Jetzt wer­den auch in Us­ters­bach die Ven­ti­le ge­prüft

Trink­was­ser Ge­mein­de­rat sieht dar­in ei­nen Baustein zur si­che­ren Was­ser­ver­sor­gung. Im neu­en Bau­ge­biet soll es bald los­ge­hen

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Die Stauden Und Ihre Nachbarn - VON SIEG­FRIED P. RUPP­RECHT

Us­ters­bach

In Us­ters­bach sol­len jetzt die Freis­trom­ven­ti­le mit in­te­grier­tem Rück­fluss­ver­hin­de­rer, kurz KFR ge­nannt, ge­prüft wer­den. Das hat der Ge­mein­de­rat auf sei­ner jüngs­ten Sit­zung be­schlos­sen. Die­se Haus­an­schlüs­se sind ein wich­ti­ger und ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ner Be­stand­teil der Trink­was­ser­an­la­ge und müs­sen hin­ter dem Was­ser­zäh­ler in­stal­liert sein. Die KFR-Ven­ti­le ver­hin­dern, dass Was­ser aus der je­wei­li­gen Haus­in­stal­la­ti­on in das Ver­sor­gungs­netz zu­rück­fließt und da­mit zu Ve­r­un­rei­ni­gun­gen der Was­ser­ver­sor­gung und zu even­tu­ell er­heb­li­chen hy­gie­ni­schen Pro­ble­men füh­ren kön­nen, er­läu­ter­te Bür­ger­meis­ter Ma­xi­mi­li­an Stum­böck auf der Sit­zung. Die Ven­til­prü­fung sei ein wei­te­rer Baustein zur Si­che­rung der Was­ser­ver­sor­gung vor Ort.

Im be­nach­bar­ten Gessertshausen hat­te die Prü­fung die­ser Ven­ti­le im Orts­teil Deu­bach Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten er­ge­ben. Dort konn­te nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, dass die Ve­r­un­rei­ni­gung des Trink­was­sers mit Kei­men, die un­ter an­de­rem zu ei­ner fast ein­jäh­ri­gen Chlor­ung des Was­sers ge­führt hat­te, auch durch die feh­ler­haf­ten Ven­ti­le mit­ver­ur­sacht wor­den war. Der Ge­mein­de­rat Us­ters­bach be­schloss, für die Funk­ti­ons­prü­fung der KFR-Ven­ti­le ei­nen Mit­ar­bei­ter, be­fris­tet auf zwei Mo­na­te, ein­zu­stel­len.

Beim The­ma Bau­ge­bie­te „Bei den An­gern“in Mö­dis­ho­fen läu­te­te der Ge­mein­de­rat die letz­te Run­de ein. Bei sei­ner jüngs­ten Sit­zung be­schloss er oh­ne Ge­gen­stim­me den vor­lie­gen­den Be­bau­ungs­plan. Wenn al­les nach Plan lau­fe, kön­nen dort in ei­nem Jahr be­reits die ers­ten Häu­ser ent­ste­hen, mein­te Bür­ger­meis­ter Ma­xi­mi­li­an Stum­böck op­ti­mis­tisch.

Im Vor­feld des Be­schlus­ses gin­gen zu dem Be­bau­ungs­plan ins­ge­samt sechs Stel­lung­nah­men mit Ab­wä­gungs­be­darf durch den Ge­mein­de­rat ein. Un­ter an­de­rem wies das Gre­mi­um dar­auf hin, dass der Fort­be­stand der Nut­zun­gen, die Be­sitz­stands­wah­rung und die Si­cher­stel­lung ei­ner Nut­zungs­wie­der­auf­nah­me des vor­ma­li­gen land­wirt­schaft­li­chen Be­triebs am Kirch­weg in den Plan­un­ter­la­gen best­mög­lich be­rück­sich­tigt wor­den sei­en. Dar­über hin­aus er­kann­te das Gre­mi­um in dem Wort­laut „je­doch kei­ne emis­si­ons­träch­ti­gen tier­hal­tungs­spe­zi­fi­schen Ein­rich­tun­gen“in Be­zug auf die Hof­stel­le kei­nen be­ste­hen­den Kon­flikt in den Plan­un­ter­la­gen. Die­se Er­geb­nis­se gin­gen auf Stel­lung­nah­men des Amts für Er­näh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten Augs­burg und der Ge­schäfts­stel­le Augs­burg/Aichach-Fried­berg des baye­ri­schen Bau­ern­ver­bands zu­rück.

Die zu­künf­ti­ge Be­bau­ung „Bei den An­gern“er­folgt aus­schließ­lich mit Ein­fa­mi­li­en­häu­sern. Ge­plant ist im ge­sam­ten Bau­ge­biet ei­ne Zo­ne mit Tem­po 30. Im Herbst will der Ge­mein­de­rat kon­kre­ti­sie­ren, zu wel­chen Kon­di­tio­nen und Kri­te­ri­en die dor­ti­gen Grund­stü­cke ver­äu­ßert wer­den. Dann sol­le auch ei­ne Ent­schei­dung ge­fällt wer­den, wer die Pla­nun­gen bei­spiels­wei­se zur Stra­ßen­füh­rung und zu den Ka­nal­ar­bei­ten aus­füh­re, mach­te der Bür­ger­meis­ter auf­merk­sam.

Ei­ne wei­te­re Be­schluss­fas­sung er­folg­te über die Er­mitt­lung der tat­säch­li­chen Grund­stücks- und Ge­schoss­flä­che durch ei­nen ex­ter­nen Dienst­leis­ter. Dies sei für die nächs­te Glo­bal­kal­ku­la­ti­on er­for­der­lich, in­for­mier­te Stum­böck. In Auf­trag ge­ge­ben wur­de auch die Über­ar­bei­tung der ge­meind­li­chen Sat­zun­gen.

Fo­to: Sieg­fried P. Rupp­recht

Der Ge­mein­de­rat Us­ters­bach vo­tier­te für die Prü­fung der KFR Ven­ti­le. Sie ver­hin dern, dass Was­ser aus der Haus­in­stal­la ti­on in das Ver­sor­gungs­netz zu­rück­flie ßen kann.

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