Wenn Kin­der Kunst schaf­fen

Idee Ei­ne Aus­stel­lung in Neu­säß wid­met sich den vier Ele­men­ten. Ge­zeigt wer­den (nicht nur) Wer­ke von Paul Schurr

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Neusäß, Stadtbergen Und Umgebung -

Neu­säß

Es geht bunt zu im Foy­er des Rat­hau­ses Neu­säß: Dra­chen spei­en Feu­er, Vul­ka­ne bro­deln, und ver­schie­de­ne Un­ter­was­ser­le­be­we­sen säu­men die Wän­de. Seit ver­gan­ge­ner Wo­che zeigt hier der Künst­ler Paul Schurr sei­ne Aus­stel­lung „Die Ele­men­te“. Die­se wur­de ge­mein­sam mit Kin­dern des Kin­der­gar­ten West­heims und der Re­al­schu­le Neu­säß er­ar­bei­tet.

Ge­ra­de die fast 150 Nach­wuchs­künst­ler be­sit­zen ei­nen gro­ßen An­teil an der Aus­stel­lung, denn von den rund 80 aus­ge­stell­ten Wer­ken stam­men et­wa 60 von ih­nen. Stolz prä­sen­tier­ten sie ih­re Kunst bei ei­ner Ver­nis­sa­ge, bei der auch Paul Schurr für sein En­ga­ge­ment ge­wür­digt wur­de. Be­reits zum zwei­ten Mal er­ar­bei­te­te der orts­an­säs­si­ge frei­schaf­fen­de Künst­ler mit Schü­lern und Kin­dern aus der Stadt Neu- säß ein Kunst­pro­jekt. Nach­dem vor fünf Jah­ren das The­ma Afri­ka im Mit­tel­punkt ge­stan­den hat­te, soll­te es nun um die vier Ele­men­te, Feu­er, Was­ser, Luft und Er­de ge­hen.

„Mit die­sem The­ma woll­ten wir den Kin­dern mög­lichst viel Frei­raum ge­ben, ih­re Ide­en zu ent­wer­fen“, er­zählt Schurr, der an­fangs aber auch Be­den­ken hat­te, ob das The­ma nicht zu kom­pli­ziert und abs­trakt sei. Doch die­se Be­den­ken stell­ten sich schnell als un­be­grün­det her­aus, und Schurr konn­te fest­stel­len, mit wel­cher Be­geis­te­rung und Neu­gier­de die Schü­ler und Kin­der­gar­ten­kin­der an den ein­zel­nen Ele­men­ten ex­pe­ri­men­tier­ten. Vie­les ge­schah da­bei auch aus der Ei­gen­in­itia­ti­ve des Kin­der­gar­tens und der Re­al­schu­le her­aus, wes­halb Schurr die Ar­beit der Er­zie­her und Leh­rer her­vor­hebt.

Be­son­de­re Un­ter­stüt­zung er­hielt er zu­dem vom Kul­tur­kreis Neu­säß, der mit Schurrs Aus­stel­lung be­reits zum 176. Mal Kunst im Foy­er des Rat­hau­ses prä­sen­tiert. Fi­nan­zi­ell grif­fen dem Künst­ler vor al­lem die Stadt Neu­säß so­wie die Kreis­spar­kas­se Neu­säß, Bü­cher-Max, die Ni­be­lun­gen-Apo­the­ke, die Gärt­ne­rei Wör­ner so­wie die Bä­cke­rei Schnei­der un­ter die Ar­me.

Was den Künst­ler im­mer wie­der mo­ti­viert, mit Kin­dern zu ar­bei­ten, ist de­ren ein­zig­ar­ti­ge Wei­se des Kunst­schaf­fens. Ei­ner­seits feh­le ih­nen oft die Ge­duld am Kunst­werk, da­für sei­en sie aber um­so fan­ta­sie­vol­ler und vor­be­halt­lo­ser bei der Ar­beit, meint Schurr und fügt an, dass die Au­then­ti­zi­tät der Kunst der Kin­der für Er­wach­se­ne un­er­reich­bar sei. Von die­ser un­ver­fälsch­ten Kunst kön­nen sich die Be­su­cher des Foy­ers nun selbst über­zeu­gen. Aus den un­ter­schied­lichs­ten Ma­te­ria­li­en und in ver­schie­dens­ter Wei­se der Darstel­lung zei­gen sich ei­nem As­so­zia­tio­nen der ein­zel­nen Ele­men­te. Nicht nur the­ma­tisch, son­dern auch op­tisch ver­schmel­zen da­bei die Wer­ke der ein­zel­nen Künst­ler mit­ein­an­der. Die Aus­stel­lung zeugt von der Krea­ti­vi­tät, die Schurr und sei­ne Kol­le­gen bei den Kin­dern aus­ge­löst ha­ben. Den Kin­dern Freu­de an der Kunst zu ver­mit­teln ist für den Künst­ler je­den­falls ein zen­tra­les An­lie­gen, der dem Be­reich der Kunst ei­ne gro­ße Be­deu­tung für das Ge­lin­gen des ge­sell­schaft­li­chen Mit­ein­an­ders zu­misst. O

Die Aus­stel­lung „Die Ele­men te“ist noch bis Don­ners­tag, 27. Ju­li, kos­ten­los zu den Öff­nungs­zei­ten des Rat hau­ses zu­gäng­lich.

Ter­min

Fo­to: Fre­de­rik Haug

Paul Schurr hat mir Kin­der­gar­ten­kin­dern und Re­al­schü­lern Kunst ge­schaf­fen. Jetzt gibt es ei­ne ge­mein­sa­me Aus­stel­lung im Neu­säs­ser Rat­hau­ses.

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