Ein Wi­der­spruch zur Wür­de des Am­tes?

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Politik -

Pro­ku­rist ge­he Wul­ff ei­ner wei­sungs­ab­hän­gi­gen Be­schäf­ti­gung nach. Das wi­der­spre­che dem Sinn und Zweck der staat­li­chen Le­bens­zeit-Ver­sor­gung von ehe­ma­li­gen Bun­des­prä­si­den­ten. Ku­bi­cki füg­te hin­zu, Wul­ff be­schä­di­ge mit sei­ner jet­zi­gen Pro­ku­ris­ten­rol­le sein ge­ra­de wie­der sta­bi­li­sier­tes öf­fent­li­ches An­se­hen enorm. „Wul­ff ver­hält sich nicht der Wür­de sei­nes ehe­ma­li­gen Am­tes ent­spre­chend“, lau­te­te der Vor­wurf Ku­bi­ckis.

Wul­ff selbst woll­te sich zu sei­nem Ver­dienst als Pro­ku­rist nicht äu­ßern. Über ei­ne Mit­ar­bei­te­rin ließ er aus­rich­ten: „Sie wis­sen, dass das rechts­an­walt­li­che Stan­des­recht uns ver­bie­tet, sol­che Fra­gen zu be­ant­wor­ten.“

Wul­ff war im Fe­bru­ar 2012 nach Ein­lei­tung staats­an­walt­schaft­li­cher Er­mitt­lun­gen we­gen des Ver­dachts der Vor­teils­nah­me als Bun­des­prä­si­dent zu­rück­ge­tre­ten. Er hat­te das höchs­te Staats­amt nur 20 Mo­na­te in­ne. 2014 wur­de er von den Vor­wür­fen vor Ge­richt frei­ge­spro­chen und er­öff­ne­te ei­ne An­walts­kanz­lei in Ham­burg.

Fo­to: dpa

Alt Bun­des­prä­si­dent Chris­ti­an Wul­ff ver tritt jetzt ei­ne Mo­de­fir­ma.

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