Ver­ant­wor­tung für Flücht­lin­ge ge­klärt

Ur­teil Ge­richts­hof: Asyl­re­geln gel­ten auch in ex­tre­men Zei­ten

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Erste Seite -

Das eu­ro­päi­sche Asyl­recht gilt auch in Ex­trem­si­tua­tio­nen wie der Flücht­lings­kri­se. Aus­nah­men sind auch bei ei­nem star­ken An­drang von Mi­gran­ten nicht vor­ge­se­hen, wie der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof (EuGH) am Mitt­woch klar­stell­te.

2015 und 2016 hat­ten sich über die Bal­kan­rou­te Hun­dert­tau­sen­de auf den Weg in die EU ge­macht, die meis­ten nach Deutsch­land. Kroa­ti­en und an­de­re über­for­der­te Staa­ten an der Rou­te lie­ßen die Men­schen zeit­wei­se un­ge­hin­dert über ih­re Gren­zen und hal­fen bei der Durch­rei­se. Doch gilt in der EU ei­gent­lich, dass An­kömm­lin­ge in dem Land Schutz be­an­tra­gen müs­sen, in dem sie zu­erst EU-Bo­den be­tre­ten ha­ben. Auf die­sen Grund­satz poch­te der Lu­xem­bur­ger EuGH in zwei Fäl­len von Flücht­lin­gen, die über Kroa­ti­en in die EU ein­reis­ten, ih­re Asyl­an­trä­ge da­nach aber in Ös­ter­reich und Slo­we­ni­en stell­ten. Bei­de Län­der sa- hen nach den so­ge­nann­ten Du­blinRe­geln der EU Kroa­ti­en in der Pflicht, die Asyl­ver­fah­ren ab­zu­wi­ckeln. Die Rich­ter be­stä­tig­ten die­se Auf­fas­sung.

Wie die Rich­ter ih­re Ent­schei­dung be­grün­den und war­um Un­garn und der Slo­wa­kei jetzt ein ju­ris­ti­scher Dämp­fer durch den EuGH droht, weil sie sich nicht an der Ver­tei­lung von Flücht­lin­gen in­ner­halb Eu­ro­pas be­tei­li­gen, le­sen Sie auf

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