Er­las­ses ein­set­zen.

Ei­ne ak­tu­el­le Stu­die des „Cen­ter for In­ves­ti­ga­ti­ve Re­porting“wi­der­spricht Trumps Ar­gu­ment, der Bann sei nö­tig, um die Bür­ger zu schüt­zen. Nur ein Pro­zent der zwi­schen 2008 und 2016 an ei­nem Ter­ror­akt in den USA be­tei­lig­ten Per­so­nen stammt aus ei­nem der vom Ein­rei­sestopp be­trof­fe­nen Län­der. 87 Pro­zent der Ter­ror­be­tei­lig­ten ka­men da­ge­gen in den USA zur Welt.

Fo­to: dpa Ar­chiv

Im Ja­nu­ar un­ter­zeich­ne­te Do­nald Trump das Ein­rei­se­de­kret.

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