Mo­bil­funk Tipps für das Aus­land

Was man vor der Rei­se wis­sen muss

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Digitales -

Seit Mit­te Ju­ni kön­nen Ur­lau­ber im EU-Aus­land ihr Han­dy fast so nut­zen wie zu­hau­se – die Roa­ming­ge­büh­ren ge­hö­ren der Ver­gan­gen­heit an. Doch hier und da lau­ern Kos­ten­fal­len. Ver­brau­cher soll­ten sich vor dem Start in die Fe­ri­en noch ein­mal kun­dig ma­chen.

In wel­chen Län­dern fällt das Roa­ming weg?

Wer ins EU-Aus­land reist, pro­fi­tiert ge­ne­rell von der Ab­schaf­fung zu­sätz­li­cher Ge­büh­ren für Te­le­fo­na­te, SMS und In­ter­net. Auch Nor­we­gen, Is­land und Liech­ten­stein neh­men teil. Vor­sicht ist al­so un­ter an­de­rem in der Schweiz ge­bo­ten - und na­tür­lich in ent­fern­te­ren be­lieb­ten Ur­laubs­län­dern wie den USA oder Thai­land. Ein Me­ga­byte (MB) kann et­wa in Thai­land 19 Eu­ro kos­ten, wie das Por­tal Ve­ri­vox er­rech­net hat. Ein MB kann schon beim Ver­sen­den ei­nes Fo­tos über­schrit­ten sein.

Wo gilt die EU-Roa­ming-Re­ge­lung nicht?

In der Luft und auf See – Vor­sicht ist al­so im Flug­zeug und auf Kreuz­fahr­ten ge­bo­ten, wie die Ver­brau­cher­zen­tra­le Berlin warnt. Auf Schif­fen und in Flug­zeu­gen kön­nen Ur­lau­ber via Sa­tel­lit oder WLAN sur­fen. Die Ver­brau­cher­schüt­zer war­nen vor den teu­ren Sa­tel­li­ten­ver­bin­dun­gen und ra­ten zum WLAN. Über die Be­din­gun­gen soll­ten sich Rei­sen­de bei der Ree­de­rei oder der Flug­ge­sell­schaft in­for­mie­ren. Auch die Da­ten­kos­ten­sper­re der EU-Roa­ming­ver­ord­nung, die beim Er­rei­chen von 59,90 Eu­ro Ge­büh­ren das In­ter­net ab­schal­tet, greift in der Luft und auf See nicht.

Wel­che Ein­schrän­kun­gen gibt es im EU-Aus­land?

Laut Stif­tung Wa­ren­test lässt sich das Han­dy nur bei sie­ben von 16 An­bie­tern ex­akt so nut­zen wie zu­hau­se, oh­ne dass der Kun­de et­was tun muss: Das sind Blau, Call­mo­bi­le, Cong­star, Fo­nic, Klar­mo­bil, Mo­bil­com-De­bi­tel und T-Mo­bi­le. Bei an­de­ren An­bie­tern sind et­wa Com­mu­ni­ty-Ver­bin­dun­gen, al­so Ver­bin­dun­gen zwi­schen Kun­den des­sel­ben An­bie­ters, im Aus­land an­ders als im In­land nicht kos­ten­los oder zu­min­dest güns­ti­ger.

Vor­sicht ist auch bei den Pre­pai­dAn­ge­bo­ten der An­bie­ter so­wie bei sehr güns­ti­gen Da­ten­vo­lu­men-An­ge­bo­ten ge­bo­ten – hier kann der An­bie­ter ei­ne De­cke­lung auf­er­le­gen. Vor ei­ner Rei­se soll­ten Kun­den da­her nach­le­sen, wel­che Re­ge­lung in ih­rem Ta­rif für das Roa­ming vor­ge­se­hen ist und ob sie ak­tiv wer­den müs­sen, rät die Stif­tung Wa­ren­test. Ein Um­stel­len auf mög­li­che an­de­re Op­tio­nen ge­he in der Re­gel ein­fach on­li­ne über das Kun­den­kon­to.

O2-Kun­den mit ei­ner vor­ein­ge­stell­ten EU-Roa­ming-Op­ti­on müs­sen zum Bei­spiel zwin­gend ei­ne SMS an ei­ne Kurz­wahl sen­den, um von den neu­en Re­geln zu pro­fi­tie­ren.

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