Trak­tor kippt: 22 Jäh­ri­ger stirbt

Un­glück Der tra­gi­sche Un­fall bei Hor­gau ist für die Ret­ter ein schlim­mer Ein­satz

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Augsburger Land -

Hor­gau

Tra­gi­scher Un­fall auf ei­nem Feld­weg bei Hor­gau: Ein jun­ger Mann ist am Sams­tag­vor­mit­tag mit sei­ner Zug­ma­schi­ne um­ge­kippt, aus dem Füh­rer­haus ge­schleu­dert wor­den und ge­stor­ben.

Das Un­glück er­eig­ne­te sich auf der Ver­län­ge­rung der Stra­ße „An der Kohl­statt“süd­west­lich von Hor­gau. Wie die Po­li­zei be­rich­tet, fuhr der 22-Jäh­ri­ge dort ge­gen 11 Uhr mit ei­nem land­wirt­schaft­li­chen Ge­spann (Zug­ma­schi­ne und An­hän­ger) Rich­tung Nord­wes­ten, al­so zur Orts­ver­bin­dungs­stra­ße Bie­sel­bach hin. Da­bei ver­lor er die Kon­trol­le über das Ge­spann, kam vom Weg ab und rutsch­te nach links in ei­nen Mai­sa­cker. Der Trak­tor dreh­te sich da­bei um 180 Grad und kipp­te um. Gleich­zei­tig öff­ne­te sich die Si­cher­heits­kupp­lung und kup­pel­te den An­hän­ger ab. Der Fah­rer wur­de aus dem Füh­rer­haus ge­schleu­dert und vom An­hän­ger über­rollt. Da­bei er­litt er töd­li­che Ver­let­zun­gen.

Auch sein 17-jäh­ri­ger Bei­fah­rer wur­de vom Trak­tor ge­schleu­dert, er­litt aber nur leich­te Ver­let­zun­gen, heißt es im Po­li­zei­be­richt. Die Un­fall­ur­sa­che ist noch un­klar. Um den Her­gang zu klä­ren, wur­de ein Gut­ach­ter ein­ge­schal­tet.

An dem Trak­tor ent­stand ein To­tal­scha­den von et­wa 25000 Eu­ro, der An­hän­ger blieb na­he­zu un­be­schä­digt. Um das Ge­spann nach dem Un­fall zu ber­gen, muss­te ei­ne Fach­fir­ma mit schwe­rem Ge­rät an­rü­cken. Die Feu­er­weh­ren Hor­gau und Zus­mar­shau­sen si­cher­ten die Un­fall­stel­le ab. Für sie war es ein schwe­rer Ein­satz, er­zählt der Zus­mar­shau­ser Kom­man­dant Ste­fan Wel­dis­ho­fer – ge­ra­de für die jun­gen Ein­satz­kräf­te, die selbst in der Land­wirt­schaft ak­tiv und re­gel­mä­ßig mit ähn­li­chen Fahr­zeu­gen un­ter­wegs sind. Die Feu­er­weh­ren hät­ten des­halb recht schnell die meis­ten Ein­satz­kräf­te wie­der ab­ge­zo­gen, denn viel konn­ten sie nicht tun. Sie wur­den von Ex­per­ten und Feu­er­wehr­ka­me­ra­den be­treut, be­rich­tet Wel­dis­ho­fer. „Es ist wich­tig, dar­über zu re­den.“

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