Was die­ses Jahr an­ders ist beim Plär­rer­um­zug

Volks­fest Die Bun­des­tags­wahl spielt ei­ne Rol­le: Es hat sich schon viel Po­litpro­mi­nenz an­ge­kün­digt

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Augsburg - VON MICHA­EL HÖR­MANN

So man­cher Fan des Plär­rers kann es wohl kaum mehr er­war­ten, bis Schwa­bens größ­tes Volks­fest er­öff­net. Et­was Ge­duld ist noch nö­tig. Am Frei­tag, 25. Au­gust, star­tet der Herbst­plär­rer. Tags dar­auf ist tra­di­tio­nell der gro­ße Fe­st­um­zug durch die In­nen­stadt.

In knapp drei Wo­chen zie­hen wie­der weit mehr als 2000 Teil­neh­mer zum Volks­fest­ge­län­de. Die Stre­cke führt auf den zu­letzt ge­wohn­ten We­gen. Und den­noch steht der Um­zug in die­sem Jahr un­ter ei­nem ganz be­son­de­ren Aspekt. Die Bun­des­tags­wahl und der da­mit ver­bun­de­ne Wahl­kampf neh­men Ein­fluss auf die Teil­neh­mer­lis­te.

Vor al­lem die CSU zeigt mit Po­litpro­mi­nenz Prä­senz in Augs­burg. An­ge­kün­digt sind Mi­nis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer, Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt und Bay­erns Fi­nanz­mi­nis­ter Mar­kus Sö­der. Von Do­brindt weiß man mitt­ler­wei­le, dass er mit dem Augs­bur­ger Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Vol­ker Ull­rich in ei­ner Kut­sche sit­zen wird. Dass nun al­ler­dings See­ho­fer und Sö­der ge­mein­sam in ei­ner Kut­sche fah­ren, ist auf­grund be­kann­ter Ri­va­li­tä­ten der bei­den CSU-Spit­zen­po­li­ti­ker nicht zu er­war­ten.

Auch die SPD setzt auf ei­ne be­kann­te Lan­des­po­li­ti­ke­rin aus Mün­chen. Die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te und SPD-Lan­des­vor­sit­zen­de Na­ta­scha Koh­nen ist mit von der Par­tie. Die Po­li­ti­ker ge­hö­ren zu den der­zeit 2202 an­ge­mel­de­ten Zug­teil­neh­mern, die sich auf 95 Zug­num­mern auf­tei­len. Wie ge­wohnt star­tet der Um­zug um 12.30 Uhr am Mo­ritz­platz. Die Teil­neh­mer stel­len sich zu­vor in der Ma­xi­mi­li­an­stra­ße auf. Der Zug führt an­schlie­ßend über Ka­ro­li­nen­stra­ße, Karl­stra­ße und und Volk­hart­stra­ße in Rich­tung Plär­rer­ge­län­de an der Lan­gen­man­tel­stra­ße. Die ers­ten Zug­teil­neh­mer dürf­ten hier ge­gen 13.30 Uhr ein­tref­fen.

Nicht zu­letzt we­gen der Po­litpro­mi­nenz, die sich an­ge­sagt hat, wird auf den Si­cher­heits­as­pekt gro­ßen Wert ge­legt. Die letz­ten Ab­stim­mun­gen zwi­schen Stadt und Po­li­zei lau­fen da­zu. An der Wegstre­cke dürf­ten wohl et­was mehr Si­cher­heits­kräf­te als in frü­he­ren Jah­ren ste­hen. Der Um­zug wird je nach Wit­te­rung von ge­schätz­ten 20000 bis 40000 Be­su­chern ver­folgt.

Or­ga­ni­sa­tor des Um­zugs ist auch in die­sem Jahr Andre­as Schlach­ta, der mitt­ler­wei­le als Ge­schäfts­füh­rer des För­der­ver­eins zur Brauch­tums­pfle­ge agiert. Zu­letzt hat­te es we­gen des Um­zugs ei­ne po­li­ti­sche De­bat­te ge­ge­ben. Es gab die Über­le­gung, von den Teil­neh­mern je nach Grup­pen­grö­ße ei­nen Un­kos­ten­bei­trag zu ver­lan­gen. Die­se Über­le­gun­gen sind vom Tisch. Die Stadt wird die Kos­ten über­neh­men.

Archivfoto: Pe­ter Fastl

Im Jahr 2013 war Mi­nis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer mit sei­ner Frau Karin zu Gast beim Plär­rer­um­zug. Er saß in der Kut­sche mit Ober­bür­ger­meis­ter Kurt Gribl.

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